EU und USA hatten Zeitplan für Abzug verlangt
Assad will Zeitplan für Abzug vorlegen

Syrien will seine Truppen vollständig aus dem Libanon abziehen. Präsident Assad machte weitere Zugeständnisse an die Uno.

HB BERLIN. Die Uno kann Syrien offenbar zu einem vollständigen Abzug aus dem Libanon bewegen. Der syrische Präsident Baschar al Assad sicherte bei einem Treffen mit dem Sondergesandten Terje Roed-Larsen am Samstag zu, die Armee und Geheimdienstbeamte vollständig aus dem Libanon abzuziehen.

Einzelheiten wollte Roed-Larsen nach den Gesprächen in der nordsyrischen Stadt Aleppo aber noch nicht bekannt geben. Er kündigte aber an, UN-Generalsekretär Kofi Annan in der kommenden Woche über Details zu unterrichten. Dazu gehört auch ein Zeitplan für den Rückzug.

Roed-Larsen bezeichnete die Gespräche in Syrien als sehr konstruktiv und ermutigend. Assad habe sich verpflichtet, die UN-Resolution 1559 vom September 2004 im vollen Umfang umzusetzen. Diese sieht den kompletten Abzug Syriens aus dem Libanon vor.

Bislang hatte Assad lediglich einen Rückzug in zwei Stufen angekündigt und keinen Zeitplan genannt. Die syrische Führung hat bislang nur beschlossen, die meisten der rund 14.000 im Libanon stationierten Soldaten ins ostlibanesische Bekaa-Tal an die Grenze zu Syrien zu verlegen. Vor allem die USA hatten das als halbherzige Maßnahme verurteilt. Auch die Europäische Union hatte einen konkreten Zeitplan von Assad gefordert.

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