Euro-Krise

Aufruf für eine Parallelwährung im Wortlaut

In einem gemeinsamen Positionspapier sprechen sich Ökonomen und Unternehmer für eine Parallelwährung in den Euro-Krisenländern aus. Handelsblatt Online dokumentiert den Text im Wortlaut.
8 Kommentare

BerlinDie Unterzeichner teilen die Sorge, dass ein unkoordinierter Zerfall der Europäischen Währungsunion allen beteiligten Ländern einen gravierenden ökonomischen Schaden zufügen und die Integrationsidee Europas nachhaltig beeinträchtigen würde.

Daher fordern die Unterzeichner die Verantwortlichen auf, Alternativen zu der derzeitigen Euro-Krisenpolitik zu prüfen. Für eine ökonomisch überzeugende und politisch durchsetzbare Alternative sehen wir die Einrichtung einer Parallelwährung an, die auch mit Artikel 128 AEUV* vereinbar ist.

Bei einer Parallelwährung wird zusätzlich zum Euro eine weitere Währung eingeführt. Dadurch können Defizitländer wettbewerbsfähiger werden und die Europäische Währungsunion bleibt in den Grundzügen erhalten. Dabei ist uns bewusst, dass eine Parallelwährung notwendige Strukturreformen nicht ersetzen, sondern nur ergänzen kann.

* Vertrag über die Arbeitsweise der europäischen Union

Die Liste der Unterzeichner:

Mario Ohoven (Präsident des BVMW und CEA-PME e.V.)
Trond Andresen (Norwegian University of Science and Technology)
Eckhard Behrens (Seminar für freiheitliche Ordnung e.V., Bad Böll)
Prof. Dr. Ulrich Brasche (Fachhochschule Brandenburg)
LL.M. André ten Dam (unabhängiger Euroforscher)
Christian Gelleri (Chiemgauer e.V.)
Reinhard Hübner (Hübner GmbH)
Dr. Hans Kremendahl (SPD, Staatssekretär a.D.)
Prof. Dr. Bernd Lucke (Universität Hamburg)
Dr. Jochen Leonhardt (Wirtschaftsprüfer)
Dr. Thomas Mayer (Center for Financial Studies der Goethe Universität Frankfurt und Deutsche Bank)
Werner Onken (Zeitschrift für Sozialökonomie)
Dr. Hans-Michael Pott (Sernetz Schäfer Rechtsanwälte)
Ludwig Schuster (MonNetA e.V.)
Prof. Dr. Roland Vaubel (Universität Mannheim)
BVMW: Dr. Michael Vogelsang (Chefvolkswirt), Sindy Vollmert, Josef Girshovich, Nicole Wägner und Peter Menke-Glückert (Deutsches Forum
nachhaltiger Mittelstand).

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8 Kommentare zu "Euro-Krise: Aufruf für eine Parallelwährung im Wortlaut"

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  • Diese Aufforderung zu eien Paralellwährung,bzw.eines Nord und Süd -Euro habe ich an viele Politiker gesandt.uA.an:
    Merkel,Schäuble,Bosbach,Schäffler,Gauweiler,Willsch.Bundespräsidenten,dem Bundesverfassungsgericht,und Vielen mehr

    Noch vor wenigen Monaten hatten sich spanische Regierungsvertreter (nicht zum Ersten mal ) gebrüstet,das zweite Halbjahr werde für die Kapitalaufnahme am Markt weniger schwierig
    Die machen doch das Gleiche wie die griechische Regierung TRIXEN ; TRIXEN,Nebelbomben werfen,Sand in dieAugen streuen.Europa muß in ZWEI Gebiete,in Nord und Süd-Euro
    Aufgeteiilt werden.Alles Andere ist nur Augenwischerei.Wenn de Politik den Dornröschenschlaf weiter fortsetzt,dann gute Nacht Deutschland und Europa.So ist das Nie und Nimmer eine Hilfe,weder für die Südländer und schon garnicht für Uns.
    Bei einer Teilung ,könnten die Milliarden wesentlich Sinnvoller gezielt mit den entsprechenden Auflagen eingesetzt werden.Also:kein Verplempern mehr!





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  • Aufruf für eine Parallelwährung ist die letzte realistische Chance für die Seilschaft "€uro-Zone" quasi kontrolliert den Abstieg vom Schuldengipfel zu wagen...
    Ansonsten gilt SOS: Rette sich wer kann!

  • Immerhin ein Vorschlag, der zur Auflockerung dient.

    Übrigens: Wenn jetzt deser merkwürdige Draghi die Inflation betreibt, dann sollten wir schleunigst die Sculdenbrems vergessen. Und Geld bei der ezb leihen ohne Ende. Deutschland ist inzwischen ganz schön vergammelt; das Geld brauchen wir dringend zur Renovierung. Zurückzahelen können wir es später.

  • Schafft den Euro endlich ab, damit wir für die Exporte nicht nur Inflationsgeld sondern reale Gegenwerte bekommen. Importe (z. B. Rohöl) werden deutlich billiger.

  • Sollte dieser Vorschlag umgesetzt werden, hätten wir am Ende wieder den Zustand wie zu Zeiten des "ecu". Sooo schlecht war das nicht.
    Die €-Zone in der jetzigen Form wäre damit abgeschafft, aber der Euro gerettet, womit die Euro-Retter ihr Gesicht wahren könnten. Gefällt mir eigentlich.
    Die Frage, was der Weg dahin kostet, kann man natürlich stellen.

  • Ich kann mich anfreunden mit einer Parallelwährung. D.h. für mich aber eher, dass auch alle ANDEREN Euro-Staaten eine Parallelwährung einführen sollen. Mit diesen Währungen könnten sie ihre Beamten zahlen (ich denke da in Griechenland und Italien).

    Griechenland und Italien kann man in einen Topf werfen, die haben beide überüberüberüberdimmensionierte Beamtenmonter (Sizilien hat so viele Beamte wie ganz England; was die wohl verwalten???).

    Auch für DE wäre es besser eine Parallelwährung einzuführen, und zwar nicht für die Bezahlung von Beamten, sondern für ihre Bürger. Eine Währung, die quasi einen Stabiliätätsanker zum Euro bildet.
    Jeder Bundesbürger darf seine Euro in diese Währung, die nur auf Konten existiert, einlösen. Somit können die Ersparnisse unabhänig von der Politik der EZB sein.

  • eine zweitwährung ist nur der anfang vom ende des euro. denn wenn diese währungen bestehen bleiben, verliert der euro sicherlich noch mehr an bedeutung. wieso macht man es nicht gleich und wickelt diese währung endgültig ab? mit dieser gabs nur nachteile und diese zerstört sogar den sozialen frieden.

  • Herr Hans Werner Sinn - seien Sie nicht eitel - Unterzeichnen Sie diesen hervorragen Aufruf, er hätte von Ihnen stammen können!

    Danke an alle Unterstützer dieser richtigen, intelligenten, notwendigen Idee! Hoffentlich liest man auf Sylt nicht nur Romane...

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