Euro-Krise
Italiens Regierungschef wirbt für Sparkurs

Es ist seine wohl schwerste Aufgabe: Monti will Italiens Wirtschaft wieder wettbewerbsfähig machen. Dafür braucht er die Unterstützung der Abgeordneten und wirbt jetzt mit klaren Worten für den harten Sparkurs.
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RomVor dem Beginn der Parlamentsdebatte über das geplante Sparpaket hat Italiens Regierungschef Mario Monti vor Abgeordneten um Unterstützung geworben. Das milliardenschwere Programm zum Kampf gegen die Schuldenkrise sei eine „Intervention, um Italien zu retten“, sagte Monti am Dienstagabend vor dem Haushalts- und Finanzausschuss des Parlaments.

Italien befinde sich in einem „wirtschaftlichen Notstand“. Montis Kabinett hatte Anfang Dezember ein Sparpaket von 20 Milliarden Euro beschlossen. Vorgesehen sind unter anderem eine Erhöhung der Immobiliensteuer, die Einführung einer Luxussteuer, Maßnahmen gegen Steuerflucht und eine Anhebung des Renteneintrittsalters.

Gleichzeitig soll die Wirtschaft durch ein Konjunkturprogramm im Volumen von 10 Milliarden Euro gestärkt werden. Das italienische Unterhaus berät ab Mittwoch über die Maßnahmen. Es wird erwartet, dass die Abgeordneten noch in dieser Woche darüber abstimmen. Im Oberhaus wird mit einer Abstimmung für nächste Woche gerechnet.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Es gilt in Italien als "in" ausländische Produkte zu erwerben.
    Ob Autos aus Deutschland oder Fernseher aus Japan, alles bloß nicht italienisch, sonst gilt man als nicht Fachmann oder Kenner. Sogar Roller kommen heute aus Japan oder Süd-Korea, obwohl Piaggio ist in dem Rest der Welt immer noch das Maß aller Dinge ist.
    Nur für Lebensmitteln, da sind sich die Italiener treu geblieben.
    Ein Bisschen mehr Chauvinismus, liebe Italiener, würde nicht schaden.
    Es gäbe auch dadurch weniger Arbeitslose also mehr Steuereinnahmen, ergo weniger Schulden.
    Das wäre schon ein Schritt in die richtige Richtung und dieser Schritt würde gar nicht kosten!

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