Kritik an rechten CSU-Parolen

Linkspartei stellt sich vor SPD-Spitzenkandidat

Giftige Töne im Europawahlkampf: Die CSU attackiert SPD-Spitzenkandidat Schulz wegen seiner flüchtlingsfreundlichen Politik. Der ruft Merkel zu Hilfe. Doch die CDU blockt ab. Dafür stellt sich die Linke auf seine Seite.
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CSU nennt Schulz „Schlepperbanden“-Geschäftsführer

BerlinDer Vorsitzende der Linkspartei, Bernd Riexinger, hat die CSU wegen ihrer Kritik an dem sozialdemokratischen Europa-Spitzenkandidaten Martin Schulz scharf attackiert. „Man muss kein Fan von Martin Schulz sein, um die Angriffe aus der CSU unterirdisch zu finden“, sagte Riexinger Handelsblatt Online. Das seien „rechte Parolen“, die eine „geistige Bruderschaft“ mit dem Chef der alternative für Deutschland (AfD), Bernd Lucke und der französische Nationalistin Marine Le Pen offenbaren.

„Ich finde es bestürzend, dass die Spitzen der CSU Stimmung gegen Flüchtlinge machen, während im Fernsehen die Bilder von der jüngsten Katastrophe vor Lampedusa laufen, wo wieder Flüchtlinge ertrunken sind“, sagte Riexinger weiter. „Das ermutigt braune Banden.“ Und es zeige einen „Abgrund an Menschenverachtung“, unterstrich der Linksparteichef. „Wenn sich die CSU-Abgeordneten auf dieser Basis ins EU-Parlament wählen lassen, dann gehören sie in die Fraktionen am rechten Rand.“

CSU-Spitzenkandidat Markus Ferber hatte Schulz am Wochenende dafür kritisiert, dass er sich angesichts der vielen hundert Fälle ertrunkener Afrikaner im Mittelmeer für eine großzügigere Aufnahme von Bootsflüchtlingen ausgesprochen hatte. „Die Schlepperbanden in Afrika haben damit einen Geschäftsführer bekommen“, sagte Ferber.

Schulz forderte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf, die polemische Kritik von Unionspolitikern an ihm zu unterbinden. Diese Forderung hatte zuvor schon Parteichef Sigmar Gabriel erhoben. „Frau Merkel sollte ihre Parteifreunde endlich einmal zurückpfeifen“, sagte Schulz der „Passauer Neuen Presse“. „Immer wenn die Rechte nervös wird, versucht sie, aus Sozialdemokraten Vaterlandsverräter zu machen.“

Neben Ferber hatte auch CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer Schulz attackiert und vor allem dessen Vorstellungen zur Euro-Krisenpolitik aufs Korn genommen: „Die Fassade und die Person stammen aus Deutschland, aber die Stimme und die Inhalte stammen aus den Schuldenländern.“ CSU-Chef Horst Seehofer hatte Gabriels Forderung abgelehnt, seine Leute zur Räson zu bringen.

Schulz ist für viele Konservative eine Reizfigur
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8 Kommentare zu "Kritik an rechten CSU-Parolen: Linkspartei stellt sich vor SPD-Spitzenkandidat"

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  • Wenn man alle Parteipolitiker in einen Sack steck und rauf hat, trifft man immer den Richtigen.

    Wer wählt eigentlich so einen Scheiß?

  • Mehr als Martin Schulz würde mich die Zukunft des Genossen Barroso interessieren. Hat er seinem Volk schon verraten, welches Amt er sich für die Zukunft gewählt hat? Oder erfährt das Volk seine Wahlentscheidung zu allerletzt?

  • Welch ein Aufstieg!

  • Her Schulz würde aus Populismus jedes Thema besetzen, was auch nur halbwegs seine Position stärkt. Im Grunde genommen geht ihm alles am A.... vorbei, Hauptsache er wird Kommissionpräsident. Dies wird immer deutlicher, der Mann ist machtbesessen und strebt sein Ziel an. Ernst nehmen kann man ihn nicht.

  • Das Skurile an der Sache ist doch, dass die alte Krämerseele Schulz tatsächlich davon überzeugt ist, er täte den Menschen in Europa mit seiner Politik etwas Gutes. Nach buddhistischer Lehre dürfte er mit seinem angehäuften Negativ-Karma sein nächsten Erdendasein wahrscheinlich nur noch als parasitäres Kleinstlebewesen fristen.

  • Man sollte nicht vergessen, dass das Grundproblem die Verhältnisse in Afrika sind. Und 40Jahre Aufbauhilfe haben nichts gebracht. Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.
    http://www.handelsblatt.com/netiquette 
    Weg mit den Agrarsubventionen, die die afrikanische Landwirtschaft zerstören - schon ist ein erster Schritt gemacht.
    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.
    http://www.handelsblatt.com/netiquette 

  • Leider leider ist Herr Schulz schon zu sehr europäisiert worden. Vergemeinschaftung von Schulden, ungebremste Zuwanderung, Kindergeld für Ausländer, usw. usf....
    Wir brauchen weniger Europa und mehr Eigenverantwortung der einzelnen Staaten. Wir können nicht die ganze EU bezahlen.

  • Wo sind die Führungsqualitäten von Schulz, der tatenlos zusieht, wie die Vermögen der Deutschen, dank der verfehlten Politik in der EU, wie Butter in der Sonne zerschmelzen.

    Wer austeilt, muß auch einstecken können, aber Schulz ist eine Heulsuse und ruft gleich "Mutti" um Hilfe; Gott bewahre uns vor diesem Weichei.

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