Euro-Zone
EU-Gipfel unterstützt eigenen Haushalt

Ein eigener Geldtopf für die Euro-Zone. Die Idee wird nicht nur von Deutschland gefördert, sondern könnte auf dem kommenden EU-Gipfel unterstützt werden.
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BrüsselBeim EU-Gipfel in der kommenden Woche deutet sich eine Unterstützung für einen eigenen Haushalt der Euro-Zone an. In dem der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag vorliegendem Entwurf für eine Abschlusserklärung hieß es, Ziel sei ein „integrierter Budget-Rahmen“ in der Euro-Zone. Deshalb müssten Mechanismen sondiert werden, die unhaltbare Haushaltsentwicklungen verhinderten. So könne aber auch Solidarität innerhalb der Währungsgemeinschaft ausgeübt werden.

Vor allem aus den nördlichen Euro-Ländern, darunter Deutschland, kommt Zustimmung für einen eigenen Geldtopf der Euro-Zone. Aber auch der britische Premierminister David Cameron hat Unterstützung signalisiert. Die Idee fand bei einer Runde von EU-Diplomaten in Brüssel vor wenigen Tagen die Zustimmung etlicher Regierungen.

Viele EU-Länder ohne Euro, die stark von Subvention aus Brüssel etwa für Bauern profitieren, haben sich aber dagegen ausgesprochen. Diese Staaten fürchten, mit der Schaffung eines Euro-Budgets neben dem EU-Haushalt werde in Zukunft für sie weniger Geld zur Verfügung stehen.

EU-Ratspräsident Herman van Rompuy hatte vorgeschlagen, einen eigenen „finanziellen Rahmen“ in der Euro-Zone zu schaffen, mit dem Wachstum gefördert werden könne. Aus diesem Topf könnten etwa gezielt Hilfen an einzelne Euro-Staaten gezahlt werden, um ihnen bei der Umsetzung von Reformen zu helfen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Euro-Zone: EU-Gipfel unterstützt eigenen Haushalt"

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  • und ich höre sie schon alle rufen, bitte her mit dem Euro.
    Also aufgepasst, dass es keinen Run gibt und man unter die Menge gerät. Wobei man schon den Eindruck hat, dass sich Leute um die Euros prügeln in der Zwischenzeit - nur leider anders wie gedacht.
    Natürlich will Van Rompuy seinen eigenen Geldtopf. Der ESM ist in Luxenburg, da kommt er nicht ran. Bankenunion wird auch durch die EZB gemacht werden, wieder nichts. Da braucht man schon noch was anderes, mit dem man Geschenke austeilen kann. Ist ja gut für das eigene Image, wenn man auch mal mit einem grösseren Scheck antraben kann und Bittsteller vor der Tür hat. Da fühlt man sich direkt wieder ein Stück wichtiger.

  • Edelzwicker, es ist nicht, weil jemand dichtet, dass er deshalb angesehen ist. Das ist nur das Image, das er sich selbst andichtet. Eigentlich hat der Typ Wirtschaft studiert, bei seinem Papi, was der Wahrheit etwas näher kommt, was Fähigkeiten anbelangt. Aber Hauptsache wir sind katholisch und rennen am Sonntag in die Kirche.

  • Bitte keine Injurien. Der Herman van Rompuy ist in seinem kleinen Belgien ein angesehender Dichter. Und als solcher ist er mehr als qualifiziert, die Ratspräsidentschaft der EU zu bilden - im Gegensatz zu dem feisten Maoisten Barroso, der pro Jahr schlappe 300.000,--€ kassiert (ohne die vielen Zulagen natürlich, die ihm u.a. den Aufenthalt auf Jachten griechischer Steuerverweigerer ermöglichen!)!

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