Euro-Krise
Spaniens Finanzministerin drängt auf schnelle Griechenland-Hilfe

Spaniens Finanzministerin Elena Salgado drängt auf schnelle Entscheidungen über neue Hilfen für Griechenland. Sie hält die Zahlungsunfähigkeit Griechenlands für nicht zu verkraften.
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BerlinSpaniens Finanzministerin Elena Salgado hält eine Pleite Griechenlands für hochgefährlich und drängt auf schnelle Entscheidungen über neue Hilfen für das Land. Wenn manche Fachleute sagten, eine Zahlungsunfähigkeit Griechenlands wäre zu verkraften, dann sei sie da „völlig gegenteiliger Meinung“, sagte sie der „Süddeutschen Zeitung“ vom Donnerstag. „Es muss alles getan werden, um so etwas zu vermeiden.“ Salgado warnte: „Wir reden nicht mehr über die Krise eines bestimmten Landes, sondern eher über eine systemische Krise.“ Der deutschen Regierung warf Salgado eine oft unklare Haltung vor. Wenn es darum gehe, zu helfen, sei Deutschland aber konstruktiv. Die von Deutschland geforderte Beteiligung des Privatsektors bei Griechenland sei „keine gute Idee“.

 Dass zuletzt die Risikoprämien für spanische und italienische Anleihen gestiegen seien, habe nichts mit den beiden Ländern zu tun. „In keinem der beiden Länder war etwas passiert.“ Grund seien allein die Instabilitäten an den Märkten wegen der vielen Fragezeichen um Griechenland. Beruhigt werden können die Märkte nach ihrer Auffassung mit raschen Entscheidungen über ein neues Hilfspaket für Griechenland. Die Antwort müsse „schnell, fest und klar“ sein.

Zur deutschen Rolle im Kampf gegen die Schuldenkrise sagte Salgado: „Das Verhalten Deutschlands bei den Treffen auf europäischer Ebene und das, was man mitunter in den Schlagzeilen liest, sind nicht immer deckungsgleich.“ Zur gerade von Deutschland geforderten Beteiligung der Banken an neuen Hilfen für Griechenland sagte sie, Spanien habe immer gesagt, dass man da sehr vorsichtig sein müsse. Die Debatte um diese Frage sei einer der Gründe für die Spannungen an den Märkten und müsse schnell geklärt werden.

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Euro-Krise: Spaniens Finanzministerin drängt auf schnelle Griechenland-Hilfe"

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  • Kompliment an`s Handelsblatt! Die Dame ist gut getroffen, ihr steht die Panik im Gesicht. Die Panik vor der eigenen Insolvenz natürlich.

    Der Euro ist für niemanden gut.

  • Es spielen momentan noch immer einige mit dem Feuer.
    Die derzeitige Linie wird in dem Ergebnis münden:
    "Nur der Krieg schafft Ordnung" Wenn Griechenland pleite geht brennt der Balkan, da die Türkei, Mazedonien und Albanien dies als Einladung sehen würden, dem am Boden liegenden Kandidaten den Rest zu geben. Und wahrscheinlich denken immer noch welche, aber was geht das uns an ? Wenn GR zusammen bricht, dann auch bald Spanien, Italien und Irland und Portugal sowieso. Und wenn die dann auch am Boden liegen, wie lange wird es dann in Deutschland dauern, bis die Pensionskassen, Lebensversicherer und Banken zusammenbrechen ? Und wie lange würde es dann dauern, bis die Problemlösungen nicht mehr in den Händen der Politker in Deutschland liegt, sondern mit Baseballschlägern und Molotowcocktails entschieden wird. Aber nur weiter so, bei Lehmann meinte man ja auch, man könne eine einzelne Bank pleite gehen lassen. Die Rettungspakete für Banken, die die Staatsschuldenkrise maßgeblich mitverursacht haben waren die Folge

  • Der Markt erwartet eine klare Haltung. Richtig! Richtig ist die Aufteilung der Euro-Zone in einen stabilitätsorientierten Kern-Euro und in einen weicheren Peripherie-Euro, der durch Abwertung den beteiligten Volswirtschaften wieder die benötigte Luft zum Atmen verschafft. Nach diesem reinigenden Gewitter, bei dem ohne Zweifel einige reichlich Federn lassen müssen, kann es auf einer gesundenden Basis weitergehen.
    Die Märkte wollen Klarheit. Man gebe ihnen dieses Signal.

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