EU-Wirtschaftsprogramm
300 Milliarden Euro für Europa

300 Milliarden Euro sollen die EU in den kommenden drei Jahren international wettbewerbsfähiger machen. Die Europäische Kommission berät derzeit über das neue Investitionspaket. Wird die EU zum Risikokapitalgeber?
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BrüsselDie EU-Kommission wird an diesem Dienstag in Straßburg über ihr Investitionspaket von 300 Milliarden Euro beraten. Präsident Jean-Claude Juncker wolle das Paket dann am Mittwoch offiziell im Europaparlament vorstellen, sagte eine Sprecherin der Behörde am Montag in Brüssel.

Zu Details nahm sie keine Stellung. Bereits am Wochenende war in EU-Kreisen bekanntgeworden, dass ein neuer Garantiefonds bei der Europäischen Investitionsbank (EIB) mit einem Umfang von rund 20 Milliarden Euro eingerichtet werden soll. Der Topf soll dazu dienen, risikoreiche Kredite abzusichern. Mit dem Paket will die EU gegen die Wachstumsflaute in Europa vorgehen.

Juncker plant offenbar, den Investoren zumindest einen Teil ihres Risikos abzunehmen - auch wenn jedes Projekt vorab gründlich auf Tauglichkeit geprüft werden soll. Es gehe darum, „Risiken für die gefährlichsten Projekte zu übernehmen“, sagt ein EU-Vertreter.

Die europäische Industrie pocht beim angekündigten 300-Milliarden-Euro-Investitionspaket auf begleitende Reformen der Mitgliedstaaten. „Wir denken, dass der Juncker-Plan ein guter Start ist“, sagte der Generaldirektor des Industrie-Dachverbands Business Europe, Markus Beyrer, am Dienstag in Brüssel. Als längerfristige Herausforderungen nannte er das Beseitigen von Hürden für Investitionen. Er nannte dazu als Beispiele hohe Energiekosten, mangelnde Umsetzung von Reformen und Probleme beim Zugang zu Finanzierung.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " EU-Wirtschaftsprogramm: 300 Milliarden Euro für Europa"

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  • "Wird die EU zum Risikokapitalgeber? "

    Das kann man so sehen.

    Juncker war schon in Luxemburg als solcher tätig und verfügt über praktische Erfahrung. Man muss ihn nur richtig verstehen.

    Juncker hat in seiner früheren Tätigkeit in Ermangelung von schlagkräftiger Industrie im Ausland Unternehmen derart angeworben, indem er ihnen auf "legale" Art Steuern ersparte. Statt in den Heimatländern hohe Steuern zu zahlen, ging es ihm nur darum einige, wenige Euros in Luxemburg zu kassieren. Andernorts bezeichnet man solche Verhaltensweise als Schmarotzertum.

    Das könnte man irgendwie alles noch hinnehmen, würden die Heimatstaaten dieser Unternehmen gewaltige Investitionen in Infrastruktur tätigen, damit diese Unternehmen überhaupt wirtschaftlich tätig sein können.

    Die EU fährt in der Tat ein gewaltiges Risiko als Kapitalgeber unter der Führung eines Junckers aufzutreten. Welches Unternehmen will sich denn auf einen solchen Charakter verlassen?

    Es hatte doch seinen Grund, dass selbst die Luxemburger ihm den Laufpass gaben.

  • Bereits am Wochenende war in EU-Kreisen bekanntgeworden, dass ein neuer Garantiefonds bei der Europäischen Investitionsbank (EIB) mit einem Umfang von rund 20 Milliarden Euro eingerichtet werden soll. Der Topf soll dazu dienen, risikoreiche Kredite abzusichern. Mit dem Paket will die EU gegen die Wachstumsflaute in Europa vorgehen.

    Wer hat risikoreiche Kredite im Bestand?
    Richtig! Banken!

    Wie will man gegen die Wachstumsflaute in Europa erfolgreich kämfen, wenn man den Banken ihre wertlosen Kredite abkauft und sie mit deutschen Steuerzahler weggenommenen Geld bezahlt?
    Werden neuerdings so Arbeitsplätze in Europa geschaffen?

    Irgendwie unlogischer Quatsch zur Beruhigung für die Schlichten.

    Schönen Abend noch.


  • Diese Wirtschafts-und Konjunkturlenker der EU sind nur noch wahnsinnig. Das Geld ist so billig wie nie, doch die EU-Wahnsinnigen müssen noch einen drauflegen und den "Investoren" noch Garantien zusagen, natürlich von Geld, das sie nicht haben, außer daß diese Garantien zum großen Teil der BRD auferlegt werden. Und was machen unsere Regierenden, sie betrachten das als das Selbstverständlichste und lassen den Karren treiben.
    Auf die Idee, daß sie alle, die EU-Institution, die überbordenden Staats-Institutionen bis in Länder-und Gemeinden hinab, die Ursache aller Probleme sind, kommen diese Schwachköpfe natürlich nicht, bzw. sie nehmen alles um des eigenen Vorteils Willen, billigend in Kauf. Auf diesem Boden muß das Chaos bestens gedeihen, wie die Realität zeigt. Wer in Wellentälern der Konjunktur, diese auch noch mit Geld, das man nicht hat und mit Schulden ohne Beispiel, entgegen wissenschaftlichen Erkenntnissen antizyklisch beeinflussen will, zieht sich mit Sicherheit zu Hause auch die Hose mit einer Kneifzange an.
    Dummköpfe, Schwätzer und letztendlich Irrsinnige versuchen als Nichtproduktive den Menschen sinnvolle Zukunftsperspektiven zu vermitteln. Das bleibt mit Sicherheit beim Versuch.

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