Europäische Union Gabriel warnt Europäer vor Spaltung durch China

Chinas politischer und ökonomischer Einfluss in Europa wächst. Der deutsche Außenminister betrachtet diese Entwicklung mit Sorge. Die EU müsse der geopolitischen Strategie der Chinesen eine eigene entgegensetzen.
7 Kommentare
Der Bundesaußenminister sieht kein einheitliches Vorgehen der EU-Staaten in der Beziehung zu China. Quelle: dpa
Sigmar Gabriel

Der Bundesaußenminister sieht kein einheitliches Vorgehen der EU-Staaten in der Beziehung zu China.

(Foto: dpa)

ParisBundesaußenminister Sigmar Gabriel hat die Europäer eindringlich zu einer gemeinsamen Strategie gegenüber China aufgerufen. „Wenn es uns nicht gelingt, eine eigene Strategie mit Blick auf China zu entwickeln, dann wird es China gelingen, Europa zu spalten“, warnte der Minister am Mittwoch in einer Rede auf der Botschafterkonferenz Frankreichs in Paris.

Es gebe 16 Länder in Europa, darunter EU-Staaten, die mit China eine Gruppe bildeten, sagte Gabriel. Die Europäer würden von 16 plus 1 sprechen, die Chinesen von 1 plus 16. „Mein Eindruck ist, die Reihenfolge bildet eher die Realität ab als die Wunschvorstellung, es ginge um 16 plus 1“, sagte der Minister. Als Beispiel für den weitreichenden Einfluss Chinas auf die europäische Tagespolitik führte Gabriel ein Urteil des internationalen Seegerichtshofs zur Freiheit der Schifffahrt im Chinesischen Meer an.

Es sei in der EU nicht gelungen, dieses Urteil einvernehmlich „durchzuwinken, weil es Teile der EU-Staaten gibt, die sagen, sie möchten dem nicht zustimmen, weil sie nicht in Konflikt mit China geraten wollen“. Griechenland etwa habe nicht zugestimmt, weil es die chinesischen Investitionen in Piräus nicht habe gefährden wollen.

Auch hinter der Initiative „Neue Seidenstraße“ stecke eine große geopolitische, kulturelle, ökonomische und am Ende im Zweifel auch militärische Strategie, der die EU bislang nichts entgegenzusetzen habe. „Im Gegenteil: Wir fahren da alle hin und freuen uns, dass wir eingeladen werden und auch eine Rede halten dürfen.“ China werde die EU und deren Mitgliedsstaaten am Ende nur dann ernst nehmen, wenn es eine europäische Strategie gebe.

Diese sollte „natürlich“ auf Partnerschaft mit China ausgerichtet sein. Sie sollte aber auch von China verlangen, „dass es nicht nur von uns sagt, wir mögen doch bitte mit Blick auf China doch eine Ein-China-Politik betreiben, sondern wir müssen natürlich auch von China verlangen, dass sie bitte eine Ein-Europa-Politik betreiben und uns nicht versuchen zu spalten“.

China betrachtet die Inselrepublik Taiwan nicht als unabhängigen Staat sondern als Teil der Volksrepublik. Auch die Bundesregierung akzeptiert seit Jahrzehnten diese „Ein-China-Politik“.

  • rtr
Startseite

Mehr zu: Europäische Union - Gabriel warnt Europäer vor Spaltung durch China

7 Kommentare zu "Europäische Union: Gabriel warnt Europäer vor Spaltung durch China"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ich frage mich, wer eigentlich Europa spaltet, wenn ich die ganzen EU-Gegner anschaue. Während die schlauste Köpfe Europas sich über Brexit jahrelange streiten und die Konsequenzen des Schlamassels uns Steuerzahlern ungeahnte Menge an Geld kosten, investiert China Milliarden in die Infrastrukturen seiner Nachbarländer, stellt Gelder und Technologien für deren Entwicklung zur Verfügung. Die neue Seidenstraße ist danach ausgerichtet, die Nachfragen zu fordern, wovon Industrieländern nur profitieren, weil sie endlich mal in neue Märkte eindringen können statt bereits gesättigte Märkte mit Massenprodukten vollzustopfen.
    Bis sich die Europäer irgendwann mal zu einem gemeinsamen Ziel vereinigen könnten, hätten die Chinesen wohl schon längest ihre Mars-Kolonie fertiggestellt.

