Euro-Krise

Finanzminister rät zur Schocktherapie

Der britische Finanzminister, George Osborne, provoziert einmal mehr die Euro-Länder. Ein Austritt Griechenlands aus dem Euro könne helfen, die Zustimmung Deutschlands zur Rettung der Gemeinschaftswährung zu sichern.
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Der britische Finanzminister George Osborne fällt einmal mehr mit einem unerbetenen Kommentar zur Euro-Krise auf. Quelle: dpa

Der britische Finanzminister George Osborne fällt einmal mehr mit einem unerbetenen Kommentar zur Euro-Krise auf.

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LondonDer britische Finanzminister George Osborne sorgt mit unerbetenen Ratschlägen wieder einmal für böses Blut in der Eurokrise. Auf einer Veranstaltung der britischen Zeitung „Times“ dachte der Konservative laut darüber nach, ob ein Austritt Griechenlands aus dem Euro nicht der Preis sei, den die EU bezahlen müsse, um Deutschland endlich davon zu überzeugen, die Gemeinschaftswährung zu retten.

„Ich bin mir nicht sicher, ob die deutsche Regierung einen Austritt Griechenlands braucht, um der Öffentlichkeit zu erklären, warum sie gewisse Dinge wie eine Bankenunion oder Eurobonds einführen muss“, zitieren britische Medien den Finanzminister.

Osborne sorgte bereits in der vergangenen Woche für Verärgerung bei seinen kontinentaleuropäischen Kollegen, als er andeutete, dass die Briten ein Referendum über die Mitgliedschaft in der EU abhalten könnten, möglicherweise schon in der nächsten Legislaturperiode.

Osborne und sein  Premierminister David Cameron kämpfen seit Wochen mit der wachsenden antieuropäischen Stimmung in ihrer eigenen konservativen Partei. In der Eurokrise steckt die Londoner Regierung in einer Zwickmühle, auf der einen Seite ist sie dringend darauf angewiesen, dass ihr größter Handelspartner, die Währungsunion seine Probleme schnell löst. Ansonsten droht Großbritannien noch tiefer in die Rezession zu rutschen.

Auf der anderen Seite fürchten Cameron und Osborne, dass eine stärkere Integration der EU, die für die britische Wirtschaft so wichtige Finanzindustrie schädigt. Das Nein der Briten zum EU-Fiskalpakt sorgte Ende vergangenen Jahres für Empörung in Berlin und Paris.

Cameron stellte sich damals stur, weil seine Amtskollegen, die von ihm geforderten Sonderregelungen für die Londoner City ablehnten. Osborne hat in der vergangenen Woche unmissverständlich klar gemacht, dass es eine Bankenunion, das heißt eine EU weite Aufsicht über die Finanzbranche und eine gemeinsame Krisenprävention mit den Briten nicht geben wird.

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111 Kommentare zu "Euro-Krise: Britischer Finanzminister rät zur Schocktherapie für Deutschland"

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  • ++++ „Unglaublich!“ ++++

    ++++ „Aber Wahr!“ ++++

    ++ „Die Grünen Hassen Deutschland“ ++

    +++ „Sie haben Sticker gegen Deutschland drucken lassen!“ +++

    ++++ Wie „Perfide“ ++++

    >>>>>>ENTDECKT bei Welt online<<<<<<

    Welt online 13. Jun. 2012 18:26

    Grüne stolpern über ihren Anti-Patriotismus-Sticker

    Die Junge Union (JU) ist empört über einen Anti-Patriotismus-Aufkleber im Online-Shop der Grünen Jugend. "Es gibt viele Gründe, auf unser Vaterland stolz zu sein", erklärten die JU-Chefs.

    Die Grüne Jugend stößt eingefleischte Deutschland-Fans mit einem Anti-Patriotismus-Aufkleber vor den Kopf. Der Sticker habe schon zu Hass-Mails an die Geschäftsstelle geführt, erklärte eine Sprecherin

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article106583936/Gruene-stolpern-ueber-ihren-Anti-Patriotismus-Sticker.html

  • @barnie
    Ich bin vor ca. 10 Jahren in die Schweiz emigriert. Am einfachsten ist es, so war es bei uns, wenn ein Arbeitgeber bereits vorhanden ist, der die B-Bewilligung für die Aufnahme einer Tätigkeit in der Schweiz beantragt. Da es keine Kontingentierung für EU-Bürger gibt, sollte es ohne Schwiergkeiten abgehen. Blogs sind mir keine bekannt.

    Viel Erfolg für Sie und Ihre Familie.



  • Sind in England die Krankenhäuser immer noch so schmutzig... oder hat sich wenigstens da was geändert?
    .
    Den Blödsinn mancher Politiker zu kommentieren, rentiert sich nur bei qualititativen Inhalten, der Herr aus GB ist eher für leere Worthülsen bekannt, eben ein typisscher Politiker wie wir sie leider auch in Deutscvhland durchfüttern müssen... vor allem in Brüssel(!) dahin wird ja bekanntlich abgeschoben, was in Deutschland nur "stört" oder "unangenehm" (Hohlmeier) aufgefallen ist!

