Damit könnten auch außereuropäische Investoren angesprochen werden. Um überhaupt Investoren zu interessieren, muss die Europäische Zentralbank (EZB) aber mit ins Boot geholt werden. Denn es ist wichtig, dass die EZB diese Anleihen als Sicherheit akzeptiert.
„Der Hebel vermeidet, dass die nationalen Parlamente nochmals über eine Aufstockung des Rettungsfonds abstimmen müssen“, erläutert Torge Middendorf, Analyst von der West LB. „Wenn es hart auf hart kommt, würde dann natürlich die EZB auf den Staatsanleihen sitzen bleiben, das Risiko bleibt also ganz klar bei den Mitgliedsländern der EZB.“
Etliche Analysten begrüßen diesen Ansatz und sehen ihn als Königsweg aus der Krise. Es gibt aber auch kritische Töne: „Mit Leverage hat die Finanzmarktkrise angefangen“, sagt Carsten Klude, Aktienstratege bei MM Warburg; und fügte hinzu: „Wenn man den Ausweg aus einer Krise mit einem Instrument sucht, das in die Krise hineingeführt hat, zeigt das schon, wie der Markt tickt.“
Standard & Poor's hat am Mittwoch den 21. September die langfristige Kreditwürdigkeit von sieben italienischen Instituten herabgestuft und deren Ausblick mit negativ bewertet. Darunter sind auch Größen wie Mediobanca und Intesa SanPaolo, die von der Bonitätsstufe „A+“ auf „A“ rutschten. Die Ratingagentur drohte, dass noch acht weitere Häuser abgewertet werden könnten - unter anderem die größte italienische Bank Unicredit. Die Herabstufung der Geldhäuser ist in diesem Fall eng verknüpft mit der Bewertung der Staatsbonität. Anfang der Woche stufte S&P Italien ebenfalls von „A+“ auf „A“ ab.
Ins Visier der Ratingagentur Moody's gerieten am 14. September zwei der drei französischen Großbanken. Die Kreditwürdigkeit der Crédit Agricole und der Société Générale wurde jeweils um eine Stufe auf „Aa2“ beziehungsweise auf „Aa3“ herabgestuft. Das entspricht immer noch einer sehr guten bis guten Bonität. Begründet wurde die Entscheidung mit den Engagements der Banken in Griechenland. Die Ratingagentur erwägt wegen der angeschlagenen Finanzmärkte eine weitere Abstufung der Noten. Beim Marktführer BNP Paribas wurde die Frist für die Überprüfung verlängert.
Während italienische und französische Banken trotz Herabstufung noch über eine gute Bonität verfügen, steht die Kreditwürdigkeit griechischer Geldhäuser seit dem Sommer auf „Ramschniveau“. Am Donnerstag den 22. September hat Moody's acht Institute nochmals um zwei Stufen herabgestuft - sie stehen aufgrund der Schuldenkrise und drohende Pleite des Landes kurz vor einem Zahlungsausfall. Die EmporikiBank, eine Tochter der französischen Credit Agricole, und die General Bank notieren nun bei „B3“, die National Bank, die EFG Eurobank, die Alpha-Bank, die Piräus Bank, die Attica Bank und die ATE bei „Caa2“.
Nach Einschätzung von Moody's würde die US-Regierung eine aktuelle Bankenpleite möglicherweise nicht auffangen. Mit der Warnung ging eine Herabstufung einher: Die Ratingagentur attestierte der Bank of America, dem größten Geldhaus der USA, statt eines guten Ratings („A2“) nur noch ein befriedigendes („Baa1“). Auch Konkurrent Wells Fargo rutschte leicht von „A1“ auf “A2“ - immer noch eine gute Bonität.
DDie französische Société Générale rutschte im Moody's-Rating auf „Aa3“ - das entspricht der Bonität der Deutschen Bank. Von Standard & Poor's erhält Deutschlands größtes Geldhaus ein „A+“, von Fitch ein „AA-“. Die Einstufungen sprechen für eine gute bis befriedigende Bonität. Die Commerzbank als Nummer zwei erhält von den drei Ratingagenturen jeweils eine „befriedigende“ Beurteilung. Keine private deutsche Großbank wurde während der Zuspitzung der Euro-Krise in diesem Jahr in ihrer langfristigen Bonität herabgestuft.
