Euro-Krise
Arbeitslosigkeit in Portugal zurückgegangen

Portugal und die Euro-Zone können aufatmen – zumindest etwas. Portugals Arbeitslosigkeit ist erstmals seit zwei Jahren zurückgegangen. Arbeitsminister Pedro Mota Soares erklärte, die neuen Zahlen weckten Hoffnung.
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LissabonDas Euro-Krisenland Portugal hat erstmals seit zwei Jahren einen Rückgang der Arbeitslosenquote verzeichnet. Wie die nationale Statistikbehörde INE am Mittwoch in Lissabon mitteilte, fiel die Quote der Beschäftigungslosigkeit zwischen dem ersten und dem zweiten Quartal 2013 um 1,3 Punkte auf 16,4 Prozent. Die Zahl der registrierten Arbeitslosen habe sich gegenüber dem ersten Quartal um 66 000 auf 886 000 reduziert. Im Zwölfmonats-Vergleich habe es aber einen Anstieg um 1,4 Punkte oder 39 000 gegeben, hieß es.

Beobachter führten den stärksten Quartalsrückgang seit 15 Jahren auf etwas mehr Optimismus in der Wirtschaft, aber auch auf den traditionellen Anstieg des Arbeitsplatzangebots in den Sommermonaten zurück. Arbeitsminister Pedro Mota Soares erklärte, die neuen Zahlen weckten Hoffnung, müssten aber auch mit Vorsicht genossen werden.

Zur Abwendung eines Bankrotts hatte Portugal 2011 von der EU, der Europäischen Zentralbank und dem Internationalen Währungsfonds ein Hilfspaket über 78 Milliarden Euro erhalten. Dafür verpflichtete man sich zu einem strengen Sanierungskurs. Das ärmste Land Westeuropas steuert bereits auf das dritte Rezessionsjahr in Folge zu.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Euro-Krise: Arbeitslosigkeit in Portugal zurückgegangen"

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  • http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/08/10/ende-der-demokratie-millionen-empoerter-menschen-muessten-auf-der-strasse-sein/

  • Rechner: "Austerität funktioniert."

    Prof.Sinn: "Wer glaubt, mit Sparen diese Krise lösen zu können, hat von ihr nichts verstanden".

    Rechner versteht was vom Thema.
    Aber er setzt sein Wissen in unverantwortlicher Weise ein, um den Investoren, Banken, der Industrie oder den Altparteien und letztlich den Eurobonds das Wort zu reden, auch wenn Deutschland dabei am Ende zu Grunde geht.

    Wer immer diesen bezahlten Claqueur ernst nimmt, ist selber schuld.

    Seine Ziele sind klar, und es sind nicht die Interessen des Steuerzahlers.


  • Ergänzend zur Diskussion gilt es den "Korruptionsfaktor" innerhalb der portugiesischen, spanischen und griechischen Gesellschaft näher zu analysieren.
    Welche Gesellschafts-/Verwaltungsbereiche gelten als noch n i c h t infiziert?

    Endet dann bei politisch geduldeter, forcierter Geldwäsche/Mafiainvestitionen etc etc .

    Rechner, geh mal auf die Strasse und schau dich um.

    Parteiduchhaltemeldungen nahestehender Spekulationsgönner verpuffen ohne Nachwirkung.

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