Europawahlkampf
AfD vergleicht Europa mit Nordkorea

Die AfD verbreitet ein Europawahlplakat, auf dem Nordkorea mit der EU gleichgesetzt wird. Parteichef Lucke verteidigt das Motiv als satirische Überspitzung. SPD-Vize Stegner spricht von „geistiger Verwirrung“.
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BerlinDass die Alternative für Deutschland (AfD) mit der Politik der EU-Kommission nicht viel anfangen kann, ist nicht ungewöhnlich, haben doch eurokritische Überzeugungen die entscheidende Rolle bei der Geburt der Partei gespielt. Auch andere Parteien blicken kritisch nach Brüssel. Vor allem jetzt. Das ist nicht verwunderlich. Wenige Wochen vor der Europawahl dominiert bei einigen das Kalkül,  mit beherztem Poltern gegen EU-Institutionen bei den Wählern punkten zu können.

Wie ungezügelt das teilweise vonstatten gehen kann, zeigt die AfD. Am Wochenende eröffnete die Anti-Euro-Partei die heiße Phase ihres Europawahlkampfs. Die EU baue „in erschreckendem Maße immer undemokratischere Strukturen“ auf, sagte Parteichef Bernd Lucke am Samstag bei der bundesweiten Auftaktveranstaltung in Köln. Brüssel diktiere den Ländern immer mehr Entscheidungen, die das nationale Selbstbestimmungsrecht unterwanderten. In Anspielung auf den Parteislogan „Mut zu Deutschland“ mahnte Lucke mehr deutsches Selbstbewusstsein innerhalb der europäischen Entscheidungsprozesse an.

Eine Kostprobe dessen, was die AfD unter „Mut“ versteht, gibt ein eigentümliches Europawahlplakat, das der AfD-Kreisverband Wolfsburg neben einer Vielzahl anderer Plakate auf seiner Internetseite veröffentlicht hat. Das Plakat zeigt Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un, wie er dem Betrachter freudestrahlend zuwinkt. Darunter steht der Spruch: „Was haben das dicke koreanische Kind und die EU gemeinsam? Das Demokratie-Verständnis“.

In Berlin löste das Plakat einen Proteststurm aus. AfD-Chef Bernd Lucke zeigte sich zunächst überrascht, dass seine Partei mit einem solchen Motiv für sich wirbt. Ihm sei nicht bekannt, dass dieses Plakat bundesweit plakatiert werde. „Es gehört nicht zu unserer offiziellen Plakatwerbung“, sagte Lucke Handelsblatt Online. Seines Wissens gebe es das Plakat lediglich online.

Die Botschaft, die das Motiv transportiert, dass Europa mit Nordkorea gleichgesetzt wird, hält Lucke jedoch nicht für abwegig. „Die EU hat schwere Demokratiedefizite, aber natürlich nicht annähernd so groß wie in Nordkorea“, unterstreicht er. Und: „Es handelt sich offenkundig um eine satirische Überspitzung, wie sie ja auch seitens anderer Parteien gelegentlich geübt wird.“ Lucke verwies dabei auf Plakate von Klaus Staeck.

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„Luckes Wahlkampf setzt auf Angst und Hass“

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  • Nicht verwunderlich dass die anti-europaeischen Parteien gewinnen nach soviel Missgeschick aus Bruessel.Kriege,Krisen,schlechtes Ansehen der EU i/d Welt,das hemmungslose Ausspionieren von EU-Buergern,das Stuermen der EU-Grenzen von Fluechtlingen deren Existenz von den EU-Kriegen vernichtet wurde,EU-Politiker die Revolution auf UkraineMaidanplatz schueren,alles ist von Bruessel gekommen.Also muss da etwas gruendlich geaendert werden.Anti-EU-Stimmen sind nicht unbedingt anti-europaeisch sondern Proteststimmen gegen die gefuehrte Politik der letzten 20 Jahre und mit der jetzigen PolitikerGeneration in Bruessel laesst sich das nicht aendern

  • Handelsblatt, ist DAS Euer neues Niveau ?

    R2D2
    was bist Du denn für einer ?

  • Häufig wird die AfD als "Alte Herren Partei" bezeichnet. Man sollte berücksichtigen, dass die alten Herren am meisten Lebenserfahrung haben und sie die einzigen sind, die die Zeit investieren können um sich umfassend zu informieren. Wenn man das Lügengebilde betrachtet, was unsere Medien und Politiker im Auftrag der VSA aufbauen, um uns Normalbürger zu verdummen und uns mit Fehlinformationen zu versorgen, ist das Plakat (sogar ernsthaft betrachtet) durchaus realitätsnah. Meine Stimme hat die AfD.

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