SPANIEN, PORTUGAL und IRLAND: In den drei anderen PIIGS-Staaten neben Italien und Griechenland ist die Situation unterschiedlich. Moody's senkte die Bewertung der Anleihen von 30 spanischen Instituten im März dieses Jahres um eine oder mehr Stufen. Die beiden Großbanken Santander und BBVA waren von der Abstufung aber nicht betroffen. Ihre Bonität ist nach wie vor gut. Die größte portugiesische Bank, Caixa Geral de Depósitos, wurde dieses Jahr dagegen von allen drei Ratingagenturen jeweils zweimal abgestuft. Ihre Bonität wird durchgehend als befriedigend bewertet.
Die Kreditwürdigkeit mehrerer großer irischer Institute wie der Bank of Ireland oder der Allied Irish Banks wurde durch die Fast-Pleite des Landes 2010 von Moody's auf „Ramschniveau“ herabgestuft.
Der EFSF könnte zweitens auch Anleihekäufe der EZB absichern. Die EZB würde dann weiter Staatsanleihen kaufen. Diese wären nun aber mit Ausfallgarantien des Rettungsfonds unterlegt. Bei einer Garantie von 50 Prozent könnte die EZB bei gleichem eigenen Risiko doppelt so viele Staatsanleihen kaufen wie bisher. In diesem Fall würde der EFSF quasi als Versicherer für Staatsanleihen von Krisenländern auftreten.
Drittens wird diskutiert, ob der EFSF eine Banklizenz erhalten soll. Dann könnte er selbst Anleihen kaufen, und diese als Sicherheit für frisches Geld bei der Notenbank hinterlegen. Mit der unbegrenzten Kreditlinie könnte der Fonds ständig neue Schuldtitel der Problemländer erwerben.
Alle Vorschläge hängen jedoch nicht zuletzt von der Unterstützung durch die EZB ab. Bundesbankpräsident Weidmann hat bereits deutlich gemacht, dass die EZB nicht als Steigbügelhalter für eine EFSF-Hebelung dienen dürfe - deshalb lehnt er eine Banklizenz für den Fonds strikt ab. Weidmann sieht folgende Gefahr: Die EZB müsste auf Verlangen des politisch gesteuerten EFSF Geld drucken, ohne Einfluss auf Menge und Herkunft der Anleihen zu haben.
Nachtrag:
Währung-Zwangsjacke gesteckt werden können, zeigt das Beispiel Jugoslawien und seine einstige Währung Dinar.
Nicht zuletzt der wirtschaftlichen Ressourcen unter den einzelnen Völkern und das Empfinden, jahrzehntelang ausgebeutet zu werden, war einer der Auslöser für den Krieg
Ein interessanter Artikel aus dem Jahre 1998!!!
Die Zeche bezahlen wieder einmal die Arbeiter und kleinen Leute
Gegen den erklärten Willen des Volkes und gegen das Grundgesetz soll zum 01. Januar 1999 die weltweit erfolgreichste deutsche Währung abgeschafft werden.
Als Ergebnis politischer Willkür solle die mit allen Unsicherheiten behaftete Euro-Währung eingeführt werden.
Längst geht es beim Euro nicht nur um den Verlust der Geldwertstabilität und um deutsche Zahlungen und Finanztransfers in die südlichen EU-Staaten.
Immer dramatischer kommen als Folge der Währungsunion Einkommensverluste, die Vernichtung von Arbeitsplätzen und massiver Sozialabbau an die Öffentlichkeit.
Nach wie vor findet eine Massenzuwanderung von unqualifizierten und unqualifizierbaren Arbeitskräften statt.
Im Ergebnis sind heute ca. 40 Prozent der als Sozialausgaben ausgewiesenen Leistungen keine echten Sozialleistungen, sondern Subventionen für die Einwanderung. Obwohl die Sozialleistungen für die deutsche Bevölkerung abgesenkt werden, sinken die Lohnnebenkosten nicht.
Durch den Euro wird eine extreme Globalisierung gefördert, Handwerk und Mittelstand zahlen die Zeche.
Die Folge ist höhere Arbeitslosigkeit bei geringerer Stabilität des neuen Geldes.
Unsere Wohlfahrts- und Sozialpolitik – Deutschland war hier weltweit führend – wird unter diesen Bedingungen nicht mehr möglich sein.
Verlierer der Währungsunion sind die Arbeitnehmer, die kleinen Leute.
Sie zahlen den Preis in Form von Niedriglöhnen, Lohnverzicht, Sozialabbau und der Anpassung an niedrigere Sozialstandards.
SPD und Grüne, FDP und CDU haben immer gegen den Arbeitsplatzvernichter Euro gestimmt.
Daß unterschiedliche Völker nicht in eine gemeinsame
Das sind neue Mefo-Wechsel, nichts anderes!!!!! Sollen sie den Rettungsschirm doch gleich MEFO nennen!
29 Kommentare
Alle Kommentare lesen