Euro-Krisenstaaten
Defizite noch höher als erwartet

Im letzten Jahr war das Defizit der europäischen Schuldenstaat noch höher als ursprünglich erwartet. Das gilt neben Griechenland vor allem für Spanien. Hier war das Minus sogar fast einen Prozentpunkt höher.
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Luxemburg/BrüsselDie Haushaltsdefizite der Euro-Krisenstaaten waren im Jahr 2011 größer als bisher erwartet. Nach Angaben des Statistischen Amtes der EU (Eurostat) vom Montag in Luxemburg lag das tatsächliche Defizit Griechenlands mit einem Minus von 9,4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes über der vorläufigen Frühjahrsschätzung von 9,1 Prozent.

In Spanien war das Defizit von 9,4 Prozent fast einen ganzen Prozentpunkt höher als die bisher angenommenen 8,5 Prozent. In Portugal gab es 4,4 statt 4,2 und in Irland 13,4 statt 13,1 Prozent Defizit. Deutschlands Defizit lag jedoch im vergangenen Jahr mit 0,8 Prozent niedriger als die erwarteten 1,0 Prozent. Nur in Luxemburg (0,3) und Finnland (0,6 Prozent) war das Defizit noch geringer.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Euro-Krisenstaaten: Defizite noch höher als erwartet"

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  • @ nanoflo,
    kapiert haben sie es schonn alle, nur eine Lösung hat keiner weil, bedingt durch den permanenten deutschen Leistungsbilanzüberschuss, der Euro für die meisten andere Euro-Länder weit überbewertet ist und deswegen erschwert er diesen Ländern Exporte und bremst deren Importe nicht genug ab. Folge: Wirtschaftlicher Niedergang und Leistungsbilanzdefizit. Der führt dann zu geringeren Staatseinnahmen, die wiederum zu einer höheren Verschuldung, die wiederum zu höheren Zinsen für das Land und seine Wirtschaft.
    Eine Leistungsbilanzdefizitbremse innerhalb der Währungsunion ist unverzichtbar solange die Währungsunion nicht über Teil der Steuerhoheit der einzelnen Euroländer verfügen kann. Genauso wie die von Deutschland durchgesetzte Schuldenbremse sollte innerhalb der Eurozone unbedingt eine Leistungsbilanzdefizitbremse eingeführt werden, da die einzelne Euroländer nicht mehr abwerten können um wieder wettbewerbsfähig zu werden.
    Die Sparpolitik, von Deutschland erzwungen und die schon einem Sozial- und Lohndumping gleich kommt, funktioniert nicht, wie man im Falle verschiedener Peripherieländer feststellen musste.
    Um ausgeglichene Leistungsbilanzen zu erreichen muss die Industrieproduktion, besonders für den eigenen Bedarf, in diese Länder verlegt werden. Damit werden Importe, Arbeitslosigkeit und Defizite (Leistungsbilanzdefizit und Haushaltsdefizit) dieser Länder verringert.
    Eine Angleichung der Wertigkeit der Lebensverhältnisse und eine stärkere Wirtschaftskonvergenz innerhalb der Währungsunion müsste somit langfristig erreicht werden. Was Absolut wünschenswert wäre.
    Dies würde dem Euro und Eurozone, aber auch Europa (D. gehört dazu) insgesamt, zugutekommen.

  • ja was für eine " überraschung" das betrügen und lügen geht munter weiter.

  • Defizite noch höher als erwartet
    Es wird immer das Gegenteil behauptet um uns Deutsche "Mundtod" zu halten!
    Auch wenn Spanien jetzt "wenig" Geld will, wird mit Sicherheit in kürze eine gewaltige Summe dazukommen.
    Salamitatktik!
    Nur kapieren das weder CDU noch SPD/Grüne.....
    Die Summen sollten von den Diäten und Pensionen der Beamten abgezogen werden!

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