Europäischer Zahlungsraum
Bargeldloses Zahlen könnte billiger werden

Bargeldlose Zahlungen über die Grenzen von EU-Staaten hinweg sollen nach dem Willen der Europäischen Kommission künftig nicht mehr kosten als Transaktionen im Inland und auch ähnlichen Regeln unterliegen.

HB BRÜSSEL. Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy stellte am Donnerstag in Brüssel einen Richtlinienvorschlag vor, den nun das EU-Parlament und die 25 Mitgliedsregierungen der Staatengemeinschaft beraten müssen. Die Vorschläge bedeuteten einen Quantensprung für jeden einzelnen Verbraucher, sagte McCreevy. Ziel ist ein einheitlicher europäischer Zahlungsraum bis 2010. Er soll für alle 25 Euro-Staaten gelten und nicht nur die zwölf Länder der Währungsunion umfassen.

Neben Überweisungen deckt der Vorschlag auch Zahlungen per Kreditkarte, mit Girokontokarten oder per Lastschrift ab. Unter die Regelung sollen alle Zahlungen bis 50 000 Euro fallen, auch wenn diese in anderen Währungen abgewickelt werden. Die Branche hat bislang lediglich Pläne für einen Zahlungsraum für Euro-Transaktionen (SEPA) bis 2010.

Kritik von Banken, die Vorschläge seien zu ehrgeizig und würden zu hohen Kosten führen, wies McCreevy zurück. „Diese Richtlinie ist nicht für die Banken gedacht, sondern für den Bürger“, sagte der EU-Kommissar. Der Wettbewerb werde dafür sorgen, dass sich auch Kritiker auf die neuen Regeln einstellten. Neben Banken könnten auch andere Dienstleister EU-weite Zahlungen anbieten und in den Wettbewerb einsteigen.

Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken- und Raiffeisenbanken, Christopher Pleister, sagte in Brüssel, über das Ziel eines europäischen Zahlungsraumes gebe es Einigkeit mit der Kommission. „Die Dringlichkeit kann man aber anders sehen.“ Derzeit seien nur zwei Prozent der Überweisungen in Deutschland Auslandsgeschäfte.

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