  • Geld abheben nützt gar nichts, die EZB druckt einfach neues Geld nach; es passiert gar nichts.

  • Es gibt da noch eine zweite Theorie wie es zu dieser Finanzkrise kommen konnte: Es waren vor allem konservative Egomanen die den Hals nicht voll kriegen konnten. Dieses systematisches, antisoziales Verhalten der Elite muss im Endeffekt zur Krise führen. Das erklärt auch warum diese Individuen ihr eigene Unvermögen in entsprechende Gesetze gegen die eigenen Bevölkerung zementieren. Ein Ablenkungsmanöver. Eine Gesellschaft kann sie unproduktive Leute einfach nicht lange leisten, besonders wenn sie aus der Oberschicht kommen.

  • Die Schweizer (Schweiz, mein Idealbild einer Demokratie), sind nicht nur was Einkommensteuer angeht, wesentlich Bürger freundlicher, sondern auch was andere Steuern betrifft.
    So habe ich in der Schweiz eine Mehrwertsteuer von lediglich 8 %. Schweinereien wie Abgeltungssteuer gibt es ebenfalls nicht.
    Hallo Taxpayer ich trage mich mit dem Gedanken in die Schweiz auszuwandern, da ich in Deutschland unter einer EU-DIKTATUR keine Zukunftsperspektiven sehe. Bin auch nicht mehr bereit mir mein Leben und die Zukunft meiner Kinder, von unfähigen Figuren wie schäuble und merkel zerstören zu lassen. Daher die Frage: Gibt es eine Möglichkeit (Blog etc. ), wo wir uns regelmässig austauschen könnten ? Wäre über eine Antwort sehr erfreut.

  • Laßt die Briten draußen: sie haben in der Geschichte immer schon versucht, die europäischen Staaten ("the Continent")mit ihrer Doktrin der "balance of powers" gegeneinander auszuspielen. Maggie Thatcher hat, als noch Einstimmigkeit der Beschlüsse notwendig war, Europa schamlos erpreßt und pro Jahr 2,7 Milliarden Ersparnis an Beiträgen für Europa zugunsten von GB herausgeholt. Sollen sie ihre Finanzindu-strie schützen und ihre Probleme behalten. Hätten wir uns in Bezug auf Griechenland rechtzeitig ebenfalls this very British thinking zu eigen gemacht, stände es heute und vor allem in Zukunft um die Sicherheit unserer Finanzen besser.

  • @ taxpayer

    Lt. Wikipedia zitiere:

    "Die Einkünfte in Deutschland hatten sich von 1975 bis 1989 verdoppelt, während der Eckwert von 130.020 DM (66.480 €), bei dem der Spitzensteuersatz von 56 % zu wirken begann, GLEICH geblieben war. Dies bedeutete, dass immer mehr Steuerpflichtige in einen höheren Steuersatz „hineinwuchsen“. Ab 1990 wurde diese Situation durch Änderung der Tarifverläufe etwas gemildert.
    Von 1999 bis 2005 wurden die Einkommensteuersätze unter der Regierung Schröder/Fischer stark gesenkt (siehe nebenstehende Bilder). Unter der Regierung Merkel/Steinmeier wurden diese Steuersätze bis 2008 für zu versteuernde Jahreseinkommen unter 250.000 Euro beibehalten. Für 2009 und 2010 wurde der Tarifverlauf so geändert, dass damit der kalten Progression LEICHT entgegengewirkt wird. Dies erfolgte durch Senkung des Eingangssteuersatzes auf 14 % und eine leichte Erhöhung des Grundfreibetrages auf 8.004 Euro und der oberen Eckwerte auf 52.881 Euro bzw. 250.730 Euro (Tarif 2010). Eine automatische Anpassung an die Inflationsrate gibt es NICHT.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kalte_Progression

  • @Barnie Ich kann Ihren Frust gut verstehen. Ich zahle meine fällige Steuer an die Gemeinde, Kanton und den Schweizer Bund. Soll heissen ich habe mich aus den Einzugsbereich bundesdeutscher Steuern genommen.

    In der Schweiz wird regelmässig die Bemessungsgrundlage inflationsbereinigt und so gegen die Kalte Progression vorgegangen.Ich kann mich nicht erinnern das der deutsche Staat diese Selbstverständlichkeit(in anderen Ländern durchaus usus) in den letzten 40 Jahren unternommen hat. Gerne lasse mich aber anderweitig informieren.

    Findet sich vielleicht ein Mitarbeiter des deutschen Finanzministeriums und würde uns informieren wie oft in Deutschland in den letzten 4O Jahren die Kalte Progression durch eine Erhöhung der Bemessungsgrundlage Einkommenssteuer bekämpft wurde!

  • Man sollte die Briten endlich aus de EU raus werfen. Sie waren schon immer Kontraproduktiv und eigendlich gegen eine EU.

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