EU will mit allen Seiten kooperieren
USA begrüßen UN-Friedensplan für Darfur

Wegen der Menschenrechtsverletzungen in Darfur braucht die sudanesische Regierung vorerst keine Sanktionen zu fürchten. Die USA begrüßten den von den UN und Sudan entwickelten Friedensplan für die Krisenregion.

HB KHARTUM/WASHINGTON. „Das ist ein guter Anfang“, sagte US-Außenamtssprecher Adam Ereli am Montag in Washington. Nun komme es aber auf konkrete Aktionen an, fügte Ereli hinzu. Er äußerte die Hoffnung, dass Sanktionen gegen Sudan vermieden werden könnten.

Auch die Europäische Union will zur Bewältigung der Darfur-Krise zunächst weiter mit allen Seiten kooperieren. Das machten Experten im EU-Ministerrat in Brüssel deutlich. Voraussetzungen für eine militärische Intervention sind nach Ansicht der Diplomaten aus dem Stab des außenpolitischen EU-Beauftragten Javier Solana nicht gegeben. Es könne derzeit auch nicht von einem Völkermord gesprochen werden.

Zuvor hatte die sudanesische Regierung ihre Zustimmung zum gemeinsam mit den UN entwickelten Friedensplan bekräftigt, sich zugleich aber gegen eine Aufstockung der geplanten Friedenstruppe der Afrikanischen Union von 300 auf 2 000 Mann gewandt. Die Arabische Liga forderte Khartum auf, die Führer der marodierenden Dschandschawid- Reitermilizen festzunehmen und Menschenrechtsverletzungen zu untersuchen. Die Außenminister der Liga-Mitgliedstaaten lehnten Forderungen nach einer ausländischen Intervention ab.

Am Freitag hatte sich die Regierung mit den UN auf einen Plan zur raschen Linderung der Notlage von Flüchtlingen geeinigt. Unter anderem sollen Schutzzonen errichtet werden, in die die Darfur- Flüchtlinge zurückkehren können. Ende Juli hatte der UN- Sicherheitsrat dem Sudan eine 30-Tage-Frist gesetzt, um die Gräueltaten der Reitermilizen gegen Zivilisten zu unterbinden. Die Resolution droht Sanktionen nur indirekt an.

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