Europapolitik
Gauland befürwortet Fraktionsbildung mit Front National

AfD-Vize Alexander Gauland will mithilfe des Front National größeren Einfluss in Europa ausüben. Er befürwortet die Bildung einer neuen Europafraktion zusammen mit der rechtsextremen französischen Partei.

BerlinDer stellvertretende AfD-Bundesvorsitzende Alexander Gauland erwägt den Betritt der Partei zu einer neuen Europafraktion unter Beteiligung des rechtsextremen französischen Front National (FN). Sollte sich in naher Zukunft eine neue Europafraktion aus EU-kritischen Parteien gründen, befürworte er den Beitritt der AfD-Abgeordneten, sagte Gauland der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ). „Man muss den FN ja nicht lieben, aber es kann der Moment kommen, in dem man sagen muss, wir können mit dem FN zusammenwirken, auch wenn wir nicht mit allem einverstanden sind, wofür er steht“, sagte Gauland.

Zuvor hatte der thüringische Landesvorsitzende Björn Höcke laut FAZ am Samstag auf einem Landesparteitag dafür geworben, die Gemeinsamkeiten der AfD mit dem Front National zu betonen. Im Dezember sei Höcke von dem AfD-Bundesvorsitzenden Jörg Meuthen noch scharf dafür kritisiert worden, dass er dem Front National zu dessen Wahlsieg bei den französischen Regionalwahlen gratuliert habe, schrieb die FAZ in ihrer Montagsausgabe. Meuthen habe dies als „falsch und unangemessen“ bezeichnet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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