Euro-Rettungsfonds
Gipfel entscheidet nicht über EFSF-Verstärkung

Die Modalitäten der schon vereinbarten Stärkung des Euro-Rettungsfonds EFSF auf ein effektives Kreditvolumen von 440 Milliarden Euro werden voraussichtlich nicht beim EU-Gipfel Ende der Woche festgelegt.
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BrüsselWie aus dem Entwurf zu den Schlussfolgerungen des Gipfels hervorgeht, sollen diese Fragen zum EFSF bis Ende Juni geklärt werden, wenn auch der Vertrag zur Gründung des EFSF-Nachfolgemechanismus ESM unterzeichnet werden soll.

Die Euro-Staats- und Regierungschefs hatten bei ihrem Sondergipfel am 11. März schon beschlossen, den Rückhalt für den EFSF so zu verstärken, dass das effektive Kreditvolumen auf 440 von 250 Milliarden Euro steigen kann.

Voraussichtlich werden dazu die Garantien der Mitgliedstaaten erhöht, was fast auf eine Verdoppelung hinausläuft. EU-Diplomaten zufolge soll die Entscheidung aber aus Rücksicht auf Finnland jetzt noch nicht fallen. Das Parlament ist dort aufgelöst, die Wahl findet am 17. April statt.

Eine Diskussion über eine Erhöhung der Garantien für den EFSF könnte der EU-kritischen Rechtspartei „Echte Finnen“ Auftrieb geben, da der Euro-Rettungsschirm in dem Land ebenso stark umstritten ist wie in Deutschland. Die „Echten Finnen“ wollen im Fall einer Regierungsbeteiligung über den Rettungsfonds neu verhandeln.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Euro-Rettungsfonds: Gipfel entscheidet nicht über EFSF-Verstärkung"

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  • Das deutsche Verfassungsgericht muß dem illegalen Treiben ein Ende setzten!

    Privatebanken leihen sich zur Zeit von der EZB Geld für 1% und verleihen es für 10% an die PIGS! Obwohl "Risiko = 0", weil der deutsche Steuerzahler illegal dafür haften muß! 10% Zinsen OHNE RISIKO!

    Was die EUdSSR macht ist illegal!

    Die Änderung des PIGS-Vertrages (Lissabonvertrag)
    Zitat:"Die Mitgliedsstaaten, deren Währung der Euro ist, können einen Stabilitätsmechanismus einrichten, wenn dies unerlässlich ist, um die Stabilität der Euro-Zone als Ganzes zu schützen. Die Gewährung jeglicher finanzieller Hilfe unter dem Mechanismus wird strikten Bedingungen unterliegen."

    Wie wäre folgender Zusatz, damit es für den Bürger wenigestens etwas gerechter zugeht:

    "Die Bürger der Mitgliedsstaaten, deren Währung der Euro ist, können einen Banküberfall durchführen, wenn dies unerlässlich ist, um die Stabilität des privaten Haushalts als Ganzes zu schützen. Der Banküberfall wird strikten Bedingungen unterliegen."

  • Na dann wollen wir mal hoffen daß es in Finnland ein gutes Wahlergebnis gibt.Das wäre ein Anfang für ein Ende des Euro.

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