Eurogruppe
„Es wird keinen Bankrott Griechenlands geben“

Die Eurogruppe will eine Pleite Griechenlands verhindern – auch wenn es noch keine Entscheidungen über weitere Hilfszahlungen gibt. Einer solchen Entscheidung müssen aber auch die Euro-Mitgliedsstaaten zustimmen.
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Brüssel/BerlinDie Eurogruppe will Griechenland nicht pleite gehen lassen, auch wenn sich die Entscheidung über weitere Hilfszahlungen noch hinzieht. „Es wird keinen Bankrott Griechenlands geben“, sagte ein Eurozonen-Diplomat am Freitag in Brüssel. Eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums sagte zu weiteren Hilfen für Athen, „über die Dringlichkeit“ seien sich „alle Beteiligten sehr wohl im Klaren“. Griechenlands Regierungschef Antonis Samaras hatte gewarnt, dass die griechische Staatskasse am 16. November leer sein werde.

Die Eurogruppe kommt am Montag in Brüssel zusammen, um über die Lage Griechenlands und die weitere internationale Unterstützung für den Krisenstaat zu beraten. Bei dem Treffen soll dem Diplomaten zufolge schließlich der seit Monaten verzögerte Bericht der sogenannten Gläubiger-Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds vorliegen. Eine Entscheidung über die Freigabe einer dringend von Athen benötigten Hilfstranche in Höhe von 31,5 Milliarden Euro ist den Angaben zufolge am Montag jedoch noch nicht zu erwarten.

Dafür sei eine weitere Beratung der Eurogruppe nötig, sagte der Diplomat. Denn sollten sich die Finanzminister am Montag über das weitere Vorgehen einig sein, muss in mehreren Mitgliedstaaten wie in Deutschland das Parlament damit befasst werden. Es gibt vor dem Treffen auch noch eine Reihe offener Fragen, für die im Kreis der Finanzminister eine Lösung gefunden werden muss. Den Angaben zufolge geht die Troika in ihrer Analyse offenbar davon aus, dass Griechenland einen Aufschub von zwei Jahren zur Erfüllung der Sparauflagen bekommt.

Das kostet allerdings auch weiteres Geld. Den Angaben zufolge werde eine solche Finanzierungslücke vermutlich durch eine Kombination mehrerer Maßnahmen gefüllt. In dem Troika-Bericht werden die Spar- und Reformmaßnahmen bewertet, die von der Regierung in Athen bisher eingeleitet und teilweise am Mittwoch vom griechischen Parlament mit knapper Mehrheit abgesegnet wurden. Zudem wird es eine Analyse über die Tragfähigkeit des griechischen Schuldenbergs geben.

Ursprünglich sollte der Schuldenstand bis zum Jahr 2020 auf 120 Prozent der griechischen Wirtschaftskraft gedrückt werden. Nach Berechnungen der EU-Kommission steigt der Schuldenstand aber zunächst von 176,7 Prozent in diesem Jahr auf 188,9 Prozent im Jahr 2014. Für den IWF und mehrere Mitgliedsstaaten ist die Aussicht auf einen für Griechenland tragfähigen Schuldenstand aber die Voraussetzung für weitere Hilfen. Eine weitere Bedingung ist, dass das Parlament in Athen am Sonntagabend einen Sparhaushalt für das kommende Jahr beschließt.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Eurogruppe: „Es wird keinen Bankrott Griechenlands geben“"

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  • Und Europa schämt sich nicht …Während das staatliche Gesundheitsnetz zusammenbricht, knüpfen griechische Bürger ihr eigenes | von Liz Alderman

    http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=1173

    Direkte Demokratie als Korrektiv von Machtgelüsten einiger wenigerTierseuchengesetz – Präventionsgesetz – Epidemiengesetz – Teile einer «hidden agenda»?

    http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=1174


    USA

    http://endoftheamericandream.com/

  • Es wird keinen Bankrott Griechenlands geben . . . das wäre dann aber ein Fall gem. Art. 50 EU-Vertrag. Denn nur Staaten mit eigener Währung und damit der Lizenz zum Gelddrucken (im Fall Griechenlands Drachme) können insoweit gar nicht pleite gehen (und ggf. auch wieder der €-Zone beitreten). Wenn einem Staat wie Griechenland das Geld ausgeht und Art. 125 I AEUV eingehalten würde, würde jedes “bankrotte” Land aus der Eurozone austreten (müssen), damit es (u.a.) wieder Geld in der eigenen Währung drucken kann, was ihm im Euroverbund nicht möglich ist und deshalb derzeit die EZB für solche Länder tut, mit unabsehbaren Folgen für die übrigen Euroländer.


  • Welch traumwandlerische Sicherheit seitens Euro-Gruppen zur Bankrotterklärung . Mit Sicherhgeit gibt es in 2 Jahren einen weiteren Schuldenschnitt und einen weiteren bei Ausscheiden aus dem Euro. Platzt eine grössere Dickwanstblase, fällt der tapfere Historie-Recke in seinen selbst geschaufelten hellenischen Graben.

    Wie tragisch, da hilft nur noch "Martin Schulz der Klare" mit seinem drakonisch anmutenden NKWD Strafkatalog.
    Wer gegen uns sich positioniert, wird einfach gekauft. basta.

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