Euro-Rettung

Andere leisten mehr als die Deutschen

Die meisten Deutschen denken, dass sie die Euro-Rettung überwiegen alleine schultern. Doch da liegen sie falsch. Steuerzahler anderer Länder tragen weit größere Lasten.
27 Kommentare
Relativ gesehen trägt Deutschland nicht den größten Anteil am Rettungsschirm. Quelle: dapd

Relativ gesehen trägt Deutschland nicht den größten Anteil am Rettungsschirm.

(Foto: dapd)

BerlinDer deutsche Steuerzahler trägt die Hauptlast der Euro-Rettung: Davon sind die Deutschen mehrheitlich überzeugt. In absoluten Beträgen betrachtet sind die Summen, für die Deutschland bei der Euro-Rettung haftet, tatsächlich am höchsten. Das hat jedoch wenig mit deutscher Großzügigkeit zu tun, sondern viel damit, dass Deutschland mit 82 Millionen Einwohnern das mit Abstand größte Euro-Land ist. Relativ, bezogen auf den einzelnen Einwohner, sieht die Rangfolge der größten Euro-Retter anders aus: Es sind dann die Luxemburger, die das größte Risiko tragen.

Die Aufteilung des Haftungsrisikos folgt bei dem Rettungsschirm EFSF und seinem Nachfolger ESM dem Anteil der Euro-Staaten am Kapital der Europäischen Zentralbank. Beim EFSF beträgt der deutsche Anteil 29,07 Prozent. Beim ESM, dem dauerhaften Rettungsfonds, liegt er bei 27,15 Prozent. Hintergrund ist, dass sich an dem dauerhaften ESM auch die Hilfsprogrammländer Irland, Portugal und Griechenland beteiligen - mit dem Effekt, dass die Iren auf Platz zwei der Euro-Retter landen. Niederländer und Österreicher schultern pro Kopf der Bevölkerung ebenfalls größere Risiken als die Deutschen - auch beim EFSF, bei dem die Iren außen vor sind.

Bei den absoluten ESM-Haftungssummen entspricht die Reihenfolge der größten Euro-Retternationen zumeist der Einwohnerzahl. Auf Deutschland mit 190 Milliarden Euro folgen Frankreich mit 143 Milliarden Euro, Italien mit 125 Milliarden Euro und Spanien mit 83 Milliarden Euro. Im Fall Luxemburgs überwiegt der Faktor Wirtschaftskraft den der Bevölkerungsgröße. Das reiche Land zahlt dreimal so viel wie das ähnlich kleine Malta.

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27 Kommentare zu "Euro-Rettung: Andere leisten mehr als die Deutschen"

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  • Hier die Rangfolge:
    Wer das höchste Risiko bei der Euro-Rettung trägt

    10. Griechenland
    9. Italien
    8. Frankreich
    7. Belgien
    6. Finnland
    5. Deutschland
    4. Österreich
    3. Niederlande
    2. Irland
    1. Luxemburg
    Vor Deutschland kommen noch:
    4. Österreich
    3. Niederlande
    2. Irland
    1. Luxemburg

  • Hier die Rangfolge:
    Wer das höchste Risiko bei der Euro-Rettung trägt

    10. Griechenland
    9. Italien
    8. Frankreich
    7. Belgien
    6. Finnland
    5. Deutschland
    4. Österreich
    3. Niederlande
    2. Irland
    1. Luxemburg
    Vor Deutschland kommen noch:
    4. Österreich
    3. Niederlande
    2. Irland
    1. Luxemburg

  • @Raffaello
    Sie sind gewiss nicht in einer Bank oder Sie sind in einer luxemburgischen Bank an der Pforte beschäftigt.

    Ihr Kommentar war nix. Aber lesen sie die anderen aufmerksam. Auf Dauer bringt es Sie dann auch weiter.

  • Dummes Geplapper. Luxemburg wäre ohne die EU ein kleines deutsches oder französiches Provinzstädchen. Ganz Luxemburg lebt von uns, von ihren korrupten Banken und der alles überbordenen EU Verwaltung. Dort ist ganz Luxemburg beschäftigt. Die müssten eigentlich noch viel mehr bezahlen.

