Euro-Krise EU gibt Milliarden-Hilfe für Spaniens Banken frei

Bis zu 100 Milliarden Euro kann Spanien für die Rettung seiner Banken bei den Euro-Partnern abrufen. Die EU-Kommission gab jetzt grünes Licht - doch ganz so viele Milliarden werden vorerst nicht benötigt.
Update: 20.12.2012 - 13:26 Uhr 9 Kommentare
Bankfiliale in Valencia. Quelle: dapd

Bankfiliale in Valencia.

(Foto: dapd)

Spanien bekommt zur Rettung seiner Banken insgesamt 39 Milliarden Euro von den Euro-Partnern. Diese Summe hat EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia am Donnerstag in Brüssel genannt.

Der Betrag liege deutlich niedriger als die 100 Milliarden Euro, die die Euro-Partner Madrid im Juli als Sonderprogramm für Krisenbanken zugesagt hatten. Die spanische Regierung hatte zuletzt von 40 Milliarden Euro gesprochen.

Die Hilfe stand unter dem Vorbehalt der Erlaubnis durch die Wettbewerbshüter der EU-Kommission. Diese haben nun für eine weitere Gruppe von vier spanischen Geldhäusern Notkredite der Euro-Partner von knapp 1,9 Milliarden Euro genehmigt.

Der geplante Umbau der vier Institute mit staatlichen Beihilfen sei mit dem EU-Recht vereinbar, teilten die obersten Wettbewerbshüter Europas in Brüssel mit. Dabei geht es um die vier Institute Liberbank, Caja3, Banco Mare Nostrum (BMN) und Banco CEISS.

Bereits Ende November hatte die EU-Kommission die Euro-Rettungsaktion für die großen Institute Spaniens, darunter Bankia, genehmigt. Spanien musste seine maroden Institute mit Milliarden vor der Pleite retten und bekommt dafür Notkredite aus dem Euro-Rettungsfonds.

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9 Kommentare zu "Euro-Krise: EU gibt Milliarden-Hilfe für Spaniens Banken frei"

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  • @Wegweiser

    Sehe ich auch so. Bloß bin ich mir bei den deutschen Politikern nicht mehr sicher, ob es "nur" ein politisches Projekt ist. Mittlerweile wird es mit einem Fanatismus bis zur Selbstaufgabe verfolgt, dass es sich eher um ein religiöses Projekt handelt, ein Goldenes Kalb dessen überleben über das Leben der Menschen in Deutschland gestellt wird und somit werden unsere Politiker zur Gefahr.

    Schäuble ist ein Fanatiker wie Hitler und es ist nie gut, wenn solche Leute an der Macht sind.

  • Das ist ein Artikel einer Nachrichtenagentur (dapd, dpa usw.) zur "Meinungsmache" bzw. Meinungsdiktatur. Da entscheidet auch die Regierung und auch Brüssel was da rein kommt und was nicht und was weggelassen wird. Die Zeitungen kopieren den Schrott nur. Geprüft oder nachgefragt wird da garnichts. copy&pase, das wars.

  • Frau Merkle und Herr Schäuble sind dabei unsere Vermögen zu
    vergeuden an korrupte Banken und Staaten.Wer diese Partei wählt hat nichts besseres verdient.

  • Klar, mit den Banken werden ja auch die Vermögenswerte unserer Eliten geschützt. Und um die geht es in erster Linie. Die dürfen unter keinen Umständen gefährdet werden. Das Ausbeuten macht einfach keinen Spass mehr, wenn die Beute nicht mehr sicher ist.

  • Sehr guter Kommentar! So ist es und nicht anders!

  • "Die Banken ins Spanien bekommen 39 Mrd EUR ..."
    ... geschenkt ??
    ... als Notkredit ??
    ... als nachrangiges Darlehen ??
    ... als besichertes Darlehen ??
    ... als Eigenkapital ??
    ... als EK gegen Übernahme der Aktienmehrheit ??

    Merkt denn niemand, dass die wichtigste Frage hier nicht beantwortet wird. Die Aufgabe einer Wirtschaftszeitung sollte es sein, diese Fragen zu klären, notfalls durch Rückfrage in Brüssel.

    So ist der Artikel getrost in die Kategorie "EU wirft weitere Nebelkerze und die Medien drucke ees kommetarlos ab" einzuordnen... denn: keiner weiß was, aber jeder redet mit

  • Bankenfaschismus in Reinform.
    Heil Draghi,
    Heil Merkel, du korruptes Etwas.

  • Die Eurozone steckt in einer nachhaltigen und systemischen Dauerkrise. Viele Euroländer sind innerhalb dieser Währungsunion nicht mehr eigenständig existenz- und überlebensfähig und bedürfen der permanenten Drittmittelzuführung von anderen Eurostaaten. Die Geld- und Währungspolitik der EZB richtet sich nur noch an dem bedingungslosem Erhalt dieser Währungsunion aus.

    Über LTRO wurden die Banken wieder zu neuem Leben erweckt und diese haben in der Südzone ihre eigenen Staatsanleihen aufgekauft. Der EFSF muss jetzt noch mit seinen ausleihefähigen Restmitteln auch noch Banken rekapitalisieren, deren tatsächlicher und wirklicher Finanz- und Abschreibungsbedarf unbekannt ist. Zypern und Slowenien stehen als weitere Rettungskandidaten bereit. Eine Bankenunion mit einer gemeinsamen Haftungs- und Einlagesicherung ist in Planung.

    Diese Währungsunion hat alle ihre vertraglichen, rechtlichen, politischen und ökonomischen Grundlagen verloren, Haftungsvergemeinschaftlichungen, Monetarisierungen und Sozialisierungen von Fremdschulden und von Fremdrisiken gehören zum europäischen Alltag.

    Unsere eigenen Risiken wachsen von Tag zu Tag, die deutsche Politik jedoch weigert sich standhaft, diese Fehlentwicklung als solche zu erkennen und dies auch öffentlich zu benennen. Der Euro war und der Euro ist ein rein politisches Projekt, die ökonomischen Folgen jedoch können heute schon als katastrophal bezeichnet werden.

  • ... für die Unterstützung muß es richtig heißen, nicht Rettung verdmmt noch mal - die BANKEN in Spanien sind nicht mehr zu retten wann kapiert ihr dies endlich???

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