Europäische Union
Bürger plädieren für „Rat der Weisen“

Die meisten Bürger der großen Mitgliedsländer verlangen über die geplanten neuen vertraglichen Grundlagen hinaus klarere Perspektiven für die Europäische Union. Sie unterstützen daher die Plänme von Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy, einen „Rat der Weisen“ einzurichten.

HB BERLIN. Deutliche Mehrheiten in Frankreich, Großbritannien und Deutschland sprachen sich für einen „Rat der Weisen“ aus, wie ihn Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy vorgeschlagen hat. Dies ergab eine Umfrage im September mit 3000 Teilnehmern im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung in den drei Ländern, deren Ergebnisse am Dienstag in Berlin veröffentlicht wurden.

Vor allem in Deutschland und Frankreich stimmten zwei von drei Befragten für einen „Rat der Weisen“, der bis 2009 Vorschläge für die langfristigen Ziele und die Grenzen der EU vorlegen soll. Auch in Großbritannien, das traditionell als EU-skeptisches Land gilt, befürworteten 47 Prozent den Vorschlag, 40 Prozent sprachen sich dagegen aus.

Der Vorschlag von Sarkozy war vor allem bei den Parteien auf Zurückhaltung gestoßen. Sie befürchten, dass damit an den gewählten Institutionen vorbei neue Grundsatzdebatten entfacht werden. Die Staats- und Regierungschefs der EU wollen an diesem Donnerstag und Freitag in Lissabon die jahrelange Debatte über eine neue EU- Verfassung mit der Vereinbarung von zwei Grundlagenverträgen beenden.

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