Euro-Gruppe
Brüderle gegen Juncker-Nachfolger aus Deutschland oder Frankreich

Jean-Claude Juncker macht ernst und zieht sich bald als Chef der Euro-Gruppe zurück. Das Gerangel um die Nachfolge hat begonnen. Geht es nach FDP-Fraktionschef Brüderle, kommt dieser aus einem kleinen Mitgliedsland.
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BerlinFDP-Fraktionschef Rainer Brüderle hat Bedenken gegen die Übernahme des Chefpostens der Euro-Gruppe durch Deutschland oder Frankreich. „Ich frage mich, ob es klug ist, dass ein großes Mitgliedsland wie Deutschland oder Frankreich den Posten übernehmen sollte“, sagte Brüderle dem Handelsblatt.

Ein kleines Land tue sich als Makler leichter, die unterschiedlichen Interessen der Euro-Länder auf einen Nenner zu bringen. Deutschland sei mit seinem hohen Anteil an Risiken bei der Euro-Rettung in vielen Fragen doch sehr befangen. Brüderle schlug deshalb vor, „einem kleinen Mitgliedsland wie etwa Finnland den Vortritt zu lassen“.

 
Der Autor ist Ressortleiter Wirtschaft und Politik.
Thomas Sigmund
Handelsblatt / Ressortleiter Politik und Leiter des Hauptstadtbüros

Kommentare zu " Euro-Gruppe: Brüderle gegen Juncker-Nachfolger aus Deutschland oder Frankreich"

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  • Das macht natürlich Sinn - denn der Lobbyisten Druck ist mit Schmiergeldern bei kleinen Ländern wesentlich günstiger zu haben - da es ja eh nur um Umverteilung geht, arbeitende Bevölkerung finanziert immer stärker zum eigenen Schaden Großvermögen, ist es sicher von Vorteil wenn man kleine Länder "ausgleichen" lässt - diese Regierungen haben es einfach mit wesentlich weniger Arbeitnehmern zu tun und können daher besser auf die "guten" Vorschläge der Finanzwirtschaft eingehen - damit alles weiterhin so gut klappt, wie bisher ...

  • Bei diesem Foto wie nach einer durchzechten Nacht muss man an einen Bauern auf der Alm im Allgäu denken, der noch nicht ganz ausgeräuchert ist. Rest nur Korruption, daher täte Alm zum mentalen Durchzug einmal janz jut.

  • Ich würde auf den Posten bestehen und dann einen Affen dort hinschicken.

    Das hätte gegenüber Juncker folgende Vorteile:

    1) Der Chef der Euro-Gruppe würde nicht mehr lügen, wenn er den Mund aufmacht.

    2) Der Chef der Euro-Gruppe würde die PIGS nicht mehr begünstigen.

    3) Der Chef der Euro-Gruppe hätte keine Visionen und Wahnvorstellungen. Wäre also nicht mehr gemeingefährlich.

    Und dann würde ich aus der Fehlkonstruktion "Eurozone" aussteigen. Wird Zeit das die Deutschen ihre eigenen Interessen vertreten, wie es z.B. die Briten (Cameron) tun.

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