Euro-Krise Draghi kritisiert die Politik

Der EZB-Präsident liest in Paris den Regierungen die Leviten, während IWF-Chefin Lagarde sich wegduckt. Die Französin sieht zwar Reformbedarf, aber nicht in Frankreich sondern in Spanien und Griechenland.  
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IWF-Chefin Christine Lagarde und EZB-Chef Mario Draghi. Quelle: AFP

IWF-Chefin Christine Lagarde und EZB-Chef Mario Draghi.

(Foto: AFP)

ParisIWF-Chefin Christine Lagarde und EZB-Präsident Mario Draghi sind verschiedene Charaktere. Sie haben wohl auch ein sehr unterschiedliches Rollenverständnis. Bei einer Konferenz des französischen Schtzamtes heute in Paris wurde deutlich, dass die beiden auch nicht dasselbe Format haben. Draghi verstand es mit Geschick und Eleganz, neben den europäischen Reformen vor allem auch die nationalen Hausaufgaben herauszustellen. Lagarde dagegen bemühte sich vor allem um eins: Nur ja nicht bei der französischen Regierung anzuecken.

Im Finanzministerium an der Seine, das sie ja selber lange geleitet hat, kam von Lagarde kein Wort zu der Notwendigkeit, dass Frankreich mehr für seine Wettbewerbsfähigkeit tun muss. Sie brachte es sogar fertig, ein langes Reformprogramm für die Eurozone vorzutragen, ohne auch nur einmal das Wort "Souveränitätsverzicht" in den Mund zu nehmen. Denn das hört die neue Regierung nicht gerne, worin sie den konservativen Vorgängern gleicht. In braver Übereinstimmung mit der Regierung sprach sich Lagarde dagegen für eine gemeinsame Einlagensicherung in der Eurozone und für Eurobonds aus. Reformen für mehr Wettbewerbsfähigkeit sprach sie zwar an, doch fielen dabei nur die Namen Spanien, Irland, Portugal, Griechenland. Die hätten schon einiges getan, müssten aber noch mehr an Reformarbeit leisten, um dauerhaft besser dazustehen.

Aber war da nicht noch ein großes Land namens Frankreich, dass so viele Marktanteile eingebüßt hat wie kein anderes der Eurozone? Lagarde scheint das entfallen zu sein. Am Ende fragte man sich: Redete da wirklich die Chefin einer der wichtigsten internationalen Organisationen oder eine französische Politikerin mit rein nationalem Fokus?

"Wir haben in einem Märchenland gelebt"
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33 Kommentare zu "Euro-Krise: Super-Mario und die Vertreibung der Europäer aus dem Märchenland"

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  • Europa müsse ein höheres Niveau der Integration erreichen: "Wir können nicht bei der nationalen Souveränität stehenbleiben, das ist die Schlüsselfrage."
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    Also doch den diktatorischen Zentralstaat Europa?
    Napoleon läßt grüßen
    Ich sah gestern einige Dokumentationen über den 2. WK und die Helfer von Hitler, wie Italien, Finland, Rumänien usw.
    Das ganze derzeitge Agieren vieler Politiker weist aber schon gewaltige Ähnlichkeiten auf. Fanatismus, den Bürger gängeln usw.
    Diee ganzen Akteure haben offenbar ihre demokratischen Weg völlig verlassen.
    Es geht ihnen nur noch darum, die einzelnen Länder in der EU unter ihre Knute zu bekommen

  • Ben-Wa
    sehr gut auf den Punkt gebracht

  • Sie wollen eine menschenverachtende Diktatur. Sie verstoßen mit ihren Aussagen gegen das Grundgesetz und es steht jeden Bürger frei sie hart und angemessen zu bekämpfe.

    Was schlagen Sie vor?

  • So geht Siegen heute !!

    So ging SIEGEN schon immer!

  • Man muss zurück zu der EU vor 1998.

    Um Gottes Willen, bloß nicht, denn dann hätten ja endlich die Völker, sprich Bürger, wieder etwas davon und vor allem Deutschland würde wieder mit einer starken Währung an der Weltspitze stehen. Und DAS können wir unseren geliebten EU-Freunden, allen voran den Franzosen, auf keinen Fall zumuten!

