Euro-Rettungsschirm Sicherheitspfand für Finnland ist vom Tisch

Finnland will von Griechenland Sicherheiten für seine Rettungskredite, andere Länder folgten. Doch nun sperren sich die Euro-Finanzminister gegen den Sonderweg. Ein Pfand wird es für die EU-Hilfen offenbar nicht geben.
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Die Euro-Skulptur vor der Zentrale der Europäischen Zentralbank. Quelle: dpa

Die Euro-Skulptur vor der Zentrale der Europäischen Zentralbank.

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ProvidenceDie Euro-Zone will das zwischen Finnland und Griechenland ausgehandelte Sicherheitspfand nicht genehmigen. "Das ist vom Tisch", sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble in der CDU/CSU-Fraktionssitzung, wie das Handelsblatt aus Teilnehmerkreisen erfuhr.

In Brüssel warnten Finanzmarktexperten die Gruppe der Euro-Finanzminister eindringlich davor, den Geberstaaten des Euro-Rettungsschirms EFSF Sicherheiten zuzugestehen. Auf Griechenland könne in dem Fall eine Klagewelle privater Gläubiger zukommen, erfuhr das Handelsblatt aus diplomatischen Kreisen der EU. Private Anleger könnten sich auf eine sogenannte "negative pledge clause" in griechischen Staatsanleihen berufen.

Diese Klausel garantiert den Anlegern, dass Griechenland das Ausfallrisiko anderer Gläubiger nicht mit Hilfe besonderer Sicherheiten senkt. Die Klausel sei in griechischen Staatsanleihen mit einem Gesamtvolumen von 58 Milliarden Euro enthalten. Falls Griechenland diese Rechtslage ignoriere, drohe dem Land eine weitere Herabstufung seiner Staatsanleihen durch die Rating-Agenturen.

Die Eurozone berät trotzdem momentan noch darüber, ob Griechenland die Kredite anderer Euro-Staaten mit unverkäuflichen Sachwerten absichern könnte. Dabei denkt die Gruppe der Eurofinanzminister an staatlichen Grundbesitz. Griechenland weigert sich allerdings bislang strikt, sich darauf einzulassen. Die Bevölkerung habe Angst vor dem Ausverkauf des Landes, weshalb die griechische Regierung diese Idee für politisch nicht durchsetzbar halte, erfuhr das Handelsblatt in Brüssel.

Griechische Staatsunternehmen kämen als Sicherheitspfand für Euro-Kredite nicht in Frage, hieß es weiter in Brüssel. Die griechische Regierung benötige den Erlös aus der Privatisierung dieser Unternehmen, um seinen Schuldenberg abzubauen. Die Goldreserven der Zentralbanken werden als Sicherheit für Euro-Kredite in der Eurozone überhaupt nicht in Betracht gezogen. "Darüber ist in der Gruppe der Eurofinanzminister nicht gesprochen worden", sagte ein EU-Diplomat.

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24 Kommentare zu "Euro-Rettungsschirm: Sicherheitspfand für Finnland ist vom Tisch"

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  • Die Griechischen Parteien sind korrupt. Dabei findet man die Korruption fast überall angefangen bei der Grenzsicherung, bei der Beschäftigung von Illegalen und einhergehend das „Wegschauen“ der Ordnungskräfte. Die Steuerpflicht in Griechenland wird mehr als Möglichkeit gesehen und nicht als Pflicht.

    Das erleben wir auch Tag für Tag bei den „Griechischen Restaurants“ in der Bundesrepublik Deutschland die senken ihre Steuerlast auch sehr erfolgreich.

    Dieses korrupte System wird noch durch die Griechischen Gastarbeiter aus der Bundesrepublik Deutschland unterstützt (Transfer von „Devisen“). Dabei sind diese Devisen aus mehr oder weniger regulärer Arbeit entstanden (Hartz 4, Sozialhilfe, 1 Euro Job, Steuerbetrug, Selbständige und unselbständige Beschäftigung)

    Daneben erhält Griechenland seit vielen Jahren massive Geldmittel aus der EU (deutsche Steuergelder) allein im letzten Jahr waren es wieder über 6 Mrd. Euro.

