Europa-Politik
Tories wollen Europäische Volkspartei verlassen

Die Euroskepsis der Briten schlägt wieder zu. Weil die Fraktion der europäischen konservativen Parteien, die Europäische Volkspartei (EVP), für zu enge Beziehungen in Europa ist, stehen die britischen Konservativen jetzt kurz vor einer Abspaltung von der EVP.

HB LONDON. Bis Ende Juli solle eine neue Allianz gegründet werden, teilten die in Großbritannien oppositionellen Tories am Mittwoch in London mit. Hintergrund sind Differenzen innerhalb des größten Parteienblocks im Europa-Parlament über den Grad der EU-Integration. Der neue Chef der britischen Konservativen, David Cameron, lehnt eine eigene Verfassung der Europäischen Union (EU) sowie eine größere Nähe Großbritanniens zum Bündnis ab. Viele der Mitte-Rechts-Parteien in dem Zusammenschluss aus Konservativen und Christdemokraten favorisieren dagegen engere EU-Beziehungen.

„Wir wollen neue und moderne Ideen für Europa verfolgen, um eine offene und reformfreudige EU zu schaffen“, begründete der außenpolitische Sprecher der Tories, William Hague, den Schritt. „Deshalb arbeiten wir an der Gründung einer neuen Gruppe innerhalb des Europa-Parlaments.“ Auslöser für die jüngsten Äußerungen waren durch Medienberichte angeheizte Spekulationen, Tories-Chef Cameron habe die von ihm angekündigte Abspaltung aufgegeben. Die britischen Konservativen haben 27 Abgeordnete in der EVP. Als Kandidaten für einen neuen Block mit den Tories gelten unter anderem Polen und die Tschechische Republik, zwei der neuen EU-Mitglieder.

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