Euro-Austritt kein Tabu „Können Griechenland nicht zum Glück zwingen“

Für Griechenland wird die Luft immer dünner. Papandreous Rechnung mit dem Referendums-Coup geht wohl nicht auf. Seine Minister rebellieren. Und auch die Euro-Partner machen nun Druck.
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Unter Druck: Premier Papandreou. Quelle: AFP

Unter Druck: Premier Papandreou.

(Foto: AFP)

Athen/CannesEin Euro-Austritt Griechenlands ist kein Tabu mehr. Nach Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hält auch Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker einen Abschied des hoch verschuldeten Landes aus der Währungsunion für denkbar. Dessen Regierungschef Giorgos Papandreou sieht sich für seine überraschend anberaumte Volksabstimmung über das Euro-Rettungspaket zunehmend Kritik aus den eigenen Reihen ausgesetzt. Sowohl Finanzminister Evangelos Venizelos als auch Abgeordnete der Regierungsfraktion sind gegen das Referendum. An den Börsen wächst die Nervosität: Euro und Aktienkurse gaben merklich nach.

„Wir hätten gerne, dass Griechenland in der Euro-Zone bleibt - aber nicht um jeden Preis“, sagte Luxemburgs Regierungschef Juncker am Donnerstag im ZDF. „Wir möchten, dass Griechenland in der Euro-Zone bleibt, aber wir können Griechenland nicht zum Glück zwingen.“ Auf die Frage, was bei einem Abschied aus der Währungsunion passiert, sagte Juncker: „Wir beschäftigen uns mit dem Thema, wie wir es richten können, dass kein Unheil für Deutschland, Luxemburg, die Euro-Zone passiert. Wir sind auf die Lage absolut vorbereitet.“ Ähnlich hatten sich Merkel und Sarkozy am Vorabend nach einem Krisentreffen in Cannes geäußert. „Wir sind gewappnet“, sagte die Kanzlerin. „Unsere griechischen Freunde müssen entscheiden, ob sie die Reise mit uns fortsetzen wollen“, sagte Sarkozy.

Die Euro-Länder und der Internationale Währungsfonds (IWF) drehten Griechenland den Geldhahn zu. Die nächste Überweisung aus dem Hilfspaket soll erst erfolgen, wenn die zugesagten Reformen auf den Weg gebracht wurden und sich die Bevölkerung mehrheitlich für den Euro entscheidet. „Die Europäer und der IWF können sich nicht vorstellen, die sechste Tranche auszuzahlen, solange Griechenland das Paket angenommen und alle Unsicherheiten beseitigt sind“, sagte Sarkozy.

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6 Kommentare zu "Euro-Austritt kein Tabu: „Wir können Griechenland nicht zum Glück zwingen“"

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  • Die Verantwortungslosen in der damaligen u.jetzigen Regierung Deutschlands müßten das Schuldendesaster Euro aus ihrer Tasche zahlen , dann wäre der Euro schon längst Vergangenheit .

    Aber so zahlt doch der Dummmichel u. der kann zahlen
    bis zur Pleite !

    Wo ist denn der Spruch von Merkel u. Schäuble geblieben ?

    Wir dürfen unseren Kindern keine Schulden hinterlassen !

    Alles verlogenes ,verantwortungsloses Geschwätz .!!!!!

  • @ Handelsblatt: Übrigens ist der Abgeortnete Vasso Papandreou eine Frau. Also die Abgeordnete Vasso Papandreou...

  • Griechenland ist nicht erpressbar! Ein Europa ohne Diktatur scheint zum greifen Nah.

  • Man darf gespannt sein, wiel Regierungswechsel die Euro-Krise noch kosten wird; wäre I dabei, wäre es mir nicht unrecht.

  • "Wir möchten, dass Griechenland in der Euro-Zone bleibt, aber wir können Griechenland nicht zum Glück zwingen.“

    Ach, plötzlich geht es doch? IHR SCHEINHEILIGEN SCHWACHMATEN!

  • Welches Glück denn??? Für Griechenland war der Eintritt in den EURO der Weg in die Pleite! Der EURO war und ist ein völlig absurdes wirtschaftliches Konzept! Er versucht gleichzumachen, was nicht gleich ist.

    Mich würde einmal eine echte Analyse jenseits der üblichen, dem Volk präsentierten Blendwerke interessieren, wer wirklich von dem EURO profitiert hat.

    Ich war es jedenfalls nicht. Auch wenn sich meine Umsätze um 100% gesteigert hätten, was sie nicht taten, so wäre dies ein Witz im Verhältnis zum Kaufkraftverlust der Währung.

    Deutsche Einkommen, Gewinne und Geldvermögen wurden per EURO halbiert! ... verdammte Polti-Verbrecherbande! ...

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