EU will möglicherweise Polizisten in die Region entsenden
Sudan akzeptiert stärkere internationale Präsenz

Die Regierung des Sudan hat angekündigt, weitere ausländische Beobachter und Truppen in der Krisenregion Darfur zu akzeptieren. Die EU erwägt, Polizisten in das Gebiet zu entsenden.

HB BERLIN. Der Sudan hat sich mit der Stationierung weiterer ausländischer Beobachter und Friedenstruppen in der Krisenregion Darfur grundsätzlich einverstanden erklärt. Welche Staaten weitere Soldaten in das Gebiet entsenden dürfen, wolle der Sudan aber selbst entscheiden, sagte Außenminister Mustafa Osman Ismail am Samstag in Khartum. Die Europäische Union erwägt, eine eigene Polizeimission in die Krisenregion Darfur zu schicken.

Die Regierung in Khartum hat in der Vergangenheit zu verstehen gegeben, dass sie die Stationierung weiterer Soldaten der Afrikanischen Union (AU) eher akzeptieren werde als Truppen aus westlichen Staaten. Die Vereinten Nationen hatten den Sudan aufgefordert, den Einsatz einer 3.000 Mann starken Friedenstruppe zu akzeptieren.

Der amtierende EU-Ratsvorsitzende und niederländische Außenminister Bernard Bot sagte am Samstag in Valkenburg bei Maastricht, die Union überlege wegen der anhaltend dramatischen Lage im Sudan Polizisten nach Darfur zu schicken. Voraussetzung dafür sei aber, dass die Afrikanische Union die EU darum bitte. Nach Angaben der österreichische Außenministerin Benita Ferrero-Waldner würde eine EU-Polizeimission aus 25 bis 40 Beamten bestehen.

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