Euro-Krise

Großbritannien will nicht helfen

Der britische Premierminister warnt vor den Risiken der Schuldenkrise. Die Gefahren seien so schwerwiegend wie 2008. Für schwächelnde EU-Staaten will Großbritannien aber nicht aufkommen.
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Der britische Premierminister warnt vor den Risiken der Schuldenkrise. Quelle: Reuters

Der britische Premierminister warnt vor den Risiken der Schuldenkrise.

(Foto: Reuters)

ManchesterDer britische Premierminister David Cameron hat vor den Gefahren der andauernden Schuldenkrise in Europa gewarnt. „Die Gefahr für die Weltwirtschaft und Großbritannien ist heute genauso groß wie im Jahr 2008, als sich die Weltwirtschaftskrise abzeichnete“, sagte Cameron am Mittwoch bei einer Rede auf dem Parteitag der Konservativen in Manchester.

„Die Eurozone steckt in der Krise, die französische und deutsche Wirtschaft ist zum Stillstand gekommen, sogar das mächtige Amerika muss sich Fragen nach seinen Schulden stellen“, sagte Cameron. „Solange ich Premierminister bin, werden wir niemals dem Euro beitreten und wir werden uns nicht in unendliche Finanzhilfen für Länder in der Eurozone hineinziehen lassen“, versprach Cameron seinen Parteigenossen.

Die Briten sollten sich angesichts der Wirtschaftskrise nicht von Schwarzmalerei und Angst lähmen lassen, ein harter Sparkurs sei jedoch unumgänglich und nur wirksam, wenn an ihm festgehalten werde. Die Einschnitte bei öffentlichen Ausgaben und Entlassungen im öffentlichen Dienst würden das Land schließlich zurück zum Wohlstand führen.

Das Wirtschaftswachstum Großbritanniens lag im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorquartal bei 0,1 Prozent, wie die britische Statistikbehörde am Mittwoch mitteilte.

  • dapd
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22 Kommentare zu "Euro-Krise: Großbritannien will nicht helfen"

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  • Na toll!! Wozu braucht die EU eigentlich die Briten?? Sollen sie doch von sich aus austreten.Dann hätten wir endlich eine solidarische europäische Gemeinschaft, die nicht dem chauvinistischen Gehabe der Briten ausgeliefert ist: Rule britania, rule the world.Ihr Einfluß ist doch sowieso nur noch rudimentär. Gott sei Dank!

  • @Moselorakel
    Mal ein bisschen besser informieren, UK hat seit 2006 die sogennante Stamp duty reserve tax (SDRT),und bringt Jaehrlich 5.1 Mrd Pfund.
    Zum anderen ist Cameron der einzige in den Industrienationen, welcher das radikale Sparen eingefuehrt hat. Vor allem in unsinnigen Sozialbereichen und Beamten, z.b. Kein First Travel mehr fuer Beamte oder Streichung des Kindergelds fuer besser verdiene.
    Gruss aus London

  • Die Briten haben Recht. Warum sollte sie der Euro kuemmern? Sie hatten ihn bewusst immer gemieden. Warum sollten sie jetzt fuer die Fehler anderer bezahlen???

  • Zitat."Zeit zum Handeln!"

    Aber was willst Du tun? Willst du der Mafia in den Südländern neuen Auftrieb geben? Es ist nicht so einfach.

  • Kommunismus? Nein, China hat eine Diktatur der Elite, ähnlich dem 3. Reich.

  • Naja...die Briten.....Finanzplatz Nr.1 in Europa....kann man verstehen.....Industrieproduktion auf dem Stand von 1974...bin mal durchs Haus getigert und nach was gesucht was dort her kommt...nur Whisky gefunden. Das sagt doch schon alles. Denen geht doch der Arsch auf Grundeis wenn die ganze Kacke zusammenbricht. Gegen die Transaktionssteuer....gegen Bankenregulierung usw. eigentlich müssten die doch daran interssiert sein das der "Schneeball" weiterläuft. Ich werde das Gefühl nicht los das da Leute am Werk sind die das Ganze gegen die Wand fahren wollen. Ich meine jetzt weltweit. Die Chinesen werden zu stark...die Inder auch. Und nach einem Reset!?! Wer bleibt als letzte "Supermacht" über?...Stimmt....Die Amis. Noch militärisch überlegen. Und wenn es in den Schwellenlänern zum Kollaps kommt....arabischer Frühling im Reich der Mitte...Und der ganze schöne Devisenschatz ist nix mehr wert.
    Zitat Heinz Becker: "Der Mensch denkt, und der Amerikaner lenkt"

  • Ja, aber...Deutschland darf nicht vom Stiefellecker zum General mutieren. Also nicht von 0 auf 1 umschalten. Es muss wie England eine eigene Position haben und bereit sein zu helfen, wenn es sinnvoll ist.

  • Ich war vor kurzem in Shanghai für eine längere Zeit da kann es gut sein dass man sich in so einer kleinen Stadt schon mal begegnet ist, aber Spaß beseite. Es ist auch eine Ansichtssache ob man den vergrößerten Einfluss von China als Bedrohung oder aber als eine weitere Stütze im wirtschaftlichen System sieht oder ein Teil vom beidem. China wird auch nicht bis ins unendliche wachsen mit einer verträglichen aber doch hohen Inflation und bei der Entstehung einiger Blasen die momentan entstehen sehe das auch nicht für möglich, aber China hat ein bedeutenden Vorteil gegenüber anderen westlichen Staaten und das ist der Kommunismus. Ich bin zwar ein Verfechter der Demokratie aber man sieht grade jetzt was für Schwächen sie im wirtschaftlichen Bereich haben. Ich sehe mittelfristig und langfristig nicht eine dominierende Macht sondern eher eine Wirtschaftsstaaten die sich auf Augenhöhe wiederfinden auch wenn man den Euro jetzt als Totgeburt verschreit und die USA als langsamen wankenden Riesen beschreibt glaube ich doch das sich das alles konsolidieren wird. Vom Management hängt das jetzt ab ob es ein mittelfristiger Weg oder aber ein langfristiger Weg ist

  • korrekt.

  • Gerade die Briten werden vom Bankenunwesen maltretiert. Cameron weiß aber, daß EUROland vollkommen out ist und damit "kein Blumentopf" zu gewinnen ist: Ein guter Maßstab dafür, wie Merkel & Co. uns belügen. Zeit zum Handeln!

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