Euro-Krise
Spekulationen über Umschuldung in Griechenland

Die Gerüchte über eine Umschuldung in Griechenland brechen nicht ab. Der griechische Parlamentspräsident bestreitet jedoch, dass dieser Schritt in Frage kommt.

Berlin/Brüssel Die Spekulationen über eine Umstrukturierung der Staatsschulden Griechenlands wollen trotz aller Dementis nicht verstummen. Mehrere Euro-Länder rechneten mit einem solchen Schritt, berichtete die „Financial Times Deutschland“ am Mittwoch. Es gebe wachsende Zweifel, dass Griechenland im kommenden Jahr wie geplant an den Kapitalmarkt zurückkehren und sich zumindest teilweise wieder selbst finanzieren könne. Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger forderte im „Deutschlandfunk“ eine schnelle Umschuldung in Griechenland und den anderen hoch verschuldeten Euro-Staaten. Die Schulden müssten auf ein tragbares Maß reduziert werden, um eine Ansteckung weiterer Länder wie Spanien zu vermeiden.

Die EU-Kommission und Vertreter von Euro-Ländern bestritten unterdessen, dass sich ein Schuldenschnitt in Griechenland anbahnt. „Uns sind solche Diskussionen nicht bekannt“, sagte der Sprecher von EU-Währungskommissar Olli Rehn in Brüssel. Die griechische Regierung erfülle das mit ihr ausgehandelte Sanierungsprogramm. Dadurch werde das Land seinen Haushalt in Ordnung bringen, wettbewerbsfähiger werden und das Vertrauen der Finanzmärkte zurückgewinnen. In Kreisen der Euro-Länder hieß es ebenfalls, es gebe derzeit weder Pläne noch Gespräche über einen Schuldenschnitt in Griechenland. „Diese Diskussion entbehrt jeder Logik, da eine baldige Umstrukturierung die deutschen Banken und den deutschen Steuerzahler treffen würde - das wäre keine gute Nachricht für Merkel in einem Wahljahr.“

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