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Eurokrise: Die EZB als letzte Rettung

Die große Angst der Europäer ist Realität geworden: Italien hat sich angesteckt, weitere Schwergewichte zittern. Der Euro-Rettungsschirm ist zu klein, der Ruf nach der einzig wirklich effektiven Finanzfeuerwehr wird laut.

Das Euro-Logo vor der Europäischen Zentralbank (EZB). Quelle: dpa
Das Euro-Logo vor der Europäischen Zentralbank (EZB). Quelle: dpa

Düsseldorf/FrankfurtDer Blick auf den italienischen Schuldenberg von 1,9 Billionen Euro jagt den Finanzexperten Angst ein. Wie soll sich ein Rettungsschirm mit einem Volumen von derzeit 440 Milliarden Euro gegen die Gefahr stemmen, dass Italien fällt und die Finanzkrise immer weiter um sich greift? „Jetzt kann nur noch die EZB helfen“, bringt Thomas Mayer, Chefvolkswirt der Deutschen Bank, die Forderungen vieler Politiker, Investoren und Ökonomen auch aus Deutschland auf den Punkt.

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„Es geht um das Überleben der  Währungsunion“,  argumentiert Mayer. Und er hat ein konkretes Einssatzszenario entwickelt. Er plädiert dafür, dass die EZB zunächst eine Obergrenze für die Rendite zehnjähriger italienischer Staatsanleihen setzt – und dass sie dann verspricht, diese Grenze mit unbegrenzten Mitteln zu verteidigen. Im Gegenzug müsse sich Italien verpflichten, eine konsequente Sparpolitik und tiefgreifende Strukturreformen umzusetzen. Dann, da ist sich Mayer sicher, würden auch die deutschen Mitglieder im Zentralbankrat zustimmen.

Erik Nielsen, Chefvolkswirt der italienischen Bank Unicredit, schlägt vor, diese Zinsobergrenze für italienische Anleihen für zwei Jahre auf vier Prozent zu setzen. Das gebe der neuen Regierung der Post-Berlusconi-Ära Zeit, ihre Reformen umzusetzen und werde den Käufern von Staatsanleihen neues Vertrauen einflößen.

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„Die Hauptzutat, die fehlt, um das Vertrauen zurückzubringen, ist eine klare Stellungnahme der EZB, dass sie im Fall der Fälle jeden Euro-Staat gegen irrationale Marktpanik schützen wird“, sagt auch Holger Schmieding, Chefvolkswirt der Berenberg Bank.

  • 15.11.2011, 19:00 UhrAnonymer Benutzer: fondsberater

    man hätte es ahnen können: legal - illegal - scheißegal; Europa und deren Währung sind ein einziger Trümmerhaufen; und nicht zu retten. Allein die Einsicht fehlt!

  • 11.11.2011, 09:31 UhrAnonymer Benutzer: Moika

    Was glauben Sie wohl, warum der Herr Mayer so für diese Handhabung plädiert? Warum eine Obergrenze bei 4 Prozent, die immer erreicht würde, und nicht bei drei oder zweieinhalb Prozent?

    Na klar, dann kann die Deutsche Bank mit billigem EZB Geld über die EZB gesicherte griechische, italienische usw. Papiere kaufen, die wieder als Sicherheit für die Ausgabe hochprozentiger Darlehen hinterlegen - und das Geschäft läuft wie geschmiert...

    Ob Herr Mayer den gesamten Rest der Welt für blöde hält? Muß wohl so sein....

  • 11.11.2011, 08:42 UhrAnonymer Benutzer: eli

    Diese gesamte Bagage verdient eindeutig zu viel. Die verzerren den Wettbewerb und die Nettozahler sind die Dummen. Der Verschwender und die "Schweinehunde" der Finanzwirtschaft fahren über uns drüber, sodass wir auf den sozialistischen Einheitsstaat mit einer kleinen handverlesenen Elite und einer verarmten Masse zusteuern.

    Das kann doch nicht wahr sein, bitte weckt mich auf.

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