Euro-Schuldenkrise
IWF warnt vor Risiken in Spanien

Erst gibt die Ratingagentur Moody's einen negativen Ausblick für Spaniens Kreditwürdigkeit ab, dann kündigt Ministerpräsident Zapatero vorgezogene Neuwahlen an. Jetzt schlägt der Internationale Währungsfonds (IWF) Alarm.
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MadridDer Internationale Währungsfonds drängt das hoch verschuldete Spanien, seine wirtschaftlichen Probleme entschlossen anzupacken. Die Abwärtsrisiken würden nach wie vor dominieren, teilte der an den Hilfen für angeschlagene Euro-Länder beteiligte Fonds am Freitag mit. Das Direktorium erkenne jedoch die Bemühungen der Regierung in Madrid an, der Krise Herr zu werden.

Derweil gerät Spanien an den Finanzmärkten immer mehr unter Druck. Die Ratingagentur Moody's drohte dem Euro-Schuldensünder am Freitag eine Herabstufung seiner Kreditwürdigkeit an. Die Bewertung der spanischen Bonität mit „Aa2“ werde überprüft, teilte Moody's am Freitag mit, eine neuerliche Herabstufung sei möglich.

Je schlechter die Bonität eines Staates beurteilt wird, desto teurer und schwieriger wird es für diesen, sich Geld zu besorgen. Spaniens Finanzministerin Elena Salgado reagierte besorgt auf die drohende Herabstufung. Das sei eine „schlechte Nachricht“. Allerdings solle diese Revision der Benotung der spanischen Bonität erst in drei Monaten erfolgen.

Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero reagierte mit Unverständnis. Einerseits drohe die Agentur eine Herabstufung an. Anderseits bescheinige sie der spanischen Regierung eine gute Arbeit bei der Bewältigung der wirtschaftlichen und finanziellen Probleme, sagte er. Zapatero gab sich zuversichtlich, dass Moody's die Drohung nicht in die Tat umsetzen werde.

Zuvor hatte der Ministerpräsident vorgezogene Wahlen für den 20. November ausgerufen. Damit wählt Spanien vier Monate früher als geplant ein neues Parlament. Eigentlich sollten die nächsten Wahlen erst im März 2012 stattfinden.

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Die Opposition liegt in den Umfragen weit vorne

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  • Zapatero is gone!

  • Zapatero weiß genau, warum er sich schleunigst vom Acker macht. Aber 4 Monate vor den für März geplanten Wahlen? Das hat schon ein Geschmäckle von Fahnenflucht...

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