Euro-Zone
Slowenien muss sieben Prozent Zinsen zahlen

Die Zinsen für slowenische Staatsanleihen sind so hoch wie nie seit dem Beitritt Sloweniens zur Euro-Zone. Die Verzinsung stieg über die psychologisch wichtige Marke von sieben Prozent.
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WienDie Renditen für zehnjährige slowenische Staatsanleihen haben am Freitag die psychologisch wichtige Marke von sieben Prozent überschritten. Slowenien ist das fünfte Land der Euro-Zone, von dem Investoren eine solch hohe Verzinsung als Ausgleich für das Anlagerisiko verlangen.

Irland und Portugal mussten bei diesem Niveau unter den Euro-Rettungsfonds EFSF schlüpfen, Griechenland hatte nach dem Überschreiten der Sieben-Prozent-Grenze Unterstützung von der EU und vom Internationalen Währungsfonds (IWF) bekommen. Auch italienische Anleihen hatten diese Marke am Donnerstag erreicht, rutschten dann aber wieder unter sieben Prozent. Slowenien hängt sehr stark von der wirtschaftlichen Entwicklung Italiens ab.

Sloweniens scheidender Premierminister Borut Pahor rief seine Landsleute zu Reformen auf. Das kleine Land müsse einen Sparkurs einschlagen und vor allem sein Rentensystem reformieren. Seit Beginn der Finanzkrise sind die slowenischen Staatschulden massiv angestiegen. Finanzminister Franc Krizanic sprach die Hoffnung aus, dass Slowenien keine dauerhaften Probleme mit dem hohen Zinsniveau bekommen werde. Für die kommenden drei Jahre sei Slowenien ausreichend refinanziert. Auch die EU-Kommission äußerte sich zuversichtlich, dass Slowenien seine wirtschaftlichen Probleme lösen werde. Anfang Dezember wählt Slowenien ein neues Parlament.

Stefan Menzel ist beim Handelsblatt der Spezialist für die Automobilbranche.
Stefan Menzel
Handelsblatt / Korrespondent Automobilindustrie

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