  • Das schafft schon die Hultikultigesellschaft alleine und den Rest machen dann die Flüchtlinge bzw. die gewalttätigen und krimininellen aus ihnen heraus. So auch bei den Migranten die uns nicht nur die schönen Restaurant mit ihren Speisen bescheren.

  • Herr Carlos Santos@ Es ist des Deutschen Pflicht für alles und jeden auf dieser Welt den Deppen zu geben als Neubürger, ohne Altschuld, wissen Sie das doch.

  • Chinas politischer und ökonomischer Einfluss in Europa wächst. Der deutsche Außenminister betrachtet diese Entwicklung mit Sorge. Die EU müsse der geopolitischen Strategie der Chinesen eine eigene entgegensetzen

    ..........................

    CHINA KAUFT DEUTSCHE FIRMEN UND KAUFT DEUTSCHE IMMOBILIEN, dann kommen die Mitarbeiter aus CHINA nach Europa und es entstehen Arbeitsplätzen für Chinesen aber nicht für Europäer !!!

    In ANGOLA machten die Chinesen das gleiche Spiel so dass die Angolaner heute schon mit Gewalt auf die Straße gehen und die Chinesen wieder weg von Angola haben wollen !!!

    OB ES DER DEUTSCHE BUNDESKANZLERIN ANGELA MERKEL BEKANNT IST JEDESMAL WENN SIE DIE CHINESISCHE ÜBERNAHMEN IN DEUTSCHLAND SO LOBT IN DEN MEDIEN NEBEN IHREN CHINESISCHEN BESUCHER IN DEUTSCHLAND ???


  • Chinas politischer und ökonomischer Einfluss in Europa wächst. Der deutsche Außenminister betrachtet diese Entwicklung mit Sorge. Die EU müsse der geopolitischen Strategie der Chinesen eine eigene entgegensetzen

    .......................

    ZUERST MUSS HERR GABRIEL DER DEUTSCHE BUNDESKANZLERIN STOPPEN SICH BEI JEDEM CHINESISCHEN BESUCH IN DEUTSCHLAND AN CHINA ZU VERKAUFEN !!!

    INVESTOREN IN DEUTSCHE INDUSTRIE DIE AUS CHINA KOMMEN , KOMMEN NICHT UM DEUTSCHE INTERESSEN FÜR DIE ZUKUNFT ZU VERTRETEN !!!

    MODERNE WIRTSCHAFTSSPIONAGE MACHT SICH SÄMTLICHE WEGE AUF DURCH INVESTITIONEN UM DANN IN CHINA DIE KONKURRENTEN UNTER EINEN CHINESISCHEN UNTERNEHMEN BEI SICH ZU GRÜNDEN !!!

    EUROPA UND USA BEZAHLEN TEURE ENTWICKLUNGSKOSTEN UND FORSCHEN JAHRELANG DAMIT CHINA DANN EINFACH NUR KOPIERT UND BILLIGER VERKAUFT !!!

    CHINA KAUFT IN DEUTSCHLAND EINE INDUSTRIELLE MASCHINE UND LÄSST SICH DIE BAUPLÄNE GLEICH MIT GEBEN, DANN WIRD FLEISSIG IN CHINA KOPIERT DAMIT DIE WEITERE MASCHINEN FÜR CHINAS INDUSTRIE BILLIGER WERDEN !!!

  • "Gabriel warnt Europäer vor Spaltung durch China"

    Keine Angst Siggi, die Spaltung Europas bekommen die Europapolitiker schon selber hin. Und die Chinesen werden sich hüten, diese Qualitätsarbeit zu kopieren.

  • Aha der Herr Gabriel war zum Befehlsempfang in den USA, von selbst kommt er auf so etwas nicht.
    Ohne Herrn Trumps Führung wäre selbst die SPD verloren.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%