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Eurokrise: Weltbankchef sieht Deutschland in Führungsrolle

Disziplin und Strenge findet Weltbank-Chef Robert Zoellick ermutigend: Er unterstützt die Pläne von Angela Merkel. Mehr noch: Er möchte, dass Deutschland bei der Lösung der europäischen Schuldenkrise den Ton angibt.

Weltbank-Chef Robert Zoellick sieht eine leitende Position für Deutschland in Europa. Quelle: Reuters
Weltbank-Chef Robert Zoellick sieht eine leitende Position für Deutschland in Europa. Quelle: Reuters

WashingtonWeltbank-Chef Robert Zoellick hat Deutschland aufgefordert, bei der Lösung der Schuldenkrise in der Euro-Zone die Führung zu übernehmen. Deutschland müsse jetzt die Richtung vorgeben, schrieb Zoellick in einem Gastbeitrag für die US-Ausgabe der „Financial Times“ am Dienstag.

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Kein anderes Land könne Europa aus der Krise und in den Aufschwung führen. Es sei ermutigend, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel auf einen Fiskalpakt dringe, um eine strengere Haushaltsdisziplin zu gewährleisten. Zusammen mit den Spar- und Reformkursen der neuen Regierungen in Spanien und Italien sowie der Unterstützung der Europäischen Zentralbank „hat Frau Merkels neue Richtung die Aussichten verbessert. Aber diese Schritte reichen nicht.“

Es gebe zahlreiche Risiken. „Deutschland kann nicht und sollte nicht Länder retten, wenn diese nicht handeln, um sich selbst zu retten“, schrieb Zoellick. „Aber es kann Reformern beistehen, um politische Unterstützung aufrecht zu erhalten.“ Statt widerwillig stückchenweise erst im letzten Moment zu helfen, „sollten Deutschland und seine europäischen Partner Anreize jetzt auf den Tisch legen.“

Zoellick räumte allerdings ein, dass es für Deutschland nicht leicht sein werde, die Führung zu übernehmen. Das Land werde oft dazu gedrängt, mehr zu tun, und dann dafür kritisiert, zu aggressiv zu sein.

  • 26.01.2012, 09:21 UhrAnonymer Benutzer: Machiavelli

    @ Delinix1
    @ Mazi,
    und welche wären diese ein oder zwei Schritte zurück?
    Wie wollen Sie diese ein oder zwei ZurückSchritte durchsetzen und durchführen?
    Der Fahler war dass man eine Währungsunion, ohne echte Fiskalunion mit Teilaufgabe der Steuerhoheit an eine Zentrale Steuerbehörde, haben wollte, das sogenannte Prinzip der Eigenen Verantwortung dass von der deutsch-französische Achse damals den anderen aufgezwungen wurde.
    Dabei war es klar erkennbar dass dies nur für die stärkere Eurowirtschaften von Vorteil war. Dadurch mussten zwangsläufig die Wirtschaftsdivergenzen zunehmen und das war auch beabsichtigt. Es gilt jetzt diese Schwachstelle zu beseitigen, Wirtschaftskonvergenz ist die Lösung und muss daher das Ziel sein.
    Die Medien, auf Anweisung des deutschen Geldadels und Großkonzerne und von denen sie finanziell wegen der Werbeeinnahmen abhängig sind, haben aber dies, durch eine permanente deutsch-nationale Desinformationkampagne, undurchsetzbar werden lassen. Auch angenommen Merkel wollte es, würde sie das jetzt nicht durchsetzen können.
    Deutschland muss an sich selbst stark arbeiten, hier liegt das Problem, hier liegt die Lösung.

  • 25.01.2012, 21:40 UhrAnonymer Benutzer: Mazi

    "Weltbankchef sieht Deutschland in Führungsrolle"

    Genau so macht man es, wenn man einen Schuldigen bestimmen will.

    Frau Merkel mag diese Sprache, so fühlt sie sich wohl. Eine Schleimspur, der sie wahrscheinlich nicht widerstehen kann. Die Frage ist nur, wie wir sie rechtzeitig wieder los werden bevor sie noch größeren Schaden angerichtet hat.

    M.E. ist das Verfassungsgericht gefordert. Es ist Gefahr im Verzug.

  • 25.01.2012, 17:45 UhrAnonymer Benutzer: Delinix1

    @Machiavelli. Die Währungsunion wurde zu früh eingeführt. Was SIE sich vorstellen, ein MEHR an Gemeinsamkeiten, wäre damals noch gar nicht möglich gewesen. Erst jetzt kommt ganz langsam – und wenn wir ehrlich sind, erst durch die verfahrene Situation – die Einsicht, dass die EU mehr sein muss als der Euro. Richtig wäre es aber ganz sicher, wieder einen oder zwei Schritte zurück zu gehen, damit man den aus den Augen verlorenen Weg wieder findet.

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