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Euro-Hilfe: Rettungsplan für Griechenland steht

Die Euro-Länder haben sich auf einen Rettungsplan für das hoch verschuldete Griechenland festgelegt. Die Finanzminister des Eurogebiets hätten sich auf Details für mögliche Nothilfen geeinigt, sagte der Eurogruppen-Chef, Luxemburgs Premier Jean-Claude Juncker. Ob und wann die Griechen die Hilfe in Anspruch nehmen, ist aber weiter unklar.

Die Euro-Länder haben sich auf mögliche Hilfen für Griechenland geeinigt. Quelle: dpa
Die Euro-Länder haben sich auf mögliche Hilfen für Griechenland geeinigt. Quelle: dpa

HB BRÜSSEL/ATHEN. Die Euro-Staaten haben ein Sicherheitsnetz für das von der Pleite bedrohte Griechenland gespannt. Im ersten Jahr wollen die Staaten der Euro- Zone 30 Milliarden Euro an Unterstützung aufbringen, falls dies nötig sein sollte, sagte Juncker, der der Eurogruppe vorsteht. Der Internationale Währungsfonds würde das Programm kofinanzieren. „Es gab keine Entscheidung, den Mechanismus zu aktivieren - aber wir sind jetzt bereit, den Mechanismus in Gang zu setzen“, sagte Juncker. „Das ist ein Schritt zur Klärung, auf den die Märkte warten.“

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Für einen Kredit mit bis zu drei Jahren Laufzeit müsste Griechenland einen Zins von rund fünf Prozent bezahlen, sagte EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn. „Wir haben nun die Werkzeuge und die Instrumente in der Hand, die schnell genutzt werden können, falls dies nötig ist“, sagte der Finne. Das hochverschuldete Mittelmeerland könnte damit binnen kurzer Zeit Kredite vom Internationalen Währungsfonds und einzelnen Euro-Staaten erhalten, sollte eine Finanzierung am Kapitalmarkt nicht mehr möglich sein. Der Erklärung der Finanzminister zufolge steht der endgültige Zinssatz allerdings noch nicht fest. Vielmehr wurde eine Berechnungsformel vereinbart, die nach aktuellem Stand der Interbankenrate Euribor auf einen Zinssatz von fünf Prozent hinausliefe.

Der griechische Finanzminister Giorgos Papakonstantinou sprach in Athen von einer „sehr wichtigen Entscheidung“. Er unterstrich, Griechenland habe nicht um die Aktivierung des Hilfsmechanismus gebeten sondern gehe davon aus, sich normal an den Finanzmärkten refinanzieren zu können. Der Beschluss der Eurogruppe sei das Ergebnis intensiver Verhandlungen während der vergangenen Wochen und zeige, „dass unsere europäischen Partner unserer Politik vertrauen“, sagte Papakonstantinou.

Griechenland drohte zuletzt immer tiefer in der Schuldenkrise zu versinken, da die Investoren aus Misstrauen über die Zahlungsfähigkeit des Landes immer höhere Zinsen auf Staatsanleihen forderten. Die Rendite von Staatsanleihen mit zweijähriger Laufzeit lag vergangene Woche zeitweise über 7,5 Prozent. Die Risikoaufschläge für griechische Anleihen gegenüber deutschen Staatsanleihen waren auf den höchsten Stand seit der Euro-Einführung im Jahr 1999 gestiegen. Die Ratingagentur Fitch stufte die Kreditwürdigkeit des Landes dramatisch herab. Die Turbulenzen belasten seit längerem den Euro-Kurs.

Die Euro-Länder hatten rund zwei Monate um den umstrittenen Notfallplan gerungen. Vor allem Deutschland hatte gezögert und schließlich strikte Bedingungen für Hilfen sowie die Beteiligung des IWF durchgesetzt. Ziel ist es, mit dem Notfallplan die Finanzmärkte von der Kreditwürdigkeit Griechenlands zu überzeugen und die Hilfen nicht zu Einsatz zu bringen.

Am Sonntag hatten die Finanzminister der 16 Euro-Länder den Rettungsplan abschließend beraten. Die Minister ließen sich am Sonntag für ihre Verhandlungen über milliardenschwere Notfallhilfen kurzfristig per Video zusammenschalten. Der zyprische Finanzminister Charilaos Stavrakis berichtete anschließend vor Journalisten, die Entscheidung sei einstimmig gefallen. Bereits Ende zurückliegender Woche hatten sich Experten der Euro- Länder dem Vernehmen nach auf Regelungen des Nothilfeplans verständigt, darunter Zinshöhe und Kreditumfang.

  • 12.04.2010, 11:32 UhrAnonymer Benutzer: Peter Scholz

    [23] Realist,
    danke!

  • 12.04.2010, 11:20 UhrAnonymer Benutzer: Realist

    @ Peter Scholz

    Sehr schöner beitrag (Nr. 22).

    Dem ist nichts hinzuzufügen!

  • 12.04.2010, 11:07 UhrAnonymer Benutzer: Peter Scholz

    Jungs und Mädels, ihr solltet nächsten Sonntag alle einmal in die Kirchen gehen, um zu vergegenwärtigen, mit welchen guten Worten der Pfarrer Glückseligkeit in die Herzen bringt. Und solange dieser Eindruck im Kurzzeitgedächtnis ist, muß eine brücke zur "Tochter des Pfarrers" geschlagen werden, um zu verstehen, daß die gar nicht viel anders ist.
    Nie werden Vater oder Tochter konkret werden. Sie bleiben nebulös, reden in Gleichnissen und auf dem Höhepunkt allgemeiner "Erleuchtung" geht die Kollekte um. Zack, abkassiert. Den Dummen wird's genommen, den Seligen wird's gegeben- sie säen nicht, ernten aber trotzdem-.

    Wer hier glaubt, Frau Merkel hätte nur ansatzweise ein Konzept und hätte etwas zu verantworten, der irrt. Sie ist eine Meisterin in Agitation und Propaganda, denn diese Schule hat sie zeitlebens besucht und kann es in deutsch, russisch und englisch. Die Leute mit den Konzepten stehen hinter ihr und beraten. Ungenau ist, ob der Rat aus den eigenen Reihen schlußendlich ausschlaggebend ist, oder der aus Kalifornien. Der Wirtschaftsflügel der CDU ist meiner Meinung nach nicht dabei.

    Versprochen hat sie "ich will Deutschland dienen" ich bin bedient; gründlich.

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