Sechs Parteien, sechs Kommentare
Von Pseudo-Siegern und Abgewatschten

Deutschland hat gewählt – und fast alle Parteien sehen sich als Gewinner. Bis auf CSU und FDP, die beide jammern. Doch jubeln die anderen zu Recht? Unsere Kurzanalysen.
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DüsseldorfDeutschland hat gewählt: Die Union hat trotz Verlusten die Europawahl gewonnen. Sie holte am Sonntag 35,3 Prozent der Stimmen (- 2,6 Punkte), teilte der Bundeswahlleiter in der Nacht zum Montag nach Auszählung aller Stimmen mit. Die SPD legte auf 27,3 Prozent zu (+ 6,5). Die Grünen verzeichneten 10,7 Prozent (- 1,4). Die Linke kam auf 7,4 Prozent (- 0,1). Die FDP stürzte auf 3,4 Prozent ab (- 7,6). Die AfD erreichte bei ihrer ersten Europawahl 7 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp unter 50 Prozent.

Naturgemäß sehen sich alle Parteien nach dieser Wahl als Gewinner. Bis auf die FDP, die über ein „hundsmiserables Ergebnis“ jammert. Doch jubeln die anderen zu Recht? Hier die Kurzanalysen von Handelsblatt Online. 

CDU/CSU

Gegenüber der vergangenen Europawahl hat die Union etwa zwei Prozent verloren – im Vergleich zur Bundestagswahl sogar mehr als sechs Prozent. Das ist eine herbe Enttäuschung. Dieses schlechte Wahlergebnis geht im Wesentlichen auf das Konto der CSU. Sie ist der große Wahlverlierer. Bei der Landtagswahl im September 2013 hatte die CSU noch 47,7 Prozent geholt – jetzt waren es gerade mal 40 Prozent.

Das zeigt: Der europakritische Kurs der bayerischen Schwesterpartei ist nicht aufgegangen. Mit Peter Gauweiler hatte Parteichef Seehofer einen prominenten Europa-Kritiker ins Rennen geschickt. Sein Generalsekretär Andreas Scheuer machte vor allem mit der Warnung vor einer Zuwanderungswelle aus ärmeren EU-Ländern in deutsche Sozialsysteme von sich Reden.

Das Ergebnis ist: Die AfD, die bei den Landtagswahlen in Bayern gar nicht erst angetreten war, hat in Bayern besonders gut abgeschnitten. Mit ihrem Anti-Europa-Wahlkampf hat die CSU der AfD auf die Sprünge geholfen.

Leidtragende dieses Desasters ist Angela Merkel. Dabei kann die CDU nur bedingt etwas dafür: Ihr Europawahlergebnis ist etwa konstant geblieben. Und bei den Kommunalwahlen in der SPD-Hochburg Nordrhein-Westfalen hat sie ebenso gewonnen, wie im grünen Baden-Württemberg. Für das schlechte Gesamtergebnis kann sich Merkel bei Horst Seehofer bedanken. (Jan Mallien)

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  • Als ich Kubicki gestern so verbrannt von der Sonne sah, fragte ich mich ob er wieder Stundenlang in der Ostsee gestanden hat und wartete das das Wasser wärmer wird. Ansonsten hat die FDP ausgedient, niemand braucht Nachschub für den Einheitsbrei .

    Die Grünen Populisten feiern selbst Verluste und verkaufen sie als Erfolg.

    Die Linke hat ihre Grenzen erreicht und das für immer.

    Die CSU ist Regionalpartei und keine europäische Partei
    sondern nur CDU Anhang.

    Die CDU ist von einer Silberrückenpartei zu einer Erdmännchen-Kolonie von Merkel gewandelt worden und Grüner als die Grünen und Roter als die Roten.

    Alle anderen modernen Konservative sind zur AFD übergelaufen, die nicht mehr wegzudenken ist und immer stabiler wird.

    Die SPD hat einmal gewonnen und träumt gleich wie der HSV nach einem Sieg von der Championsliga.

  • Unbegründete Schlagworte wie Populismus, Nationalismus oder ähnliches tun´s nicht mehr, um das Problem „Europa“ totzuschlagen. Nach dem dilettantischen Beschluß einer Währungsunion 1988 zwischen Kohl und Mitterrand ist passiert, was vernünftige Stimmen lange vorausgesagt haben: Die Völker Europas lassen sich nicht in einen semisozialistischen Einheitsbrei pressen, einem Leviathan unterordnen, bei dem sie zu fressen haben, was man ihnen hinwirft. Die Berufspoltiker haben längst kapituliert, Europa und die Währungsunion wäre längst zusammengebrochen, wenn man nicht die Leitlinien der Politik komplett in die Hände der von Rockefeller aufgebauten US-Group of Thirty (G30) mit deren Frontmann Mario Draghi gelegt hätte, Mitverschworene wie Jean Claude Trichet und Thimothy Franz Geithner stehen mit Rat und Tat im Hintergrund bereit, um Europa für den erzliberalen Kapitalismus zu retten, der sich seine Marktregelungen lieber selber macht (Charles Ferguson: Inside Jobs). Kommission und Staatschefs der Länder der WU laufen doch nur noch wie Marionetten durch die Gegend im untauglichen Versuch, die Leute bei Laune zu halten. Daran wird sich auch wenig ändern, wenn der Semisozialist mit erwerbswirtschaftlichen Hintergrund, Martin Schulz oder der Machiavelli des Geld-Großherzogs von Luxembourg, Jean Claude Juncker, die Kommission verstärken. Selbst in Deutschland, der „verspäteten Nation, in dem der Bismarck´sche Untertanengeist leider immer noch Urblüten treibt, wird allmählich der Verstand wacher. Das alles zeigt deutlich – dieses Europa will niemand.

  • Die AfD wird in die Landesparlamente in Deutschland einziehen als "FDP-Verhinderer".

    Die AfD ist eine Ehrlichkeitspartei, die es im Gegensatz zu den Alt-Parteien gut meint mit den Deutschen. Sie ist nicht Rechts oder Links, sie kommt aus allen Schichten und Gruppen, die die Nase voll haben von Lüge, Ausplünderung und Ferngesteuertheit aus Übersee. Die Zeiten der "Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft" sollen wiederbelebt werden.

    Jeder Staat souverän und eigenverantwortlich.

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