Europa-Rede
Clinton weist Eurokrise große Bedeutung zu

So sieht die europäisch-amerikanische Freundschaft Ende 2012 aus: US-Außenministerin Hillary Clinton meint, für die ganze Welt sei die Überwindung der Eurokrise wichtig - auch wenn diese "ein europäisches Problem" sei.
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WashingtonDie Überwindung der Euro-Krise ist nach den Worten von US-Außenministerin Hillary Clinton für die Welt von fundamentaler Bedeutung. Clinton rief die europäischen Regierungen am Donnerstag in einem Vortrag vor der Brookings Institution in Washington dazu auf, sich für "ausreichendes Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen" einzusetzen.

Die Krise in der Euro-Zone sei im Grunde "ein europäisches Problem, das europäische Lösungen benötigt", sagte Clinton. Die Amerikaner könnten und dürften keine Antworten diktieren.

Allerdings gebe es große Auswirkungen der Krise auf die Weltwirtschaft. Wenn es "auf einer oder beiden Seiten des Atlantik" wirtschaftliche Probleme gebe, so sei dies "die größte Gefahr für unsere Sicherheit und unsere transatlantische Partnerschaft", fügte die US-Außenministerin hinzu.

Clinton hob weiter hervor, dass auch die USA Herausforderungen bewältigen müssten, um ihre Rolle in der Welt behaupten und globalen Sicherheitsanforderungen nachkommen zu können. Dazu gehörten Investitionen in die eigene Wettbewerbsfähigkeit und die Bewältigung der Haushaltsprobleme.

In den USA drohen Steuererhöhungen und zugleich der Beginn massiver Ausgabenkürzungen querbeet, wenn sich der Kongress nicht bis zum Jahresende auf ein Sparprogramm zum Defizitabbau einigt.

In der kommenden Woche bricht Clinton zu ihrer 38. Europa-Reise auf, bei der sie Prag, Brüssel und Dublin besuchen will.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Das Wort "Eurokrise" ist eine Falschaussage, weil es keine Währungskrise der Gemeinschaftwährung der Länder des EURO-Raumes gibt! Demgegenüber war die "Pfundkrise" von 1992 eine echte Währungskrise, die die Briten bis heute traumatisiert hat. Seit der Einführung des Euro hat diese Währung etwa gegenüber dem US-Dollar oder dem Pfund Sterling beständig aufgewertet, die Anfangs-Unsicherheiten waren etwa 2003 beendet, als der Ausgabekurs (1€ = ca 1,17 USD) wieder erreicht war. Heute liegt der Kurs bei oder etwas unter 1,30 USD. Ich möchte nicht von Aufwertung des Euro sprechen. Vielmehr sind es die Staatsschuldenkrisen der USA oder von GB, die ihre Notenbanken zur ständigen Abwertung ihrer Landeswährung veranlassen. Die Staatsschuldenkrisen einiger Länder des EURO-Raumes sind damit vergleichbar, aber es sind und bleiben Schuldenkrisen bestimmter Staaten mit dementsprechenden staats-spezifischen Vertrauensproblemen am Anleihemarkt. Wer dafür die Abkürzung "Euro-Krise" in den Mund nimmt oder hinschreibt, macht sich der Beihilfe an einer Rufmordkampagne gegenüber der Gemeinschaftswährung der Länder und Notenbanken des Euro-Raumes schuldig!

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