Europäische Union
Luxemburg protestiert gegen „EU-Direktorium“ in Finanzkrise

In den kleinen EU-Staaten gibt es Unmut über die Absprachen der vier großen EU-Länder zur Finanzkrise vergangenen Samstag in Paris. "Länder wie Luxemburg, aber auch andere sehen mit Unbehagen, wenn nun im kleinen Kreise besprochen wird, was alle 27 EU-Mitglieder angeht", sagte Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn dem Handelsblatt.

Er wisse, dass es auch in den Niederlanden, Belgien, Spanien und Finnland Vorbehalte gegen das Vorgehen der großen EU-Staaten gebe.Asselborn forderte zudem die EU-Finanzminister auf, heute ein klares Signal gegen die von Frankreich gewollte Aufweichung des EU-Stabilitätspaktes zu senden. Die französische Regierung wolle die Finanzkrise als Vorwand nutzen, um das Drei-Prozent-Defizit-Kritierium überschreiten zu dürfen. "Das wäre genau der falsche Weg", mahnte Asselborn. Auf keinen Fall dürfe man mit solchen Manövern nun das Vertrauen der Anleger in den Euro schwächen. "Falls zur Finanzkrise nun auch noch eine Eurokrise kommt, wäre dies eine Katastrophe", sagte Asselborn.

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