Euro-Krise: Rettungspaket 2.0 für Griechen verzögert sich

Euro-Krise
Rettungspaket 2.0 für Griechen verzögert sich

Am Mittwoch will Angela Merkel in den Koalitionsfraktionen ihren Masterplan für Griechenland vorstellen. Doch nicht nur im Bundestag, auch in Brüssel wächst der Widerstand gegen neue Finanzspritzen für die Hellenen.
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BerlinDie Regierungschefs der Eurozone entscheiden wahrscheinlich später als geplant über das zweite Hilfspaket für Griechenland. Es gebe derart viele ungelöste Probleme, dass die Finanzminister das neue Kreditpaket voraussichtlich doch noch nicht am 20. Juni beschließen könnten, sagte ein hochrangiger EU-Beamter dem Handelsblatt.

So stoße die geplante Finanzierung des neuen Kreditpakets aus dem Euro-Rettungsfonds EFSF auf unerwartet große Schwierigkeiten im Euro-Staat Slowakei. Das Land ist an den laufenden bilateralen Krediten der Eurozone für Griechenland in Höhe von insgesamt 110 Milliarden Euro nicht beteiligt.

Falls das neue Kreditprogramm auf den EFSF übertragen wird, wäre die Slowakei künftig dabei. Deshalb weigere sich die Regierung in Bratislawa, Kredite für Griechenland über den EFSF laufen zu lassen. Deutschland besteht seinerseits darauf, den EFSF dafür zu nutzen. Denn dann bliebe der Bundesregierung die heikle Abstimmung im Bundestag über das nächste Hilfspaket für Griechenland erspart.

Widerstand gibt es auch aus Großbritannien. Das neue Kreditpaket soll nämlich nicht nur aus dem Euro-Rettungsfonds EFSF finanziert werden. Auch die verbliebenen Mittel von elf Milliarden Euro im EFSM-Fonds der EU-Kommission sollen dafür mobilisiert werden. Für den EFSM-Fonds stehen alle 27 EU-Staaten gerade, also auch Länder außerhalb der Eurozone wie Großbritannien.

Die Regierung in London will den EFSM-Topf aber nicht für Griechenland leermachen. Die Ende Juni anstehende Kredittranche für Griechenland werde auch dann ausbezahlt, wenn das neue Hilfspaket für Hellas für dahin noch nicht stehe, hieß es weiter in Brüssel.

Der IWF sei mittlerweile bereit, seinen Anteil in Höhe von 3,3 Milliarden Euro auf jeden Fall zu zahlen. Voraussetzung dafür sei nur, dass Regierung und Parlament in Athen die versprochenen zusätzlichen Sparmaßnahmen und Privatisierungen verabredungsgemäß beschließen.

Auch im deutschen Bundestag wächst die Opposition: SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgefordert, an diesem Freitag eine Regierungserklärung zu den weiteren Griechenland-Hilfen und zum Euro im Bundestag abzugeben.

Er hoffe, die Koalition wisse, dass sie für dieses Paket eine eigene Mehrheit brauchen, sagte Steinmeier am Montag vor einer SPD-Fraktionssitzung in Berlin. Der sich abzeichnende erhebliche Widerstand in der Union deute darauf hin, dass viele offenbar nicht mehr bereit seien, die notwendige europäische Solidarität mitzutragen.

Kommentare zu " Euro-Krise: Rettungspaket 2.0 für Griechen verzögert sich"

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  • Ich teile Ihre Ansicht, daß wir es mit einem Räuberstaat zu tun haben, der von einer international aufgestellten Clique in Besitz genommen wurde und die sich damit jeglicher Verantwortung entzogen hat. So lange sich die Betroffenen nicht solidarisieren und organisieren, haben sie dem nichts entgegenzusetzen udn werden weiter "abgebürstet", Jammern reicht nicht und es hilft auch nicht.


    >> Anti EURO-Protest Sa1200 << siehe Google!

  • Andere Staaten drohen mit Krieg oder versuchen, solche Leute mit Fernlenkwaffen auszuschalten, wegen geringerer Vorhaben und Ansichten!

