Euro-Krise
Griechenland übernimmt die EU-Ratpräsidentschaft

Durch jahrelangen Betrug löste Griechenland die Euro-Krise aus. Nun soll es als politisches Vorbild dienen: Ab Januar wird Griechenland die EU-Ratspräsidentschaft führen. Die Griechen wollen durch Sparen glänzen
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BerlinNun also Griechenland. Das höchstverschuldete Land der EU und Epizentrum der Euro-Krise, mit Milliardenkrediten vor dem Staatsbankrott bewahrt, lange Jahre reformunfähig und in praktisch allen Wirtschafts- und Arbeitsmarktstatistiken vom Rest Europas abgehängt - ausgerechnet Griechenland soll ab Januar die EU-Ratspräsidentschaft führen und als politisches Vorbild dienen?

„Ich weiß, es gibt Zweifel, ob wir die Präsidentschaft ausfüllen können“, räumte der griechische Vize-Außenminister Dimitris Kourkoulas kürzlich im Interview mit der „Welt am Sonntag“ ein. Der Karrierediplomat hat in Deutschland studiert und kennt die Stimmungslage im einflussreichsten EU-Mitgliedstaat, wo die „Pleite-Griechen“ zum geflügelten Wort geworden sind und eine Kanzlerin im Bundestagswahlkampf erklärte, Griechenland hätte nie in den Euroraum aufgenommen werden dürfen.

Kourkoulas koordiniert die Übernahme des halbjährlich rotierenden Ratsvorsitzes von Litauen, das den Staffelstab zum Jahresende abgibt. Seit Wochen bereitet er ein Team aus 170 Mitarbeitern darauf vor, die Kammer der Mitgliedstaaten in Brüssel zu führen, zwischen nationalen Interessen zu vermitteln, Kompromisse auszuloten mit Europaparlament und EU-Kommission. „Wir wollen ehrlicher Makler sein und für sechs Monate unsere nationalen Interessen vergessen“, sagte Kourkoulas der „WamS“.

Seine wegen strikter Sparvorgaben eingedampfte Rumpftruppe - Polens Ratspräsidentschaft beschäftigte 2011 doppelt so viele Mitarbeiter - hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt. Sie will möglichst viele laufende Gesetzgebungsverfahren abschließen, bevor im April das EU-Parlament in die Europawahlpause geht.

An Baustellen mangelt es nicht: Zuvorderst soll die Reform der Währungsunion vorangetrieben und die Bankenunion vollendet werden, jene Trias aus Bankenaufsicht, Abwicklungsfonds und Einlagensicherung, gegen deren angestrebten Zuschnitt etliche Parlamentarier rebellieren. Kommenden Monat rückt auch das umstrittene Freihandelsabkommen mit der USA wieder auf die Agenda, Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze gehören ohnehin zum Pflichtprogramm jeder Ratspräsidentschaft.

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  • Wenn man den Bock zum Gärtner macht.....!

  • Griechenland hat es bald in der Hand. Endlich gleiche Verhältnisse im ganzen EU-Land.

    Es bleibt lediglich die Frage über, welches Land setzt den Maßstab. Bei allem Überlegen scheint es nicht so zu sein, dass Deutschland sondern eher das Land zu sein, das die Regentschaft übernimmt.

    Vielleicht werden auch die Steuerbehörden gänzlich abgeschafft oder zumindest in ihrer Durchsetzungsfähigkeit zurecht gestutzt.

    Vielleicht wird es Deutschland auch untersagt weiterhin Hehlerware, Steuer-CDs aus der Schweiz anzukaufen? Das macht nicht einmal Griechenland!

    Vielleicht erhalten alle Bundesbürger einen Zweitjob, ein Zusatzeinkommen, als Beamter? Ansätze es Griechenland gleichzutun gibt es genüge.

    Sehen wir das Ganze nicht zu skeptisch. Die Deutschen haben alsdann die Möglichkeit zum Durchschnittsvermögen der Griechen aufzuschließen. Oder doch nicht?

  • Klasse!

    Biedermann und Brandstifter.
    Der deutsche Michel schaut zu und freut sich über seine
    kindergartenartige Euro- und Europa-Korrektheit.

    "Wir sind die Guten", die GroKo mit Frau Merkel strebt nach
    einem Sozialismus-"Light" fränzösischer Ausprägung. Der (noch) stärkere und vernünftige Wirtschaftsraum Europas
    wird leider der nur noch aufgeblasen wirkenden "Grande Na-
    tion" angepaßt!

    Leider keine guten Aussichten für die Zukunft.
    Der Abstieg "Europas" und damit auch unserer schreitet vo-
    ran.
    Die Chinesen, die Amerikaner trinken Reisschnaps und Whis-
    key und grinsen!

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