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Ex-Diktator in Unterhose: Saddam-Anwälte wollen 1 Mill. Dollar wegen Fotos

Die Anwälte des früheren irakischen Diktators Saddam Hussein wollen die britische Boulevardzeitung "The Sun" wegen der Veröffentlichung eines Fotos auf Schadenersatz verklagen, das den inhaftierten Ex-Machthaber lediglich mit einer Unterhose bekleidet zeigt.

"Sun"-Ausgabe mit Saddam-Foto der Titelseite. Foto: Reuters
"Sun"-Ausgabe mit Saddam-Foto der Titelseite. Foto: Reuters

HB PARIS/BAGDAD. Der französische Anwalt Emmanuel Ludot, der zum Verteidiger-Team Saddams gehört, sagte, man werde von der "Sun" eine Million Dollar Entschädigung fordern. Zugleich erhob Ludot schwere Anschuldigungen gegen die US-Besatzungsmacht: "Ich denke, es handelt sich um eine Strategie, hinter der die USA stecken. Damit soll das Image Saddams zerstört werden."

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Die "Sun" hatte am Sonntag erneut ein Foto von Saddam hinter Gittern abgedruckt. Die neue Aufnahme zeigt ihn beim Gebet hinter Stacheldraht, bekleidet mit einem langen weißen Hemd. Gleichzeitig brachte die Boulevardzeitung auch Bilder der Biologin Huda Sali Nahdi Ammasch im Gefängnis, die, als "Dr. Anthrax" bezeichnet, unter Saddam für biologische Waffen zuständig war. Außerdem brachte "Sun" ein Foto von "Chemie-Ali" Ali Hassan al-Madschid, ein Cousin des ehemaligen Machthabers, der für tödliche Gasangriffe auf Kurden verantwortlich gemacht wird.

Nach Ansicht des Internationen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) in Genf verstößt die Veröffentlichung der Fotos gegen die Genfer Konvention. Saddam sei als Kriegsgefangener anzusehen, und diese seien nach der Konvention "jederzeit mit Menschlichkeit zu behandeln", "vor öffentlicher Neugier zu schützen" und hätten "unter allen Umständen Anspruch auf Achtung ihrer Person und ihrer Ehre."

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