AfD-Wahlkampfauftakt
Mit EU-Kritik ins EU-Parlament

Die Euroskeptiker werden laut Umfragen die großen Gewinner der Europawahl sein. Mit populistischen Parolen hetzen sie gegen Euro und EU. Warum die Politik gegen Europa zieht, zeigt der Wahlkampfauftakt der AfD.
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KölnEs könnte alles so ärgerlich sein. Als Hans-Olaf Henkel in seinem schwarzen Anzug die kleine Bühne vor dem Kölner Dom betritt, harren nur noch wenige Anhänger der Alternative für Deutschland (AfD) dort aus. Viele haben sich längst wieder auf den Heimweg gemacht, und viele waren den Weg nach Köln auch gar nicht erst angetreten.

Nur etwa 400 Sympathisanten der Partei sind zum Wahlkampfauftakt der AfD gekommen, die Veranstalter hatten mit 1000 Unterstützern gerechnet. Und weil Henkel eine Dreiviertelstunde zu spät kommt, sind viele nach nur einer Stunde schon wieder weg. Doch damit nicht genug: Am Abend fällt dann auch noch die angekündigte Podiumsdiskussion mit Karl Lauterbach aus. Der SPD-Politiker sagt spontan ab.

Doch richtig ärgern mag man sich bei der AfD nicht. Denn die Partei ist auf Europakurs; ausnahmsweise, muss man fast hinzufügen, weil sie sonst eher den Anti-europäischen-Kurs pflegt. Die Euroskeptiker, die sonst nur Kritik für die Europäische Union (EU) und ihre Gemeinschaftswährung übrig haben, haben beste Chancen auf den Einzug in das Europäische Parlament am 25. Mai. Gerade wegen ihres Anti-Euro-Kurses.

Mit EU-Kritik nach Europa – diesen Weg hat nicht nur die AfD für sich entdeckt. In ganz Europa schlagen Parteien antieuropäische Töne an, um den Wähler für sich zu gewinnen. Jean-Claude Juncker, der konservative Spitzenkandidat für das Amt des Kommissionspräsidenten, befürchtet, dass jede vierte Stimme an eine solche Partei gehen wird.

In Deutschland heißt das Beispiel AfD. Die erst vor einem Jahr gegründete Partei trifft mit ihrer Forderung, den Euro abzuschaffen, den Nerv vieler Wähler. Das macht auch die Stimmung bei ihrem Wahlkampfauftakt am Samstag deutlich.

Kommentare zu " AfD-Wahlkampfauftakt: Mit EU-Kritik ins EU-Parlament"

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  • Hallo!
    Die AfD wird ins EU-Parlament einziehen und alle anderen Parteien, die sich in Deutschland für die EU-Wahl angemeldet haben auch.
    Die 3% Hürde zählt bei der EU-Wahl nicht und damit gibt es auch kein Hinderniss mehr für die demokratischen Parteien in das EU-Parlament einzuziehen.

  • Die penetrante Weigerung des Handelsblattes sich sachorientiert und neutral mit den Positionen der AfD auseinanderzusetzen, kann man nur noch als erbärmlich bezeichnen.

    Wie lange will die Systempresse die polemische und diffamierende Anti-AfD-Haltung noch aufrechterhalten. Langsam müsste es doch dem letzten Chefredakteur dämmern, dass die AfD nicht weggemobbt werden kann.

    Die AfD wird "populistisch" genannt. Dabei ist es den Medien gelungen, dem Adjektiv "populistisch" ein negatives, schmuddeliges Image anzudichten. In einer funktionierenden repräsentativen Demokratie wird der Wille des Populus, des Volkes, durch seine gewählten Vertreter realisiert. Politiker sollten also immer populistisch ein und dem Volk dienen, denn dafür wurden sie gewählt.

    Warum glauben Journalisten dem Volk weismachen zu müssen, dass der Volkswille etwas sei, das verabscheuungswürdig sei?
    Antwort: Weil wir mittlerweile nicht mehr in einer Demokratie leben sondern in der Feudalherrschaft. "Die da oben" brechen nach Gusto Regeln, Recht und Gesetz, bedienen sich selbst, werden für Vergehen und Raub am Volk weder bestraft noch sanktioniert sondern mit übersatten Pensionen in den "verdienten" Ruhestand versetzt. "Die da unten" werden überwacht, gegängelt, von den Almosen des Staates abhängig gemacht und wegen kleinster Vergehen bestraft. Schuften bis zum Umfallen oder eine Rente, die so niedrig ist, dass der eigene Tod als Gnade erscheint.
    Die kriecherische Systempresse hat sich offensichtlich für das Gedärm derer "da oben" entschieden.

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