    Da ist die allgemeine europäische Katastrophe schon viel besser. Die wählen wir treu weiter, alternativlos natürlich!

  • Das "Umkrempeln" Europas solle ja durch wegmobben der Männer erleichtert werden. Das ist so offensichtlich wie klar !
    Alles was nicht männlich, nicht deutsch und nicht hetero ist wird gefördert. Also Migranten Frauen Schwule sind ständig bei den "programmierten" Jounalist(Innen) auf der Tagesordnung. Männer werden weggeredet.

    Da haben Sie ja vermutlich großes Glück, Sie werden wohl einer dieser "Männer" sein, nicht wahr?

  • Zitat"Sylvie Goulard schlug in dieselbe Kerbe wie Draghi: "Wir müssen endlich aufhören so zu tun, als könnten technische Anpassungen in der Eurozone unsere Probleme lösen." Europa müsse ein höheres Niveau der Integration erreichen: "Wir können nicht bei der nationalen Souveränität stehenbleiben, das ist die Schlüsselfrage." Martin Hellwig vom Max-Planck-Institut in Bonn sagte es fast genauso: "Man kann nicht eine Währungsunion haben und nationale Souveränität, das haben leider die meisten Länder noch nicht verstanden." "

    @Sylvie Goulard, Martin Hellwig

    Sie wollen eine menschenverachtende Diktatur. Sie verstoßen mit ihren Aussagen gegen das Grundgesetz und es steht jeden Bürger frei sie hart und angemessen zu bekämpfen, um unsere Demokratie und das Grundgesetz zu schützen!

    Einfach die scheiß "Währungsunion" abschaffen! Ohne hat es sehr gut funtioniert! Das wäre auch längst nicht die erste "Währungsunion" die auseinanderbricht. Es gab schon viele dieser schwachsinnigen Konstruktionen.

  • "Man kann nicht eine Währungsunion haben und nationale Souveränität"

    Das ist absolut richtig. Also weg mit der Währungsunion.

    Bei der Gelegenheit könnte man großflächig Abrißbirnen, Planierraupen und andere formgebende Werkzeuge aktueller Kunstrichtungen einsetzen, um die Verwaltungszentren der Brüsseler Bürokratieartisten zu einem Mahnmal für nachfolgende Generationen umzugestalten.

    Ein riesiger, mehrere Kilometer tiefer Krater könnte mit den von Herrn Draghi gedruckten Euros, helenischen Staatsanleihen und weiterem gefährlichen Abfall aufgefüllt werden.

    Als Fundament könnte sich ev. Atommüll eignen, der zwar gegenüber Derivaten, Staatsanleihen u.a. toxisch hoch belastetem Giftmüll eher harmlos daher kommt, aber seinerzeit weitaus mehr Aufhebens verursacht hat.

  • "Man kann nicht eine Währungsunion haben und nationale Souveränität"

    Erkenntnis richtig, Schlussfolgerung falsch: EU totlegen, den alten EWR wiederbeleben. Punkt.

  • SOLANGE NICHT LESE das ERDE SICH GEEINIGT HAT , DAS ALLE REICHEN DIESER WELTEN das GELDSELBSTZWECKGELDSTEIGERUNG GENOMMEN WIRD , ÜBER STEUER , IST FÜR KEIN LAND KRIESE VORBEI und für KEIN VOLK , UND ALLES ZU DIESEN THEMA LÜGEN UM ZEIT ZU GEWINNEN, NOCH EIN STÜCK WEITER SO ZU MACHEN , DAMIT MEHR WIRD WAS GARKEINER MEHR BRAUCHT fürs LEBEN im ÜBERFLUSS , und ELEND DER VÖLKER EGAL , FÜRS ZEIT KAUFEN GEOPFERT .
    ich HABE KEINE LUST dem REICHEN GRIECHEN das GELD ZU RETTEN , um DANN ihr mit ihm UM BEZAHLBARE MIETE KÄMPFEN ZU MÜSSEN , weil er MIT DEM GERETTET GELD , ihr in Deutschland , HÄUSER KAUFTE . ODER MIT DEM GELD . . . ERDE KAUFT .
    Gott
    Frank Frädrich
    EIN ORIGINAL .

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