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Euro-Bond-Debatte: EU-Währungskommissar stellt sich gegen Merkel

Die Debatte um gemeinsame Euro-Anleihen zur Stabilisierung der Gemeinschaftswährung erhält neue Nahrung: EU-Währungskommissar Olli Rehn stellte sich jetzt gegen das kategorische Nein Deutschlands und plädierte dafür, sich auch diesen Weg zur Abwehr von Staatspleiten offen zu halten. Rückendeckung erhält er dafür von deutschen Ökonomen.

Rehn in China: Neuer Streit über Euro-Bonds? Quelle: dpa
Rehn in China: Neuer Streit über Euro-Bonds? Quelle: dpa

HB PEKING. EU-Währungskommissar Olli Rehn hat sich für die Einführung gemeinsamer Anleihen in der Euro-Zone starkgemacht. Die EU sollte die Optionen für Euro-Bonds offenhalten, sagte Rehn am Dienstag in Peking. Die EU werde tun, was nötig sei, um die finanzielle Stabilität Europas zu sichern. Um das Wachstum in Europa zu stärken, müssten die Turbulenzen an den Finanzmärkten in den Griff bekommen werden.

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Beim EU-Gipfel vergangene Woche einigten sich die Staats- und Regierungschefs zwar auf langfristige Krisenhilfen. Der Konflikt um Euro-Bonds schwelt jedoch weiter. Vor allem Deutschland stemmt sich gegen den Vorschlag des Luxemburger Regierungschefs Jean-Claude Juncker, gemeinsame Anleihen aller Euro-Staaten auf den Markt zu bringen.

Dabei bestehen für den Aufschwung erhebliche Risiken, vor allem durch die Schuldenkrise mehrerer europäischer Staaten, wie Michael Bräuninger vom Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) am Dienstag in Hamburg sagte. Sollte es zu einer Staatsinsolvenz im Euroraum kommen, wäre eine weitere Finanzkrise und weltweite Rezession die Folge.

Vor diesem Hintergrund äußerte der Wirtschaftsforscher sein Unverständnis über den politischen Streit um die Ausgabe von gemeinsamen Anleihen aller Euro-Staaten. "Ob EU-Garantien für Staaten wie Griechenland oder Irland übernommen werden oder ob die anderen Staaten über gemeinsame Anleihen für deren Schulden garantieren, ist sehr ähnlich, auch wenn es in der Diskussion als etwas sehr verschiedenes dargestellt wird", sagte er. Es sei auch keineswegs ausgemacht, dass solche Euro-Bonds höher verzinst werden müssten als aktuelle deutsche Staatsanleihen. Das hänge von der Einschätzung der Märkte ab.

Zuvor hatte sich auch der Wirtschaftsweise Peter Bofinger für Euro-Bonds ausgesprochen, und selbst der saarländische Ministerpräsident Peter Müller kann sie sich vorstellen. Unions-Fraktionschef Volker Kauder machte derweil deutlich, dass die Abgeordneten von CDU und CSU in dieser Frage klar hinter Merkel stehen.

  • 25.12.2010, 07:16 UhrAnonymer Benutzer: Profan

    @[15] Margrit Steer, [14] Wolfgang P.
    Ganz schön giftig, auch so kurz vor Weihnachten.
    Vorsicht, Gift zerfrisst die Seele!

  • 22.12.2010, 15:34 UhrAnonymer Benutzer: Margrit Steer

    @ bolle
    so ist es, gut geschildert.
    Diese weltfremden, arbeitsfremden Schmarotzer in brüssel gehören weg gejagt.
    Die EU ist pleite, die EU wurde von nichtsnutziogen Politker zerstört also sollte man das auch offen zugeben und eine Neuordnung anstreben.
    Zurück zu den einzelnen Währungen, zurück zur alten EWG

    Übrigens las ich gerade auf der Heimfahrt in der bild, dass wohl auch Frankfreich kurz vor der Pleite ist.

  • 22.12.2010, 12:15 UhrAnonymer Benutzer: Wolfgang P.

    Rehn zeigt dass nicht jeder Armleuchter auch ein großes Licht ist. Die Eurobond würden nur dazu führen, dass die PiiGS so weiter machen wie bisher. Warum sollten sie da dann auch nicht? Die anderen haften doch.
    Rehn sollte den Rating-Argenturen mal kräftig auf die Füße treten. Die sind doch mit die Hauptschuldigen an der Weltweiten Finanzkrise. Oder hat der Kerl angst von den Amis?

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