Europastudie: Staaten sollen mehr Verantwortung übernehmen

Europastudie
Staaten sollen mehr Verantwortung übernehmen

Jedes Land muss mehr Verantwortung tragen. Das wünschen sich die Europäer laut einer aktuellen Studie. Besonders die Deutschen wollen die Länder stärker in die Pflicht nehmen.

HamburgOb Terrorbekämpfung, Klimawandel oder Regulierung der Finanzmärkte: Zur Lösung der weltweiten Probleme muss nach Ansicht der meisten Europäer künftig jeder Staat stärker beitragen. In Deutschland erklärten einer aktuellen Studie zufolge sogar zwei Drittel der Befragten, alle Länder müssten mehr Verantwortung übernehmen, wie die BAT-Stiftung für Zukunftsfragen am Mittwoch in Hamburg mitteilte.

„Kein Land fordert die gleichmäßige Verteilung der Verantwortung auf jedes Land stärker als Deutschland.“ Am wenigsten wünschten sich das die Menschen in Frankreich und Griechenland. Kein Land sei allerdings bereit, eine Vorreiterrolle zu übernehmen und selbst mehr Verantwortung zu tragen.

Für die Europauntersuchung hat die Stiftung mehr als 11 000 Menschen in zehn Ländern befragen lassen. „Die Bürger sind sich einig, dass die Herausforderungen nur multilateral gelöst werden können“, erklärte der wissenschaftliche Leiter Ulrich Reinhardt.

Nur jeder zehnte Deutsche sieht der Umfrage zufolge Deutschland stärker in der Pflicht – aber etwa jeder fünfte Grieche, Franzose und Schweizer. In Deutschland fordern die unter 34-Jährigen überdurchschnittlich oft mehr Verantwortung von den USA und China, die über 55-Jährigen wollen lieber jedes Land verpflichten.

Mehr Engagement der USA und China könnten sich vor allem die Schweizer und Franzosen vorstellen, hieß es – aber kaum jemand aus Spanien oder Großbritannien. Einen stärkeren Einsatz der Europäischen Union wollen die meisten nicht: „Lediglich jeder fünfte Europäer und sogar nur jeder achte Deutsche wünscht sich mehr Verantwortung aus Brüssel.“

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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