Euro-Krise
IWF glaubt weiter an Griechenlands Sanierung

Der IWF stützt Griechenland weiter - zumindest verbal. Anders die Europäische Zentralbank: Sie rüffelt Griechenlands Zögerlichkeit mit klaren Worten - der Ton wird rauer.
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New York/Athen/BerlinDer Internationale Währungsfonds (IWF) hat einen „Spiegel“-Bericht zurückgewiesen, wonach Griechenland alle seine Sparziele verfehlt haben soll. „Die jüngsten Medienberichte, die sich auf die Ergebnisse der Prüfdelegation berufen, sind falsch“, erklärte eine Sprecherin des IWF am Sonntag. Die Beratungen mit den griechischen Behörden dauerten an und machten gute Fortschritte. Der IWF rechne damit, dass die Gespräche bald abgeschlossen werden könnten, fügte die Sprecherin hinzu. Zuvor hatte bereits die griechische Regierung den Bericht dementiert.

Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ hatte berichtet, die Experten von Europäischer Zentralbank (EZB), IWF und der EU-Kommission hätten bei ihrer turnusmäßigen Kontrolle festgestellt, dass das von einer Staatspleite bedrohte Land alle im Zusammenhang mit den Finanzhilfen vereinbarten Haushaltsziele verfehlt habe. Eine Delegation von EU, EZB und IWF überprüft derzeit, ob Griechenland die Bedingungen für die Auszahlung der nächsten Kredittranche aus dem im vergangenen Jahr beschlossenen Rettungspaket über insgesamt 110 Milliarden Euro erfüllt.

Erst am Samstag war bekannt geworden, dass die EZB mit den Sparanstrengungen der Griechen bislang nicht zufrieden ist. EZB-Volkswirt Stark forderte von Griechenland, den Sanierungskurs konsequenter umzusetzen. Durch den Verkauf von Immobilien oder Unternehmen könne das Land bis zu 300 Mrd. Euro einnehmen.

„Die griechische Regierung hält Anteile an börsennotierten Unternehmen, sie besitzt Immobilien“, sagte EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark der „Welt am Sonntag.“ Experten schätzten das Verkaufspotenzial auf bis zu 300 Milliarden Euro, sagte Stark. „Ein Teil dieser Werte muss mobilisiert werden, um den Schuldenstand zu senken.“ Bisher würden mit dem Privatisierungsprogramm 50 Milliarden Euro bis 2015 angestrebt. „Man sollte hier ehrgeiziger sein“, forderte Stark. 

Zudem bewirkten Privatisierungen mehr Effizienz in der gesamten Volkswirtschaft, betonte der EZB-Banker mit Blick auf Griechenlands Staatsbeteiligungen. Griechenland habe über Jahrzehnte eine falsche Wirtschaftspolitik betrieben und zuletzt über seine Verhältnisse gelebt. „Eine Kehrtwende ist unausweichlich und schmerzhaft.“ 

Stark attestierte der Athener Regierung erste Fortschritte bei der Umsetzung des Sanierungsprogramms, das EU und IWF zur Bedingung für Hilfen gemacht hatten. „Aber es bedarf einer Intensivierung der Anstrengungen.“ Griechenland sei kein Fass ohne Boden. Voraussetzung sei aber, dass die notwendigen Maßnahmen auf griechischer Seite umgesetzt würden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Die EU hat Griechenland auf dem Schoß und will das Baby auch bleiben. Nebenbei wird die EU mit Volksaufständen in Griechenland erpresst, sparen ist nicht durchsetzbar.

    Tja EU, schöne Zwickmühle, es wurden Begehrlichkeiten in Griechenland geweckt, die nicht mehr hergegeben werden. Das griechische Volk hat nichts zu verlieren und wird rebellieren bis zum Untergang. Oder wir füttern sie durch bis zum Sant-Nimmerleins-Tag.

  • Die EU hat Griechenland auf dem Schoß und will das Baby auch bleiben. Nebenbei wird die EU mit Volksaufständen in Griechenland erpresst, sparen ist nicht durchsetzbar.

    Tja EU, schöne Zwickmühle, es wurden Begehrlichkeiten in Griechenland geweckt, die nicht mehr hergegeben werden. Das griechische Volk hat nichts zu verlieren und wird rebellieren bis zum Untergang. Oder wir füttern sie durch bis zum Sant-Nimmerleins-Tag.

  • man sieht, welche währungen gewinnen - nur die harten:
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