Europawahl-Serie, Teil 4
„Die Europäische Union muss noch größer werden“

Was empfinden junge Menschen, wenn sie an Europa denken? Was wollen sie ändern, wann geht ihnen die EU auf die Nerven? Handelsblatt Online will's genau wissen. Heute antwortet Slawomir Parus (27) aus Polen.

Was empfinden junge Menschen, wenn sie an Europa denken? Was wollen sie ändern, wann geht ihnen die EU auf die Nerven und warum gehen sie trotzdem zur Europawahl? Das wollte Handelsblatt Online wissen. In einer Serie beantworten uns Mitglieder des FutureLab Europe, einem Programm, das besonders engagierten jungen Europäern eine Stimme in der Debatte über Europas Zukunft gibt, diese Fragen. Heute antwortet Slawomir Parus (27) aus Polen.

Europa ist für mich ...

... wie ein Haus. Ich fühle mich in jeder Ecke wohl. Natürlich gibt es „Zimmer“, die ich lieber mag als andere, aber unabhängig davon wo ich bin, ist immer dasselbe Sicherheitsniveau garantiert. Dies habe ich im eisigen Kiruna genauso gespürt wie im sonnigen Rom.

Natürlich mag man das eigene Zimmer immer am liebsten. Das gilt auch für mich. Doch selbst als kleines Kind war mir völlig klar, dass man auch ein Badezimmer, eine Küche und ein Elternschlafzimmer braucht. Auch Europa besteht aus vielen verschiedenen „Zimmern“. Jedes für sich allein hätte keine größere Bedeutung, aber zusammen sind sie ein sicherer und gemütlicher Ort.

Nicht jedes Haus ist perfekt. Einige Zimmer müssen renoviert werden, andere nur etwas aufgehübscht und einige sind für seine Bewohner durchaus akzeptabel. Jeder Bewohner muss sich jedoch um das ganze Haus kümmern. Ich finde, dass viele Europäer dieses Gebot aufgrund der speziellen Belange ihrer eigenen Länder zu oft vergessen. Es ergibt keinen Sinn, ein neues Heizungssystem in deinem Zimmer zu installieren, wenn in der Küche kein Fenster ist.

Als Bewohner desselben „Hauses“ sollten wir uns alle bemühen, seinen ordentlichen, sicheren und gemütlichen Zustand zu erhalten. Darüber sollten wir jedoch nicht vergessen, dass es um uns herum weitere „Häuser“ gibt, die ebenfalls Wünsche, Bedürfnisse und Forderungen haben. Wir sollten auch bedenken, dass wir eines Tages möglicherweise in einem gemeinsamen „Haus“ leben.

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