Europa-Neuling beginnt zweite Karriere
Borrell neuer Präsident des Europaparlamentes

Der spanische Sozialist Josep Borrell ist am Dienstag in Straßburg im ersten Wahlgang zum neuen Präsidenten des Europaparlamentes gewählt worden. Vor der Wahl sagte Borrell, Europa sei ein Projekt, das langfristig gesehen werden müsse und das Parlament habe die Aufgabe, die Völker entsprechend zu mobilisieren. Der Katalane ist der dritte Spanier, der das Präsidentenamt übernimmt.

HB STRASSBURG. Vier Jahre lang war es um den ehemaligen spanischen Präsidentschaftskandidaten Josep Borrell ruhig gewesen. Jetzt ist der 57-jährige Katalane an die Spitze des Europaparlaments gewählt worden - nach einem Abkommen zwischen Sozialdemokraten und Konservativen.

Er wurde in geheimer Wahl mit 388 Stimmen gewählt. Auf seinen Gegenkandidaten, den den früheren polnischen Außenminister Bronislaw Geremek, entfielen 208 Stimmen. Die Zahl der gültigen abgegebenen Stimmen betrug 647, die erforderliche absolute Mehrheit lag demnach bei 324 Stimmen. Für die Vereinigten Linken kandidierte der französische Abgeordnete Francis Wurtz. Auf ihn entfielen 51 Stimmen.

Zuvor hatten sich die Fraktionschefs der beiden größten Fraktionen, der konservative Hans-Gert Pöttering (CDU) und der Sozialdemokrat Martin Schulz (SPD), in einem Abkommen auf Borrell geeinigt. Demnach soll in der zweiten Hälfte der fünfjährigen Legislaturperiode ein Christdemokrat zum Zug kommen.

Dabei betritt Borrell Neuland: Im Europaparlament arbeitete er noch nie. Als Vertreter des spanischen Parlaments im EU- Verfassungskonvent konnte er jedoch bereits europäische Luft schnuppern. Dabei machte er sich einen Ruf als „linker Ideologe“.

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