Euro-Krise
Wer zahlt die Zeche für Griechenland?

Die Griechen bekommen zwei Jahre länger Zeit zum Sparen, dafür brauchen sie mehr Geld. Irgendwoher muss es kommen. Die Euro-Länder diskutieren verschiedene Varianten. Fest steht: Einer muss die Rechnung begleichen.
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DüsseldorfBei den Prognosen der EU-Kommission für Griechenland lagen Wunsch und Wirklichkeit stets weit auseinander. Für 2012 sagte Brüssel einst den Griechen ein Wirtschaftswachstum von 1,1 Prozent voraus - in der Realität schrumpft die griechische Wirtschaft wahrscheinlich um etwa sieben Prozent.

Der Unterschied erklärt, warum die Euro-Länder nun über einen erneuten Schuldenschnitt für Griechenland verhandeln. Der Plan der Troika sieht vor, dass die Griechen bis 2020 ihre Schuldenlast auf 120 Prozent der Wirtschaftsleistung zurückfahren müssen. Dies gilt als Voraussetzung damit sich Athen wieder selbst am Kapitalmarkt refinanzieren kann.

Um dieses Ziel zu erreichen, sollen die Griechen ihr Haushaltsdefizit Schritt für Schritt verkleinern. Die Troika hat für jedes Jahr genaue Vorgaben gemacht. Da aber die Euro-Länder den Griechen zwei Jahre mehr Zeit einräumen wollen, gerät der Plan durcheinander: Die Griechen brauchen mehr Geld. Irgendwoher muss dieses Geld kommen. Ökonomen schätzen den zusätzlichen Kapitalbedarf Athens auf 30 Milliarden Euro.

Bundesfinanzminister Schäuble hat einen Schuldenschnitt als unrealistisch abgetan. Öffentlichen Gläubigern wie den Euro-Staaten seien die Hände gebunden, sagt er. Einen Rückkauf griechischer Schulden will Schäuble hingegen nicht ausschließen. Doch auch diese Variante hat ihre Tücken. Ein Überblick über die Möglichkeiten der Euro-Retter.

Kommentare zu " Euro-Krise: Wer zahlt die Zeche für Griechenland?"

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  • @Dagmark
    Warum sollten sie das tun? Das Geschäft wird doch gerade mit den Zinsen gemacht!
    Da könnte man den Griechen ja auch gleich wieder eine eigene Währung geben! ;))

  • Wenn das deutsche Volk genau so agieren würde wie die deutschen Politiker, dann hätten die Banditen in der Politik kein Volk und kein Geld mehr!
    Wir würden alle im Gefängnis sitzen!
    Wetten, das das dann richtig lustig werden würde für die deutschen Politiker.
    Den Rest könnt ihr euch jetzt kreativ denken …

  • Das Geld nach Griechenland kommt bei den Griechen gar nicht an.

    Es wird benutzt, damit sich die Politker dort und hier im Amt halten und damit Banken keine Abschreibungen machen müssen.

    Wenn sie die Griechen nich aus dem Euro lassen mit totalem Schuldenschnitt natuerlich, haben wir bald Zustaende wie in Afrika vor der Tuer.

    Mir tun die normal Griechen leid...

    Mein Vorschlag:
    Erlasst den Griechen alle Schulden und aus dem Euro.

    Schuetzt die Einlagen von Privatpersonen und Firmen und lasst Banken einfach pleite gehen, die es nicht ueberleben.

    Nach dem Bereiniungsprozess machen wir alle viel besser weiter....

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