Eurogruppen-Chef Juncker
Troika prüft Sparpläne der griechischen Regierung

Nach dem Eurogruppen-Treffen macht Juncker vor allem eins klar: Ohne neue Sparbeschlüsse wird Griechenland nicht an Gelder kommen. Ab Montag wird die Troika die Umsetzung des Sparprogramms in Griechenland prüfen.
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BrüsselGriechenland muss nach dem Stocken des Reformplans neue Sparmaßnahmen beschließen, um an die nächste Tranche Hilfsgelder zu kommen. Die Troika von Europäischer Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds werde voraussichtlich am Montag nach Athen reisen, um den Stand der Umsetzung des Programms zu prüfen, erklärte Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker am Donnerstag nach der Sitzung der Eurogruppe in Luxemburg.

„Wir sind in einer Notsituation, alle Prozesse müssen beschleunigt werden", ergänzte er. Die Troika werde mit der griechischen Regierung die Absichtserklärung zu den Einsparungen und Reformen aktualisieren. Sie werde sich mit der Regierung dann „auf Maßnahmen und vorab notwendiges Handeln einigen, damit die nächste Auszahlung stattfinden kann", sagte Juncker.

Mit Blick auf die geplanten Hilfen für Spaniens Banken erklärte Juncker, die spanische Regierung werde den formellen Antrag am Montag stellen. Die EU-Kommission werde dann mit Spanien eine Vereinbarung zu Bedingungen für die Hilfen erarbeiten. Die Hilfe werde zunächst vom provisorischen Rettungsschirm EFSF gewährt und bei Inkrafttreten des Nachfolgefonds ESM auf diesen übergehen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Eurogruppen-Chef Juncker: Troika prüft Sparpläne der griechischen Regierung"

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  • Warum prüft die Troika nur die Sparpläne der griechischen Regierung?? Was ist mit den Milliarden, die die reichen Griechen am Finanzamt vorbei nach Ausland verschafft hatten?
    Warum nicht den Steuerstatus alle griechischen Millionäre überprüfen und eine Steuernachzahlung fordern? Besser wäre natürlich dies für alle Griechen zu machen. Aber, zunächst oben anfangen. Damit hätten die Sparmassnahmen auch Zustimmung in der Bevölkerung.

  • Ach Herr Juncker: Hören Sie doch auf, uns Sand in die Augen streuen zu wollen. Alle wissen längst, dass die Griechen schon die bisherigen Auflagen, Versprechungen und Absichtserklärungen so gut wie gar nicht eingehalten haben (gerade mal 5 Prozent der Reformvorhaben wurden umgesetzt), gezahlt wurde trotzdem. Wem wollen Sie denn jetzt noch vormachen, dass sich daran irgendetwas ändern könnte? Merkt denn niemand in Ihrem Haufen, wie lächerlich Sie sich inzwischen machen?!

  • hihi, wenn das Bundesverfassungsbericht wirklich ESM sperrt, dann sollten die GR besser gleich Konkurs anmelden.

    Ob die Griechen dann echt noch lernen, dass man für das Brot was man essen will, auch arbeiten muss?

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