Europawahl-Serie, Teil 6
„Europa ist noch jung und formbar“

Was empfinden junge Menschen, wenn sie an Europa denken? Was wollen sie ändern, wann geht ihnen die EU auf die Nerven? Handelsblatt Online will's genau wissen. Heute antwortet Dorit Fauck (23) aus Deutschland.

Was empfinden junge Menschen, wenn sie an Europa denken? Was wollen sie ändern, wann geht ihnen die EU auf die Nerven und warum gehen sie trotzdem zur Europawahl? Das wollte Handelsblatt Online wissen. In einer Serie beantworten uns Mitglieder des FutureLab Europe, einem Programm, das besonders engagierten jungen Europäern eine Stimme in der Debatte über Europas Zukunft gibt, diese Fragen. Im letzten Teil unserer Serie antwortet Dorit Fauck (23) aus Deutschland,

Europa ist für mich ...

... mehr als ein geographisch und kulturell abwechslungsreicher Kontinent und mehr als eine Sammlung von Nationalstaaten, deren Grenzen im Laufe der Zeit verwischen. Europa ist auch mehr als ein politisches System. Europa ist eine Ideologie, eine Perspektive und ein Wertefundament. Es kann auf der einen Seite stolz auf die Verschiedenartigkeit und gleichzeitig auch auf die Einheit sein. Dabei steht es vor der Herausforderung, viele verschiedene Meinungen, Kulturen, historische Hintergründe, politische und ökonomische Ansichten zu vereinen.

Europa ist eine Gemeinschaft, in der alle miteinander arbeiten statt gegeneinander und in der jeder für den anderen Verantwortung übernimmt. Es wird immer unwichtiger, woher ich komme und stattdessen immer wichtiger wohin ich gehe. Durch die Freizügigkeit in der Europäischen Union verliert die eigene Staatsangehörigkeit an Bedeutung und der europäische Pass gewinnt.


Blicken wir auf die Geschichte zurück, kann Europa ein Beispiel dafür sein, dass trotz Wirtschaftskrise der Zusammenhalt den einzelnen Bürgern zu einem höheren Lebensstandard verhilft als es die Nationalstaaten könnten, die als Einzelkämpfer agieren und miteinander konkurrieren.

Politisch gesehen ist Europa für mich ein System, in dem Nationalstaaten ihre Macht kombinieren, um dann Gesetze für die gesamte Union zu erlassen. Indem die Länder gemeinsame Ideale festlegen, nähern sie sich aneinander an. Das erleichtert die Kooperation auf Augenhöhe und stärkt die Staaten nach außen hin sowohl politisch, als auch ökonomisch. Europa ist in jeder Hinsicht ein unabgeschlossenes Projekt mit Zukunftsperspektive.

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