    Wir subventionieren ebenso die Griechische Landwirtschaft mit den bekannten „Erfolgen“.

    Trotzdem ist der korrupte griechische Staat nicht in der Lage einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen.

    Die Korruption ist nicht durch noch mehr Geschenke/Rettungsschirme zu begegnen sondern mit den versiegen der Geldmittel.

    Die Rückführung der Gäste ist durchzuführen und eine Reduzierung der „Entwicklungshilfe“ dabei sollten diese Mittel zweckgebunden eingesetzt werden.

    Der bisherige Weg war ein Irrweg.

  • Tja, da sieht man mal wie diktatorisch die EU ist, mitgefangen- mitgehangen....-----> bis zum Ende!

  • u.a. und Adolf Hitler hat es mit einem Selbstbedienungsladen verwechselt. Wobei Skulpturen erst in deutschen Besitz gelangt, und nach dem Krieg in britische Hände gekommen ist. Genauso wie das Gold aus der gr. Nationalbank.
    Man sollte Wiki nicht als Quelle nutzen, Wiki kann von jedem editiert werden. Das verfälscht die Geschichte.

  • Sehr interessant. Financial Times Alphaville hatte schon seit letzter Woche ausfuehrlich ueber die "Negative Pledge Clause" berichtet. Anscheinend hat eine solche Garantie auch gravierende Auswirkungen auf den Kreditderivatenbereich.

    http://ftalphaville.ft.com/blog/2011/08/19/657676/more-on-the-greek-collateral-grab/

    http://ftalphaville.ft.com/blog/2011/08/23/660046/the-greek-collateral-grab-a-credit-event-after-all/

  • Sie wissen aber schon, daß die Akropolis im Griechisch-Türkischen Krieg ramponiert wurde, weil die Griechen dort ein Munitionsdepot unterhielten? Andernfalls wäre es traurig - um es nun nicht mit Dieter Nuhr zu sagen...

  • Peinlich ist, dass Sie bemitleidenswert nicht schreiben können und das müssen Sie sich jetzt von einem Griechen sagen lassen. Ts ts ts.

  • Wieso ist der Grieche jetzt der Buhmann? Verfügt der Grieche eine Einzugsermächtigung über deutsche Konten? Sie suchen die Schuldigen an der falschen Stelle.

    MikeM, du bist lustig. Erst beschwerst du dich über die braune Keule und schwingst sie dann selber indem du alle Griechen für Ehrenlos und Rückgraslos bezeichnest.

  • Die Griechen sind sowas von Pleite! Hier mal ein Artikel aus dem näheren Ausland, der Aufzeigt, wie es mit Griechenland steht und wie es weiter runter geht. Es hat keinen Sinn diese Länder (PIIGS) weiter zu alimentieren und im Währungsverbund zu lassen! Wann kommt endlich die Vernunft?

    http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/athen_will_sparprogramm_mit_der_troika_neu_aushandeln_1.12030987.html

  • Auf die Akropolis gehe ich sicherlich nicht. Was soll ich da? Vielleicht haben Sie recht, die Griechen sind bemitleisenswert. Sie leben in der Vergangenheit und merken nicht, wie dieses ehemals große Land zum korrupten Bittsteller Europas wurde. Der Verweis auf irgendwelche Kriegsverbrechen zieht nicht mehr, er ist nur noch peinlich.

  • Genau, ein Geben und Nehmen. Die Griechen beschränken sich jedoch auf das Nehmen und Nehmen. Und wenn die Deutschen dies irgendwann nicht mehr tolerieren, kommt die braune Keule raus. Die Griechen sollten sich schämen, kein Rückgrad, keine Ehre, was ist nur aus diesem Volk geworden?!

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