Europa-Besuch des US-Präsidenten: Bush will neue Ära der Beziehungen

Europa-Besuch des US-Präsidenten
Bush will neue Ära der Beziehungen

US-Präsident George W. Bush hat zum Auftakt seiner Europareise eine „neue Ära der transatlantischen Einheit“ beschworen. Gleichzeitig appellierte er eindringlich an die europäischen Verbündeten, verstärkt bei der Stabilisierung des Irak zu helfen.

HB BRÜSSEL. In den vorab veröffentlichten Auszügen seiner Rede, die er am Montagnachmittag in Brüssel halten wollte, bezeichnet Bush die Allianz zwischen Europa und den USA als „zentrale Säule unserer Sicherheit im neuen Jahrhundert“. Die „starke Freundschaft“ und die Dynamik der Wirtschaft seien wesentlich für den Frieden und das Wachstum in der ganzen Welt. „Keine vorübergehenden Meinungsverschiedenheiten der Regierungen... werden uns trennen können“, so Bush.

Er betonte das gemeinsame Interesse an einem freien und demokratischen Irak, „das den Terror bekämpft, ein Leuchtturm der Freiheit und eine Quelle wahrer Stabilität in der Region werden wird.“ Notwendig sei es nun, dass „die etablierten Demokratien deutlich auf den Feldern der Politik, der Wirtschaft und der Sicherheit der jüngsten Demokratie in der Welt helfen.“ Derzeit gebe es auch große Chancen für einen Frieden im Nahen Osten. So würde ein freies und friedliches Palästina die Reformbewegungen im gesamten Nahen Osten beflügeln. Es sei klar, dass erfolgreiche Reformen im Nahen Osten nicht von außen verordnet werden könnten.

Bush war am Sonntagabend zu seiner fünftägigen Europareise eingetroffen. Als Ziel seines Besuchs hatte er nach den Kontroversen über den Irakkrieg die Wiederherstellung der Einheit der Alliierten bezeichnet.

Für den Montagvormittag ist ein Besuch bei Belgiens König Albert II. geplant. Die belgische Hauptstadt ist von scharfen Sicherheitsvorkehrungen und einem Großaufgebot der Polizei geprägt. Bush-Gegner haben für den Montag zu einer Großdemonstration aufgerufen. Für den Abend war ein Arbeitsessen Bushs mit Frankreichs Staatspräsidenten Jacques Chirac vorgesehen. Am Dienstag trifft Bush die Staats- und Regierungschefs der NATO und der Europäischen Union.

Bundeskanzler Gerhard Schröder, der mit Reformvorschlägen für die NATO auf beiden Seiten des Atlantiks für Unmut gesorgt hatte, empfängt Bush am Mittwoch in Mainz. Zum Abschluss der Reise kommt der US-Präsident am Donnerstag in der slowakischen Hauptstadt Bratislava mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin zusammen.

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