  • wow. hat der esm nicht seinen sitz in luxemburg? und derzeit ist ja wohl auch einer der konstrukteure des esm luxemburgischer finanzminister, oberster der euro-gruppe. übrigens gibt es schwierigkeiten aus dem esm auszutreten, es könnte nur in ausnahmefällen erfolgen durch die wiener vertragsrechtskonvention, obwohl hier alles zu schwammig ist. der esm ist die größte völkerrechtswidrige schweinerei und wird wohl nur durch kriegerische handlungen beendet werden können. das ist aber auch so gewollt. mal sehen, wer diesmal als agressor ausgemacht werden soll. wahrscheinlich wieder deutschland, da wir die meisten Nachteile durch den ESM erfahren.

  • Dass die meisten Deutschen denken, dass sie die Euro-Rettung überwiegend alleine schultern,ist vor allem der Berichterstattung der Medien in unserem Lande zuzuschreiben.

  • Luxemburgs Banken sind keie Filialen sondern sind eigentständige Tochterunternehmen, die keine Unterstützung benötigen.

    sie finanzieren eher noch die deutschen Mutterkonzerne.

  • und
    denk Sie mal nach liebe Redaktion,
    vor was schützt ein Regenschirm?
    Ja, vor Regen.
    Vor was schützt ein Sonnenschirm?
    Erraten, vor der Sonne.
    War gar nicht so schwer!
    Und vor was schützt der Rettungschirm? …

    http://schnittpunkt2012.blogspot.de/

  • HAHA - die Luxemburger!

    Die betreiben mit Steuerdumping eine riesige Offshore-Industrie.

    Und zwar auf Kosten deutscher Steuereinnahmen.

    Wußten Sie z.B, daß die im Großherzogtum ansäßige Gafgah SA eine Verbriefungsgesellschaft nach Lux. Recht ist?

    Das heißt, ihre deutschen Tochtergesellschaften, die etwa 140.000 Wohnungen in Deutschland betreiben, überweisen ihre Betriebsgewinne als "Zinsen" auf "Darlehen" der Mutter praktisch steuerfrei nach Luxemburg. Von wo sie dann - vermöge des Status der Gagfah als "Verbriefungsgesellschaft" - steuerfrei als Dividende oder Aktienrückkauf an die Aktionäre weitergereicht werden.

    Und so weiter und so fort.

    Die Wirtschaft des Großherzogtums lebt zu 80% als Finanzparasit von seinen Nachbarn.

    ---------------------------------------------

    Genau so gut könnten sie ausrechnen daß Frankfurt-Innenstadt mehr pro Einwohner zahlt als Hintertupfing.

    Give me a break!

  • Jaja Lusemburg. Die Realität sieht so aus das Luxemburg fast garnichts bezahlt. Der Grund ist ganz einfach. Der Wohlstand Luxemburgs geht auf Leistungsloses Einkommen zurück. Sprich Zinsen und andere Schweinereien. Das Geld dafür kommt von überall aus der Welt aber nicht aus Luxemburg.

    Ich kenne kein einziges Produkt und keine einzige Dienstleistung die aus Luxemburg kommt. Können die sich überhaupt selbst ernähren? Ist der Zins weg sind 95% der Luxemburger HartzIV Empfänger. Aber dann können wir die mit durchfüttern, bis sie alle ne Umschulung gemacht haben um was sinnvolles zu tun. Wenn sie überhaupt in der Lage dazu sind richtig zu arbeiten.

    Ich lach micht kaputt über so ein Gewäsch, alle Welt fährt BMW, Merzedes will alle guten deutsche Produkte haben und was Bieten sie uns als Gegenleistung. Wertloses Geld und Zinsabzocke. Wenns nichts mehr zu Essen gibt weiß man das der ganze Unsinn vollig Weltfremd ist. Und dann gibts auch keine schicken deutschen Autos mehr für Lau.

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