  • Den Deutschen ist am 8. Mai 1945 der Stolz ganz offiziell für alle Zeiten aberkannt worden. Die Deutschen halten sich auch daran, mangels ausreichenden Geschichtswissens und entsprechendem fehlenden Bildungsauftrages der älteren für die die jüngenen Generationen. Die Zeiten zwischen 1871 und 1918 und zwischen 1933 und 1945 waren zu kurz, als daß sich die Deutschen stabile gemeinsame Werte, Interessen und unumstößliche nationale Positionen aneignen und verinnerlichen konnten, die sie über ihren Fleiß, Erfindungsreichtum und ihrer (trügerischen) Sehnsucht, von anderen auf Grund ihrer Zuverlässigkeit und Integrität anerkannt zu werden besitzen. Das reicht eben nicht, um den geistigen und materiellen Auseinandersetzungen gewachsen zu sein, wenn man Mitglied in einer "Gemeinschaft" ist, in der Vereinnahmung, Bevormundung, Manipulation, Rechthaberei, Hinterlist, Herabwürdigung anderer, Betrug und nationaler Egoismus - und eben auch der offen oder versteckte Gebrauch der "Nazikeule" gegenüber Deutschland - zu den traditionellen Triebkräften und Instrumentarien gehören, mit denen man sich seinen Platz in der "Gemeinschaft" erarbeitet und sich behauptet. In Giechenland ist man stolz darauf, schon lange (üner 5000 Jahre) sich mit solchen Mitteln und Grundhaltungen (wie beschrieben) gegenüber anderen Völkern behauptet zu haben und ohne übermäßigem Fleiß oder anderen Formen der Redlichkeit und Ehrlichkeit die Zeiten zu überstehen.

    Alle sin allem Gründe genug, eine solche "Saubande" zu verlassen und nach neuen intergeren Partnern Ausschau zu halten, die es ohne Zweifel gibt un die auf ein Zeichen aus Deutschalnd warten!

  • "Notwendige europäische Solidarität" - Herr Steinmeier ?? Wissen Sie überhaupt, dass eine Verkäuferin in Deutschland ihren Kleinwagen nicht mehr volltanken kann, da in den erforderlichen 60 Euro fast 40 Euro Abgaben stecken, die zum Beispiel in die griechische Kurruption verblasen werden ? Die Bundestagsabgeordneten verdienen zu viel !! Wie Herr Steinmeier, wissen sie überhaupt nichts von den Finanznöten in unserer Bevölkerung. Die Berliner Abgeordneten müssen allesamt weg und durch Leute ersetzt werden, die unser Volksvermögen nicht sinnlos verschleudern.

  • Ich habe das Gefühl, dass die Luft so langsam raus ist aus der EUdSSR. Trichet´s peinlicher Auftritt bei der Karlspreisverleihung spricht Bände. Erstens sah er aus, als hat er zuvor einen Geist gesehen und zweitens ist es schon ein starkes Stück, für den Erhalt der Fehlkonstruktion "Eurozone" eine Diktatur und die Abschaffung der Demokratien zu fordern! Der Mann gehört in die Verrücktenanstalt (wegen beider Punkte)!

  • Die Antreiber sind inzwischen Getriebene und es ist im Sinne der historischen Gerechtigkeit zu hoffen, daß sie auch entsprechend zur persönlichen Verantwortung gezogen werden!

  • Wenn Sie recht hätten, könnte die Welt von Staatsbankrotten bestens leben, niemand würde sich mit etwas anderem lebensunterhaltlich beschäftigen!

  • Wer solchen "Geschäften" Vorschub leistet, wird im allgemeinen als "vollkommen dumm" eingestuft" - oder es muß Gründen geben, die im Bereich des Betruges und der Korruption anzusiedeln sind! Sie drücken es sehr freundlich aus!

  • Griechenland wird nur so lange in der "Eurozone" sein, wie es für die nützlich bzw. es Geld gibt. Sollten die Griechen erkennen, dass es ans rückzahlen geht, dann werden sie freiwillig gehen. Nur solange es nützt. Das hat offenbar sogar der dumme Juncker begriffen. So lange Geld über den illegalen Rettungsschirm fließt, obwohl keine Zusagen eingehalten werden, wird Griechenland drin bleiben (natürlich mit dem Versprechen sich zu bessern;-) Bis es irgendwann auch der blödeste Politiker merkt, aber das wird noch ein paar Milliarden dauern.

  • Die Unterscheide werden spätestens dann Makulatur, wenn der Schuldner in höchstem Maße als "unsolide" einzustufen ist und real ein "D"-Rating verdient, alles andere ist Gesundbeterei und hat nichts mit dem Schutz der deutsche Ineteressen und Staasfinazen zu tun! Ihre unqualifizierten Äußerungen hier häufen sichj signifikant, für die Wahrheitsfindung wäre es besser, Sie widmen sich ihrem konsumwütigen zweibeinigen jungen weiblichen Hohlkörper und setzen sich mit dem historisch-zeitlichen Bezügen und möglichen von Folgen monitärer Verträge auseinander, ehe Sie hier rumnebeln!

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